Mit ‘Mädchen’ getaggte Artikel
Dienstag, 10. August 2010
MANNdat: Rot-Grün und Jungenförderung passen einfach nicht zusammen. Dies bestätigt der Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen Regierung in NRW.
Während dem Thema „Frauen und Mädchen“ ausreichend Raum in Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen NRW-Regierung eingeräumt wird, bleiben Jungen wieder einmal außen vor.
Dabei werden nicht nur die zunehmenden Bildungsprobleme der Jungen, wie sie im nationalen Bildungsbericht wieder bestätigt wurden, erneut ignoriert. Auch Themen wie z.B. Gewalt gegen Jungen bleiben weiterhin tabu. Auf dem Plan der rot-grünen Regierung stehen spezielle Gewaltschutzeinrichtungen lediglich für Mädchen, sog. „Mädchenhäuser“. Der bewusste Ausschluss von Gewalt betroffener Jungen aus den neuen Hilfseinrichtungen ist eine Brüskierung derjenigen, die erwartet hatten, die Diskussion über die Misshandlungen von Jungen in kirchlichen Einrichtungen habe endlich zu einer Enttabuisierung von Gewalt gegen Jungen geführt. Es überrascht, wie gerade Rot-Grün immer noch in alten Rollenstereotypen verhaftet ist, in denen kein Platz für männliche Opfer ist.
Die von einer weiblichen Doppelspitze geführte Landesregierung setzt damit die unheilvolle Praxis der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung fort, die mit der Ausgrenzung von Jungen aus dem Zukunftstag eine geschlechterspezifische Jugendpolitik implementierte, deren Charakteristika das bloße Weglassen von Jungen war.
Weiterhin steht die Einrichtung von speziellen Arbeitsagenturen für Frauen auf dem Plan. Dass die männliche Jugendarbeitslosigkeit in NRW um fast 60% höher ist, als die weibliche, und das mit steigender Tendenz, interessiert die neue Regierung offenbar nicht.
„Die rot-grüne Geschlechterpolitik beschränkt sich auch heute noch ausschließlich auf die Frauenquote. Und rein pragmatisch gesehen, ist natürlich jeder Junge, der in der Bildung scheitert und jeder Mann, der arbeitslos wird, ein Gewinn für die Frauenquote“, so Dr. Bruno Köhler vom Verein MANNdat.
http://manndat.abplesk01.de/index.php?id=281&tx_ttnews[tt_news]=263&tx_ttnews[backPid]=22&cHash=7d4ec446a7
Wenn ich das lese, dann mag ich mir gar nicht vorstellen, was laufen wird, wenn Rot-Grün mal wieder die Bundesregierung stellen sollte. Von Geschlechtergerechtigkeit ist auf jeden Fall keine Spur zu sehen. Letztendlich bestätigt dieser Koalitionsvertrag, was Männerrechtler schon lange wissen: Gender-Mainstreaming ist reine Frauenförderung.
Koalitionsvertrag der rot/grünen NRW-Regierung
Tags: Bildungsbenachteiligung, Bildungsmisere, Bildungsmisserfolg, Die Grünen, Frauen, Gender-Mainstreaming, Geschlechtergerechtigkeit, Häusliche Gewalt, Jungenförderung, Mädchen, MANNdat, Männerbenachteiligung, Medien, Sexuelle Gewalt, SPD
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Dienstag, 01. Juni 2010
Telefonische Anlaufstelle und Internetseite für Betroffene von sexuellem Kindesmissbrauch
Die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D., hat am 28. Mai den Start der telefonischen Anlaufstelle für Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs bekannt gegeben.
Unter der Rufnummer 0800-22 55 530 können Betroffene ihre Anliegen und ihre Botschaften an die Unabhängige Beauftragte richten. Bisher war diese nur schriftlich erreichbar.
Gleichzeitig startet auch die Internetseite der Unabhängigen Beauftragten, unter der Betroffene weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden [hier]
Für mich ist das Ganze weiterhin eine reine Alibiveranstaltung, besonders unter der Ägide der ehemaligen Frauenministerin.
