Mit ‘MOGIS’ getaggte Artikel

Internetsperrgesetz: Anhörung vor dem Petitionsausschuss

Montag, 01. März 2010

ausschusssitzung Am 22. Februar 2010 war die Anhörung vor dem Petitionsausschuss und ein Vereinsmitglied von MOGIS hat darüber im gleichnamigen Blog berichtet.

[..]Franziska Heine stellte zu Beginn noch einmal in einer Erklärung den Weg und die Argumente für die Petition dar.

Danach wurde sie mit Fragen der anwesenden Abgeordneten regelrecht „ausgequetscht“. Heine hat das aber alles sehr gut und souverän gemeistert.

Mir fiel besonders auf, dass inzwischen so gut wie alle der dort anwesenden Abgeordneten beanspruchen, das Sperrgesetz „entschärft“ zu haben bzw. schon immer dagegen gewesen zu sein. Ich bin froh, dass das Abstimmungsverhalten noch immer nachvollzogen werden kann.

Einzig Siegfried Kauder (CDU) fiel mir durch besonders penetrante Netzinkompetenz auf. Er verwies auf eine „Experten“befragung Anfang 2009, die ergeben haben soll, dass Netzsperren für Täter ein wirksames Hindernis darstellten.

Auch versuchte er einen Mangel zu konstruieren, als ob die Petenten sich nicht genug um Kontakt zu den Politikern bemüht hätten. Aber wie wir alle wissen, haben wir uns massiv bemüht, nur kein Gehör gefunden. Er fragte auch wiederholt nach neuen Argumenten gegen das Gesetz – es kann aber m.M. nach nicht die Aufgabe der Bevölkerung sein, geltendes Recht zu evaluieren [mehr]

Gabriele Gawlich spricht des weiteren sehr enthusiastisch über die Politik und meint, man könne tatsächlich etwas verändern, wenn man sich engagiert. Ich sehe das nicht so, aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt und deshalb desillusioniert. Ich bleibe daher weiter bei meiner Devise: anprangern, was falsch läuft, die Kraft für nachhaltige Veränderungen liegt bei den jungen Menschen.

Kooperationswillige Länder bei KiPo

Mittwoch, 26. August 2009

oder warum man mit Kooperation weiter kommt… das schreibt zumindest Christian Bahls von MOGIS (MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren)

Im Artikel „Die unsägliche Argumentation einer Frau von der Leyen” hatten wir ja in den Kommentaren eine kurze Unterhaltung zum Thema Posenphotos.

Daraufhin hat uns ein Leser auf Posenphotos bei einem japanischen Freehoster (auch Hosting Provider genannt) hingewiesen.

Die meisten Provider haben Acceptable Use Policies. Diese sind häufig deutlich enger gefasst, als die Gesetze des Landes in dem die Server angesiedelt sind.

Mit dem Verweis auf dessen eigenen AUP’s kann man den Hoster bitten, die Seiten zu entfernen und den Nutzer-Account zu sperren. Ich habe also folgende E-Mail an den Hoster geschrieben [mehr]

Da der Artikel für sich spricht, werde ich ihn nicht kommentieren.

Unsensible Unverschämtheiten einer Frau

Freitag, 14. August 2009

Manchmal liest man Dinge, die man einfach nicht glauben kann und gerade deshalb veröffentlicht gehören. So ist es mir ergangen, als ich bei MOGIS -> MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren auf der Kontaktseite folgenden Beitrag einer Dorothe Lassig las. Da der Inhalt für sich spricht, ich derzeit aber nicht die Kraft habe, diese Unverschämtheiten auseinander zu nehmen, werde ich diesen Erguss nicht kommentieren und nur noch darauf hinweisen, das Christian Bahls mit den richtigen Worten ihren Beitrag beantwortet hat. Nachfolgend nun ihr [Pamphlet]

Dorothe Lassig // 24. Mai 2009 um 16:49

Sehr geerhrter Herr Bahls,

ich finde Ihr Engegement sehr zweifelhaft und kontraproduktiv. Je tiefer ich mich in die Materie eilesen, desto mehr bekomme ich den Eindruck, dass es hier Vorrangig um die Durchsetzung eigener Interessen geht: Das grenzenlose Informationsrecht gewahrt zu wissen.
Der vorgegebene Opferschutz dient mehr der Propaganda, als dem tatsächlichem Interesse, solch Material wirksam aus dem Internet zu verbannen.

“Schaut her, wie Opfer finden die Zenzur auch ganz schlecht”

Gibt es eine populistischere Möglichkeit, um die Sinnhaftigkeit der Politik infrage zu stellen? Ich glaube nicht.

Wo war Ihr Engagement vor von der Leyens Initiative gegen Kinderpornografie? Wo war da ihr Aufruf zur Demonstration gegen Kinderpornografie im Internet? Schließlich geht es Ihnen doch öffentlich um die Opfer?

Tatsächlich ist es so, dass von der Leyen erstmals das Thema überhaupt zur Sprache gebracht hat. Im glauben, man könnte ihnen etwas wegnehmen, treten jetzt Leute auf den Plan, und maßen sich an zu wissen, was den Opfern wirklich hilft und was nicht. Zum Thema “Sperren” sind sie sich einig und alles bläst insselbe Horn.

Wo genau wird denn gesagt, dass die bisherigen Maßnahmem gegen Kinderpornografie, mit den Internetsperren aufgegeben werden? Sie Argumentieren mit: “Die Bilder verschwinden nicht, sondern werden nur verdeckt.” Wie war denn die Vorgehensweise bisher? Und was lässt darauf schließen, dass sich daran was ändert?

Schade, dass Sie, wie auch Ihre Mitstreiter nicht verstehen können, dass Internetsperren in Bezug auf Kinderpornografie ein ZUSÄTZLICHES Mittel darstellen, dem Kindesmisbrauch im Internet den Kampf anzusagen. Es ist ohne Zweifel die effektivste Möglichkeit, um schnellstmöglich auf Kinderpornografischer Seiten unabhängig ihres Standortes Einfluss zu nehmem.

Scheinbar waren Ihnen die bisherigen Maßnahmen der Polizei im Kampf gegen dieses Verbrechen genehm, denn da kam kein Aufschrei und Demonstartionen bezüglich der Unwirksamkeit.

Ich lasse mich jedenfalls als Opfer nicht von Ihnen Instrumentalisieren, um Ihrer ganz persönlichen Meinung als “Opfer ” Aussagekraft zu verleihen. Sperren helfen sehrwohl Opfern im Rahmen gewisser Möglichkeiten.

Ich sehe es jedenfalls nicht als Zensur, wenn man den uneingeschränkten Zutritt zu Kinderpornografischen Inhalten verwehrt. Lächerlich gerade zu völlig unreflektiert Vergleiche mit China anzuführen und Zeichen dafür, dass ihretwegen das Farbfernsehen nicht hätte erfunden werden müssen. Schwarzweiß ist Ihre Welt.