Mit ‘Wissenschaft’ getaggte Artikel

Warum Akademiker Angst vor Gleichstellungsbeauftragten haben

Montag, 26. Juli 2010

gleichstellungsbeauftragte_bmi1Wissenschaft: Die Feigheit der deutschen Professoren
von Alexander Ulfig (EF-Magazin)

Die Gleichstellungspolitik zeichnet sich durch einseitige Förderung und Bevorzugung von Frauen aus. Sie gewinnt in allen Bereichen der Gesellschaft immer mehr an Einfluss. Nirgendwo wird sie so vehement realisiert wie an den Universitäten. Nirgendwo stößt sie aber auf so wenig Kritik und Widerstand wie im akademischen Bereich.

Ich möchte hier der Frage nachgehen, warum Wissenschaftler, insbesondere die Entscheidungsträger in der Wissenschaft, nämlich die Professoren, nichts gegen das Treiben der Gleichstellungsbeauftragten an den Universitäten unternehmen. Haben sie die Ideale der Wissenschaft wie Unparteilichkeit, Unvoreingenommenheit und weltanschauliche Neutralität vergessen? Haben sie vergessen, dass in der Wissenschaft nur die Leistung und nicht die Gruppenzugehörigkeit zählen sollte? Sind sie nicht in der Lage, die männerdiskriminierenden Maßnahmen der Gleichstellungspolitik zu durchschauen? Oder haben sie bloß keinen Mut, sich mit der Gleichstellungspolitik kritisch auseinanderzusetzen?

[..]Fakt ist, dass jegliche Kritik an der Gleichstellungspolitik im akademischen Bereich tabuisiert wird. Bekannt wurde der Fall eines Mainzer Soziologieprofessors, der in einem noch im Internet kursierenden Aufsatz den Gender-Mainstreaming als „totalitäre Steigerung der Frauenpolitik“ bezeichnet hatte. Er wurde daraufhin von der Universitätsleitung angewiesen, den Aufsatz von seiner Internet-Seite zu entfernen. Der Wissenschaftler schweigt bis heute zu diesem Thema, und zwar aus Angst um seine Arbeit und seine Nachtruhe [mehr]

Der Aufsatz von Univ.-Prof. Dr. Dr. Michael Bock ist zum einen auf der Homepage der Kellmann-Stiftung zu finden [hier] und zum anderen als 6-seitiges PDF [hier].

WikiMANNia: Michael BockSuchbegriff: Michael Bock

Professorinnenprogramm ist erfolgreich

Montag, 26. Juli 2010

port_schavan0150Der Anteil von Professorinnen an deutschen Hochschulen steigt kontinuierlich: von 9,9 Prozent im Jahr 1999 auf 17,2 Prozent 2008. Dazu trägt auch das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder bei, das Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Jahr 2007 initiiert hat. Im Rahmen dieses Programms wurde nun die 200. Professur an Frau Prof. Dr. Christina Noack vergeben. Sie forscht und lehrt an der Universität Osnabrück das Fach Didaktik der deutschen Sprache mit dem Schwerpunkt Grundschule. “Mit unserem Programm gelingt es uns, mehr Frauen in die Spitzenpositionen von Wissenschaft und Forschung zu bringen und jungen Frauen mehr Rollenvorbilder für ihre Wissenschaftskarrieren zu geben”, sagte Annette Schavan. “Ich freue mich, dass die an dem Programm beteiligten Hochschulen Chancengerechtigkeit als wichtiges Element ihrer Profilbildung ansehen.”

Das Professorinnenprogramm wird zu gleichen Anteilen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und den Bundesländern mit insgesamt 150 Millionen Euro gefördert. Mindestens 200 Professuren sollten danach mit hoch qualifizierten Wissenschaftlerinnen besetzt werden. An dem Programm kann jede Hochschule teilnehmen, deren Gleichstellungskonzept im Vorfeld positiv bewertet wurde. Sie kann für maximal drei Professorinnenstellen in den ersten fünf Jahren eine Anschubfinanzierung von höchstens je 150.000 Euro jährlich erhalten.

Mittel, die durch die Finanzierung der Professuren aus dem Programm frei werden, muss die Hochschule im Gegenzug in ihre Gleichstellungsarbeit investieren [mehr]

FAZ-Interview mit Susan Pinker: „Vielen Frauen ist der Chefsessel nicht wichtig“
WikiMANNia: FrauenförderungKosten der Frauenförderung

Widerlegung feministischer Thesen I

Freitag, 09. April 2010

Eviathan aus dem WGvdL-Forum hat ein Video zu o.g. Thema auf Youtube eingestellt. Schaut es Euch einfach an.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Wer die dazu gehörigen Meinungen im Forum lesen möchte [hier]

Bahnbrechende Erfindungen von Frauen

Montag, 08. März 2010

wasserbiszumhals-1Folgende Feststellung wurde im WGvdL-Forum von Lessa eingestellt [hier]

Seid doch ehrlich. Bahnbrechende Erfindungen werden auch von Frauen gemacht. Was hier ja oft negiert wird. Das für die Zukunft so wichtige Cloud Computing wurde von einer Frau erfunden (Jessica Parker). Die großen Cloud Provider Microsoft, IBM, T-Systems oder Google haben bereits Tausende Firmenkunden - von Pfizer bis zur New York Times. Auch Privatnutzer haben sich längst der Wolke anvertraut: Gmail, Twitter und Facebook sind Cloud-Applicationen.
Davon abgesehen ging auch die Idee der Chiffriermaschine Enigma von Hannah Turing und nicht von Alan Turing aus, der lediglich Vermittler war.