Homepage: Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs
WikiMANNia: Vergewaltigung
Tags: Christine Bergmann, Eltern, Frauen, Jungen, Kinder, Kindesmisshandlung, Mädchen, Menschenrechte, Missbrauch, Sexuelle Gewalt, WikiMANNia
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Freitag, 14. Mai 2010
Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und der Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Dr. Theo Zwanziger, haben am 4. Mai in Berlin den Startschuss für den 2. Aktionstag auf den DFB-Mini-Spielfeldern gegeben.
Bis zum 29. Mai findet auf mehr als 670 Mini-Spielfeldern in ganz Deutschland der Aktionstag “Mitspielen kickt! Starke Kinder. Wahre Champions” statt. Die Familienministerin erklärte: “Fußball begeistert! Und dabei geht es nicht nur um Talent und körperliche Fitness, sondern auch um Emotionen. Fußball vermittelt Kindern und Jugendlichen, dass das Kräftemessen auch fair ausgetragen werden kann und dass Mannschaftsspieler weiter kommen als Einzelkämpfer. Deshalb freue ich mich, Schirmherrin des 2. Aktionstages 2010 zu sein.”
Neben der Förderung von Bewegung von Kindern und Jugendlichen werden auch soziale Kompetenzen gestärkt, ausländische Kinder integriert und der Mädchenfußball ausgebaut. In Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen soll die Fußball-Leidenschaft bei Kindern und Jugendlichen geweckt und der Mädchenfußball im Hinblick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 gestärkt werden [hier]
Mittlerweile darf man wohl die Frage stellen, ob Frau Schröder die Schirmherrschaft speziell wegen der Mädchenförderung übernommen hat
Tags: Aktionstag, DFB, Frauen, Fussball, Jugend, Kinder, Kristina Schröder, Mädchen, Schule, Verein
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Dienstag, 04. Mai 2010
Zu der heute vom Bundeskabinett beschlossenen Rücknahme der Erklärungen zur Kinderrechtekonvention der Vereinten Nationen erklärt Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger:
Heute ist ein großer Tag für die Kinderrechte. Mit der Rücknahme wird deutlich, dass Deutschland Kinderrechte ohne Vorbehalt achtet und schützt. Ich freue mich, dass der Durchbruch erreicht werden konnte. Die Rücknahme der Erklärungen zur Kinderrechtekonvention der Vereinten Nation beendet eine seit vielen Jahren andauernde politische Auseinandersetzung.
Auch wenn deutsche Gesetze Kinderrechte schon in der Vergangenheit respektiert haben, erwarte ich für die Rechtsanwendung das klare Signal, dass dem Kindeswohl Vorrang gebührt. Kinder haben Rechte - und sie haben diese Rechte ohne Vorbehalte, ohne Wenn und Aber.
Ich habe mich daher - gemeinsam mit vielen meiner Kolleginnen und Kollegen - schon lange für die Rücknahme der Erklärungen eingesetzt. Auch die Kinderkommission des Bundestages hat mehrfach und einstimmig eine Rücknahme eingefordert. Es ist ein Erfolg dieser Koalition, dass die bei einigen Ländern noch vorhandenen Bedenken zerstreut werden konnten. Der Bundesrat hatte die im Koalitionsvertrag festgehaltene Absicht begrüßt, die Erklärungen zurückzunehmen.
Mit der Rücknahme der Vorbehaltserklärungen setzt Deutschland auch ein Zeichen auf internationaler Ebene. Ich hoffe, dass wir mit der Rücknahme auch für andere Länder zum Vorbild werden [hier]
Den letzten Satz kann man nur als Witz ansehen. Es waren nur wenige Staaten, die diese Konvention (teilweise) nicht unterschrieben haben. Wenn man dann noch bedenkt, das die brd fast 18 Jahre gebraucht hat, um die Vorbehalte zurück zu nehmen, dann weiß man, was deutschen Politikern Kinderrechte wert sind.
