Mit ‘Literatur’ getaggte Artikel

Frauenrechte sind Menschenrechte

Donnerstag, 11. März 2010

cornelia-pieperDie meisten Staaten haben die Frauenrechtskonvention der Vereinten Nationen ratifiziert. Trotzdem ist die Gleichberechtigung von Mann und Frau in vielen Teilen der Welt noch immer nicht durchgesetzt. Unterschiedlich sind auch die Vorstellungen, was unter Gleichberechtigung zu verstehen ist. Anlässlich des Weltfrauentages lud Staatsministerin Cornelia Pieper zur Diskussion über das Frauenbild im Dialog der Kulturen.

[..]Zentrales Anliegen für Staatsministerin Pieper ist es, Frauen weltweit mehr Bildungschancen zu eröffnen. So hat die Bundesregierung beispielsweise durch die Bildungsinvestitionen in Afghanistan dazu beigetragen, dass der Anteil der Studentinnen in wenigen Jahren von null auf 20 Prozent angestiegen sei. Pieper: “Die Investition in Bildung und Kultur ist aus meiner Sicht die beste Friedenspolitik, die wir machen können.”

[..]Auch die aus Marokko stammende Bauingenieurin Lamia Messari-Becker freut sich über jede Frau in ihren Seminaren. Sie ist in doppelter Hinsicht Exotin: als Frau in einem immer noch von Männern dominierten Beruf und als Muslimin. Sie hofft darauf, dass es der künftigen Generation von Musliminnen in Deutschland gelingt, sich zunehmend über die Fremdbestimmung des eigenen Körpers hinwegzusetzen.

So unterschiedlich die Diskutantinnen, so unterschiedlich die Haltungen, die sie vertraten. So warb die ägyptische Literaturwissenschaftlerin Manar Omar dafür, die Diskriminierung von Frauen auch über Kulturgrenzen hinweg auf die Tagesordnung zu setzen, diese aber in den “richtigen Kontext zu setzen”. Man müsse die Menschen in dem sie prägenden Umfeld abholen und dürfe sie nicht in die Defensive treiben.

Omar ist in Berlin geboren, als bekennende Muslimin trägt sie ein Kopftuch. Die von ihr vorgestellten Frauenfiguren aus zeitgenössischen Romanen - unter anderem Orhan Pamuks “Schnee” - kämpfen dafür, selbst über ihren Körper zu bestimmen. Dazu gehört für sie das Recht muslimischer Frauen, das Kopftuch zu tragen, ebenso, wie es nicht zu tragen.

Die engagierte türkischstämmige Publizistin, Soziologin und Frauenrechtlerin Necla Kelek hingegen lehnt die Duldung einer nicht emanzipatorischen Erziehung von Mädchen als falsch verstandene Toleranz ab. Ihr Leitthema ist die Existenz einer islamisch geprägten Parallelgesellschaft in Deutschland [mehr]

Rede von Staatsministerin Cornelia Pieper auf der Dialogveranstaltung “Das Frauenbild im Dialog der Kulturen” [hier]

Nun ja, auch diesen Beitrag stelle ich letztendlich nur zur Information ein, denn was soll man zu diesem Thema noch schreiben? Menschenrechte sind nun mal Menschenrechte oder sind Frauen keine Menschen?

Übersetzungen auszeichnungswürdig

Freitag, 22. Mai 2009

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung feiert auf ihrer Frühjahrstagung von diesem Donnerstag (21. Mai) an in Berlin ihren 60. Geburtstag. Dabei soll vor allem das literarische Leben in der Nachkriegszeit beleuchtet werden, wie die Akademie ankündigte. Außerdem werden traditionell die Akademie-Preise verliehen, die diesmal an die Übersetzerin Susanne Lange und den britischen Germanisten Nicholas Boyle gehen.

Lange wird mit dem mit 15.000 Euro dotierten Johann-Heinrich-Voß-Preis für ihre Übersetzungen aus dem Spanischen, insbesondere für ihre Neuübersetzung des „Don Quichote von der Mancha“ ausgezeichnet.

Boyle erhält den mit 12.500 Euro dotierten Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland [hier]

Bei dieser Meldung habe ich mich gefragt, ob die Deutschen mit ihrer Sprache schon so weit unten angekommen sind, das es hier nichts mehr auszeichnungswürdiges gibt? Müssen wir tatsächlich auf  Übersetzungen ausländischer Literatur zurück greifen, um einen Preis zu vergeben?

gruebel2

Empfehlungskatalog “Das Kinderbuch” neu aufgelegt

Samstag, 14. Februar 2009

Der Arbeitskreis für Jugendliteratur hat den Empfehlungskatalog “Das Kinderbuch” neu aufgelegt. In der 6. völlig überarbeiteten Auflage stellt ein Team unabhängiger Expertinnen und Experten aus Buchhandel, Literaturkritik, Bibliothek, Pädagogik und Forschung rund 150 empfehlenswerte Kinderbücher in Rezensionen und mit Angaben zum Lesealter vor.

Ob Bücher für Leseanfänger, Alltagsgeschichten, Gedichte, Märchen und Klassiker, im Kinderbuch ist alles vertreten. Ein Einführungsbeitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Kinderbuchproduktion und legt Bewertungskriterien dar. Das Kinderbuch bietet eine ideale Orientierungshilfe für Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen sowie für Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Der Empfehlungskatalog “Das Kinderbuch” ist beim Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. zu beziehen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes. [hier]

Link
“Das Kinderbuch”: Informationen und Bestellmöglichkeit