Darauf kam dann eine Antwort von Roslin, die ich ebenfalls einstelle, weil diese direkt mit mehreren Vorurteilen aufräumt [hier]

Natürlich werden bahnbrechende Erfindungen auch von Frauen gemacht. Das kann und will niemand bestreiten. Wahr ist aber auch, dass Männer sehr viel kreativer sind als Frauen. Die Tatsache ist ebenfalls nicht zu bestreiten. Ich habe gerade einen Artikel über die Geschlechterratio unter den Entwicklern von freien Computerprogrammen gelesen: 1,5-5 % beträgt da der Frauenanteil. Bei den Patentanmeldungen liegt er auch bei 5%. Wie sieht’s aus unter den großen Komponisten? Nicht besser.

Ich weiß, patriarchale Unterdrückung war schuld, was denn sonst. Nur, es ist heute doch nicht anders. Wer sind denn z.B. die großen Jazzmusiker und -improvisateure? Analoges gilt für große Wissenschaftler, Architekten, Schachspieler, für alle kreativen Bereiche. Die Leistungsspitze ist eindeutig männlich dominiert, sogar in ganz klassischen Frauendomänen, Kochkunst z.B. oder Mode, da ist sogar die Kundschaft fast zu 100% weiblich und trotzdem ist die Masse der großen Modeschöpfer männlich. Gut, meist schwul, aber immerhin. Bei den Friseuren dasselbe.

Gibt Dir das nicht zu denken? Wird langsam etwas unglaubwürdig, die Unterdrückungshypothese. Nicht nur für die Erklärung der Verhältnisse in der Gegenwart, sondern auch für die in der Vergangenheit.

Es stimmt einfach nicht, dass Männer Frauen daran hinderten, ihre Kreativität zu entfalten. Eine Marie Curie gewann ihre 2(!) Nobelpreise mitten im tiefsten Patriarchat. Sie konnte sich gegen die bösen Frauenunterdrücker vor dem 1. Weltkrieg durchsetzen und die waren so wütend darüber, dass sie ihr auch noch gleich 2 Nobelpreise umhängten.

Ist das nicht seltsam, in Zeiten, in denen Männer Frauen so verachteten, so sehr, dass beim Untergang der TITANIC 81% der Männer an Bord starben und 72 % der Frauen überlebten? Weil viele der frauenverachtenden  Männer für die verachteten Wesen ihr Leben opferten getreu dem Motto “Frauen und Kinder zuerst”. Tut mann das für Verachtete? Die Überlebenschancen einer Frau in der III. Klasse der TITANIC waren höher als die eines männlichen I.Klasse-Passagiers, der doch in jedem Falle ein mächtiger und schwer reicher Patriarch war. Und der überläßt einer Frau, sogar einer Frau der III. Klasse, den Vortritt im Rettungsboot? Passt alles nicht so ganz zum feministischen Unterdrückungsgeschwalle, aber sehr gut zur heutigen Zeit, wo mann beobachten kann, dass gerade Alphamänner “ritterlich” sind und Frauenpolitik machen, Frauen Vorrang einräumen und sei es auf Kosten von Beta-und Omegamännern.

Und Teufel auch, die Kreativitätsverteilung zwischen den Geschlechtern passt ganz wunderbar zur IQ-Verteilung: je höher der IQ, desto höher der Männeranteil, bei IQ 155 ca. 5,5 zu 1. Aber auch das ist ganz bestimmt eine Folge von Unterdrückung. Fragt sich nur, wer hier unterdrückt. Vielleicht Mutter Natur, die Frauen möglicherweise auf anderes hin optimiert hat als Männer, indem sie sie, und nur sie, mit der Fähigkeit begabte, Kinder zu empfangen, auszutragen, zu gebären und zu säugen? Eine einzigartige Begabung, die nur Frauen aufweisen und gerade die können Feministinnen am allerwenigsten schätzen.

Seltsam.

© Roslin

Für Kind und Karriere in der Wissenschaft

Montag, 12. Oktober 2009
©by Thomas Weiss/Pixelio.de

©by Thomas Weiss/Pixelio.de

Frauen und Männern mit Kindern sollen in ihrer beruflichen Karriere keine Nachteile entstehen. Dieser Grundsatz der Gleichstellung gilt selbstverständlich auch für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Wie es in der Realität um den Nachwuchs vom Nachwuchs in der Wissenschaft bestellt ist, untersuchen zwei Projekte, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über das Programm “Frauen an die Spitze” mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert werden.