Liest man den Text im Artikel 18 der UN-Kinderrechtekonvention:
(1) Die Vertragsstaaten bemühen sich nach besten Kräften, die Anerkennung des Grundsatzes sicherzustellen, daß beide Elternteile gemeinsam für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich sind. Für die Erziehung und Entwicklung des Kindes sind in erster Linie die Eltern oder gegebenenfalls der Vormund verantwortlich. Dabei ist das Wohl des Kindes ihr Grundanliegen [hier]
muss man sich schon fragen, wie sich dieser vereinbaren lässt mit dem Gesetz aus dem BGB § 1626a Absatz 2:
(1) Sind die Eltern bei der Geburt des Kindes nicht miteinander verheiratet, so steht ihnen die elterliche Sorge dann gemeinsam zu, wenn sie
1. erklären, dass sie die Sorge gemeinsam übernehmen wollen ¹, oder
2. einander heiraten.
(2) Im Übrigen hat die Mutter die elterliche Sorge [hier]
¹ (Sorgeerklärungen)
Nachfolgend noch ein Link zu den Vorbehalten der brd [hier]
Tags: Bundesrat, Jugend, Jungen, Kinderkommission, Kinderrechte, Kinderrechtekonvention, Leutheusser-Schnarrenberger, Mädchen
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Donnerstag, 22. April 2010
Fünf Jahre Neue Wege für Jungs
Auch am diesjährigen Girls’ Day finden in ganz Deutschland wieder vielfältige Aktionen für Jungen zur Berufs- und Lebensplanung statt. “Neue Wege für Jungs” will Jungen neue Zukunftsperspektiven eröffnen und unterstützt und vernetzt seit 2005 lokale Initiativen zur geschlechtsbezogenen Jungenförderung bei der Berufs- und Lebensplanung.
Der Wandel des Ausbildungs- und Arbeitsmarkt eröffnet auch für Jungen neue Chancen jenseits einer geschlechterstereotypen Berufswahl. Ziel des Projektes “Neue Wege für Jungs” ist es daher, Jungen neue Wege und vielfältige Perspektiven für ihre individuelle Berufs- und Lebensplanung aufzuzeigen.
“Neue Wege für Jungs” unterstützt die Umsetzung von Konzepten und Angeboten mit kostenlosen Materialien und Beratung. Die mittlerweile über 140 lokalen Netzwerkpartner sind auf der Netzwerkkarte der projekteigenen Website zu finden.
Datenbank “Jungs willkommen”
Das Projekt “Neue Wege für Jungs” bietet eine Datenbank mit Praktika, Aktionen und Info-Veranstaltungen für Jungen ab 12 Jahren an. Über die Datenbank “Jungs willkommen” können die Angebote für Jungen einfach gefunden oder kostenlos eingetragen werden.
“Neue Wege für Jungs” wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert [hier]
Aktionen für Jungen am Girls’ Day, diesen Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Jungs seid froh, das die Mädels Euch an diesem Tag überhaupt teilnehmen lassen
Im übrigen steht im Newsletter von “Neue Wege für Jungs” ähnliches: “Neue Wege für Jungs - Sondernewsletter zum Girls’Day am 22. April 2010″. Was soll man dazu noch schreiben? Da unterstütze ich doch lieber die WegJungs
Tags: 2010, Arbeit, Beruf, Bildung, BMFSFJ, Eltern, Girls' Day, Gleichstellung, Jugend, Jungen, Jungenförderung, Mädchen, Medien, Neue Wege für Jungs, Schule, WebJungs
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Sonntag, 18. April 2010
Am 22. April findet er wieder statt, der jährlich wiederkehrende Zukunftstag für Mädchen. 2001 ins Leben gerufen um Mädchen “männertypische” Berufe näher zu bringen, wurden die Jungen von Anfang an außen vor gelassen. Zwar entstand 2005 das Projekt “Neue Wege für Jungs”, welches aber nicht mit dem riesigen “Girls’ Day” zu vergleichen ist.
Vielleicht ist der Zukunftstag für Mädchen das Musterbeispiel für einseitige Förderung des weiblichen Geschlechts ala Gender - Mainstreaming. Dabei ist die aktuelle Jungenkrise nicht mehr wegzuleugnen, so dass ein enormer Handlungsbedarf besteht. Wo also bleibt das Eingreifen der Politik?
Ich kann mich mit dieser Benachteiligung und Diskriminierung nicht zufrieden geben und habe deshalb aus Protest ein Plakat entworfen, welches ich am “Girls’ Day” verteilen möchte. Das Dokument darf von jedem gerne herunter geladen werden! [Gender-Mediathek]
Der junge Mann auf dem Bild hat vor kurzem eine eigene Homepage zum Thema Gender erstellt, da er mit der gegenwärtigen Politik für Jungen und Männer höchst unzufrieden ist. Der Link Gender-Mediathek führt zur Seite seiner eigenen Aktionen. Der von mir eingestellte Text ist unten auf der Seite zu finden.
Viel Erfolg junger Mann
Plakat: Heute ist Girls’ Day und wir Jungs?
Tags: Beruf, Bildungsbenachteiligung, Diskriminierung, Gender-Mainstreaming, Girls' Day, Jungen, Krise, Mädchen, Neue Wege für Jungs, Politik, Protest, Zukunft
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Samstag, 17. April 2010
Am 22. April 2010 findet der “Girls’ Day - Mädchen-Zukunftstag” zum zehnten Mal statt. Schülerinnen ab der 5. Klasse erleben am Girls’ Day die Arbeitswelt in zukunftsorientierten Berufen im Bereich Technik, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zudem lernen sie weibliche Vorbilder in Führungspositionen aus Wirtschaft und Politik kennen.
Der Girls’ Day ist Deutschlands größte und vielfältigste Berufsorientierungsinitiative für Mädchen und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Durch den Aktionstag haben bereits etwa 900.000 Mädchen Berufe entdecken können, in denen Frauen bisher noch unterrepräsentiert sind.
Auf der Webseite des Girls’ Day können sich immer noch Schülerinnen und auch Unternehmen zum Girls’ Day anmelden [BMFSFJ]
Im WGvdL.com-Forum hat ein junger Mann Ideen zu einer Gegenaktion mit dem Namen “HEUTE IST „GIRL’S DAY“! UND WIR JUNGS?”. Für die Interessierten [hier]
Maesi® hatte im genannten Thread auf die Frage von “boy”, was an einem Girls’ Day so schlimm sei, eine interessante Antwort geschrieben, die mir folgende Begebenheit ins Gedächtnis rief: ein junger, ehemaliger Kollege berichtete mir von der Aktion einer Gleichstellungsbeauftragten während des Abiturjahres. Diese hatte dafür gesorgt, das die Mädchen eine Woche frei bekamen, um gemeinsam Bewerbungen für Studien- oder Ausbildungsplätze zu organisieren. Das die Jungen das nicht toll fanden, da sie ja die gleichen “Schwierigkeiten” bei der Suche/Organisation hatten, können sich die meisten wohl vorstellen. Es wurde zwar lautstark protestiert, geholfen hat es natürlich nicht. Auf jeden Fall wird durch solche Aktionen den Jungen schon recht früh gezeigt, das sie weniger wert sind als Mädchen.
WikiMANNia: Zukunftstag • Geldtransfer
Tags: 2010, Beruf, BMFSFJ, Diskriminierung, Frauenministerium, Gender-Mainstreaming, Girls' Day, Handwerk, Jungen, Jungs, Kinder, Mädchen, MINT-Berufe, Schule, Studienplatz, Studium, WikiMANNia
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Dienstag, 13. April 2010
Eviathan aus dem WGvdL-Forum hat ein weiteres Video zu o.g. Thema auf Youtube eingestellt.
Einiges zum Fall Bruce/Brenda/David Reimer findet man auf WikiMANNia.