“Wir müssen noch mehr darüber erfahren, welche Bedingungen für die berufliche Karriere von Eltern in der Wissenschaft erforderlich sind. Dann können wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Forscherinnen und Forscher gezielt verbessern”, sagte Forschungsministerin Annette Schavan am Montag in Berlin.

Auf der gemeinsamen Abschlusstagung “(Kinder-) Wunsch und Wirklichkeit in der Wissenschaft” am 5. und 6. Oktober im Wissenschaftszentrum Bonn werden die Ergebnisse der beiden Projekte “Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft” des Kompetenzzentrums Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS Bonn und “Wissen- oder Elternschaft? Kinderlosigkeit des wissenschaftlichen Personals an Hochschulen in Deutschland” der TU Dortmund vorgestellt. Dabei steht auch ein Vergleich zu Entwicklungen im französischen Hochschulsystem auf dem Diskussionsprogramm [hier]

Aus Mitteln des Europäischen Sozialsfonds “Frauen an die Spitze”  soll also ein Projekt nicht etwa für Eltern finanziert werden, sondern für eine Untersuchung, ob Eltern das überhaupt brauchen. Mal unabhängig von der Frage, ob aus einem Frauenförderprogramm tatsächlich auch Väter finanziert werden sollen bzw. dürfen, darf man sich doch die Frage stellen, ob das Geld bei den entsprechenden Eltern nicht besser aufgehoben wären. Typisch Bürokratie eben und letztendlich doch ein Frauenförderprogramm ;-)

So studieren mehr Frauen Technikfächer

Donnerstag, 27. August 2009

cornelia-quennet-thielen1Quennet-Thielen: Mehr Frauen sollen naturwissenschaftlich-technische Fächer studieren / Pakt “Komm, macht MINT” bekommt 22 neue Partner

Wer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften oder Technik (kurz: MINT) studiert, hat sehr gute Berufsaussichten. Doch gerade junge Frauen studieren noch immer zu selten diese Fächer. Das soll jetzt anders werden: Ein breites Bündnis aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien soll helfen, mehr junge Frauen für ein Studium in den MINT-Fächern zu interessieren. Auf Initiative von Bundesbildungsministerin Annette Schavan ist im vergangenen Jahr der nationale Pakt für mehr Frauen in MINT-Berufen gestartet, nun bekommt der Pakt weitere Unterstützung: 22 neue Partner aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft sowie den Medien haben dafür am Donnerstag in Berlin ein Memorandum unterzeichnet. “Sie alle können ihren Beitrag dafür leisten, dass künftig mehr Frauen MINT-Fächer studieren”, sagte Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), bei der Aufnahme der neuen Partner. “Der Pakt gewinnt mit diesem Schritt weiter an Fahrt.” [mehr]

Hoffentlich müssen junge Frauen nicht irgendwann mit einer Sänfte zu den entsprechenden Studienfächer getragen werden ;-)

Erwachen der Dritten Gewalt

Sonntag, 15. Februar 2009

Neue Richtervereinigung
Zusammenschluß von Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten e.V.

Gemeinsam auf dem Weg zu einer wirklich unabhängigen
Rechtsprechung auf europäischem Niveau

Am 20.2.2009 stellen die Universität Frankfurt/M, der Justizsenator der Freien und Hansestadt Hamburg sowie die drei Berufsverbände eine gemeinsame Monographie zur Selbstverwaltung der Dritten Gewalt in Deutschland vor.

Wissenschaft, Politik und Justiz unterstreichen damit ihre Absicht, auch weiterhin die mit dem ersten internationalen Kongress zur Selbstverwaltung der Justiz im November 2008 in Frankfurt/M begonnene gemeinsame Arbeit fortzusetzen.

Wilfried Hamm, Sprecher der Neuen Richtervereinigung (NRV):

„Die Neue Richtervereinigung (NRV) fordert seit Jahrzehnten, dass die Macht der Regierungen über die Justiz endlich begrenzt werden muss. Fast alle übrigen Staaten Europas machen uns vor, dass eine unabhängige Rechtsprechung namentlich eine konsequente Gewaltenteilung erfordert. Die gibt es in Deutschland als einem der letzten Länder Europas jedoch nicht. Hier bestimmen Regierungen mittels Einstellung und Beförderung von Richterinnen und Richter, wer sie wie kontrollieren soll. Das Konzept der NRV „Demokratie statt Hierarchie“ sieht eine Demokratisierung, eine durch den Verfassungsauftrag in Artikel 92 des Grundgesetzes vorgegebene eigenverantwortliche Selbstverwaltung sowie eine funktionsunabhängige Einheitsbesoldung für Richterinnen und Richter vor. Damit wird eine nur an Gesetze und den Rechten der Bürgerinnen und Bürger orientierte, der Beeinflussung durch Regierungen entzogene, moderne und effiziente Rechtsprechung möglich.“ [mehr]

Kommentar
Ich wage zu bezweifeln, das sich nachhaltig etwas verändern wird. Zum einen deshalb, weil sich im Namen des Vereins Richterinnen und Staatsanwältinnen befinden und zum anderen, wer gibt schon freiwillig Macht ab…