WikiMANNia: John Money • David Reimer • Genderismus
Tags: EU, Frauen, Gender-Ideologie, Gender-Mainstreaming, Jungen, Kindererziehung, Mädchen, Männer, Weltfrauentag
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Donnerstag, 01. April 2010
hib-Meldung • 2010_04/2010_100/01
Bundesrat: Opfer von Zwangsheirat besser schützen
Recht/Gesetzentwurf - 01.04.2010
Berlin: (hib/BOB/HLE) Mit einem Gesetzentwurf des Bundesrates (17/1213) soll Zwangsheirat wirksamer bekämpft und im zivilrechtlichen Bereich die Rechtsstellung der Opfer von Zwangsehen gestärkt werden. Auch in Deutschland stellten Rechtsanwälte, Lehrkräfte, Beratungsstellen und Frauenhäuser vermehrt Zwangsheiraten bei Einwanderern fest. Eine Zwangsheirat liege dann vor, wenn mindestens einer der zukünftigen Ehepartner durch eine Drucksituation zur Ehe gezwungen werde, heißt es in der Initiative. Davon seien in der überwiegenden Zahl Mädchen und junge Frauen betroffen.
[..]Begründet wird dies damit, dass der genötigte Ehegatte gerade in der ersten Zeit nach dem Eintreten der zumeist als traumatisch empfundenen Zwangslage oft emotional nicht in der Lage sei, die Aufhebung der Ehe zu betreiben. Auch im Unterhalts- und Erbrecht plant die Länderkammer Änderungen zugunsten der von Zwangsheirat Betroffenen.
Der Bundesrat weist darauf hin, dass die unter Zwang verheirateten Mädchen und jungen Frauen vor allem aus türkischem oder kurdischem Umfeld stammten. Betroffen seien aber auch Albanerinnen, Pakistanerinnen, Inderinnen oder Marokkanerinnen. Dabei sei das Phänomen der Zwangsheirat aber nicht auf den islamischen Kulturkreis beschränkt. Es seien auch Fälle aus Süditalien oder Griechenland bekannt geworden. Von Zwangsheiraten in Deutschland seien vor allem minderjährige Mädchen betroffen. Die Zwangsverheiratung sei oft der Versuch, die eigenen Töchter zu disziplinieren, die in westlichen Gesellschaften aufwachsen und sich nicht mehr in alte Traditionen fügen wollten. Es gehe hier um die Beibehaltung der traditionellen Machtverhältnisse in der Familie. Über das Ausmaß von Zwangsheirat habe man allerdings deutschlandweit kaum gesicherte Daten [mehr]
Man hat kaum gesicherte Daten, aber trotzdem müssen Gesetze geändert werden. Woran erinnert mich das nur? Wer sich für diese Thematik interessiert, der sollte sich den Gesetzesentwurf durchlesen. Interessant fand ich u.a. die Feststellung, das eine Zwangsheirat weder aus religiösen, noch aus patriarchalisch-traditionellen Gründen akzeptabel sei, da dieses eine Menschenrechtsverletzung darstelle (Seite 11). Da kann man doch nur noch mit dem Kopf schütteln und sich fragen: merken die noch etwas? Bei Genitalverstümmelungen interessiert es keinen, das Jungen aus den erwähnten Gründen ihrer Menschenrechte beraubt werden, aber bei Zwangsverheiratung wird genau diese Begründung heran gezogen? Zwar wird auch erwähnt, das Jungen ebenfalls davon betroffen sein können (Seite 9), die Folgen wären allerdings nicht so drastisch wie für Mädchen. Man sollte Politikern beide Gesetzesentwürfe um die Ohren hauen, bis sie endlich aufwachen, aber darauf hoffe ich wohl vergebens - aufs aufwachen meine ich natürlich
Scheidung bedeutet Zwangsehe für den Mann
Rechtlich wird eine Ehe nie geschieden. Tatsächlich ist es nur eine Trennung von Tisch und Bett. Rechtlich bleiben die “Ex”-Ehepartner lebenslang verknüpft. Nach einer Scheidung erhält man deshalb auch nicht den Familienstand “ledig”, sondern “geschieden”. Eine Scheidung ist die Transformation einer freiwilligen Ehe in eine Zwangsehe.
WikiMANNia: Scheidung • Zwangsehe
Tags: Bundesrat, Eltern, Familie, Frauenhäuser, Genitalverstümmelung, Gesetzesentwurf, Islam, Jungen, Mädchen, Opfer, Politiker, Scheidung, WikiMANNia, Zwangsehe, Zwangsheirat
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Donnerstag, 01. April 2010
hib-Meldung • 2010_04/2010_100/02
Recht/Gesetzentwurf - 01.04.2010
Berlin: (hib/BOB/HLE) Die Verstümmelung der äußeren Genitalien einer Frau durch Beschneidung oder in anderer Weise soll mit Gefängnis nicht unter zwei Jahren bestraft werden. In minder schweren Fällen soll das Gericht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren verhängen. Der Bundesrat hat einen entsprechenden Gesetzentwurf (17/1217) beim Parlament eingebracht. Es sei geplant, die Tat als schwerwiegenden Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Opfers einzustufen, heißt es in der Vorlage. Damit würde ”ein eindeutiges Signal gesetzt, dass der Staat solche Menschenrechtsverletzungen keinesfalls toleriert, sondern energisch bekämpft“, heißt in der Initiative der Länderkammer weiter. Auslandstaten würden in die Strafbarkeit einbezogen, wenn das Opfer zur Zeit der Tat seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort in Deutschland habe. In der Begründung heißt es, von der Verstümmelung weiblicher Genitalien seien überwiegend Frauen in Afrika betroffen, aber auch Frauen in Asien und Lateinamerika. In Deutschland seien nach Schätzungen von Nichtregierungsorganisationen zirka 20.000 Frauen von Genitalverstümmelung betroffen.
Die Strafverfolgung komme vielfach erst durch eine Strafanzeige des Opfers in Gang. Da regelmäßig Mitglieder der Familie des Opfers für die Tat mit verantwortlich seien, könnten sich die minderjährigen Opfer in vielen Fällen erst im Erwachsenenalter zu einer Strafanzeige entschließen, wenn sie sich aus der Familie gelöst hätten. Um das Strafrecht voll zur Geltung kommen zu lassen, sei es nötig, dafür Sorge zu tragen, dass die Taten dann noch nicht verjährt seien. Aus diesem Grund sei das Ruhen der Verjährung notwendig, bis das Opfer das 18. Lebensjahr vollendet hat.
Die Bundesregierung teilt die Einschätzung, dass es sich bei der Verstümmelung weiblicher Genitalien um eine schwerwiegende Grund- und Menschenrechtsverletzung handelt. Die Beratungen innerhalb der Regierung seien aber noch nicht abgeschlossen. ”Vor diesem Hintergrund sieht die Bundesregierung von einer detaillierten Bewertung an dieser Stelle ab und wird die weiteren parlamentarischen Erörterungen konstruktiv begleiten“, heißt es abschließend [hier]
Männliche Genitalverstümmelung ist also nach Aussagen - nicht nur unseres Bundesrates - keine Menschenrechtsverletzung. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man glatt darüber lachen. Ich kann es leider schon lange nicht mehr. Wie selbstverständlich von Menschenrechte gesprochen wird, Jungen und Männer aber ausgeklammert werden, spottet jeder Beschreibung. Da ich zu diesem Thema in diesem Blog schon sehr viel geschrieben habe - Stichwort: Genitalverstümmelung -, erspare ich mir heute eine längere Abhandlung .
WikiMANNia: Genitalverstümmelung • Genitalverstümmelung (Tabelle) • Video
Tags: Afrika, Bundesrat, Eltern, Familie, Frauen, Genitalverstümmelung, Gesetzesentwurf, Jungen, Kinder, Mädchen, Männer, Menschenrechtsverletzungen, WikiMANNia
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