Mit ‘Gewalt’ getaggte Artikel

Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2009

Donnerstag, 11. März 2010

abtreibungWIESBADEN – Im Jahr 2009 wurden dem Statistischen Bundesamt (Destatis) rund 110 700 Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland gemeldet und damit 3,3% oder 3 800 weniger als 2008.

Knapp drei Viertel (73%) der Frauen, die 2009 Schwangerschaftsabbrüche durchführen ließen, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15% zwischen 35 und 39 Jahren. Fast 8% der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von 4%. Ihre Anzahl ging im Vergleich zum Jahr 2008 um 400 auf rund 4 900 zurück. 40% der Schwangeren hatten vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

Über 97% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen waren in weniger als 3% der Fälle die Begründung für den Abbruch. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche (73%) wurden mit der Absaugmethode (Vakuumaspiration) durchgeführt. Bei 14% der Schwangerschaftsabbrüche wurde das Mittel Mifegyne® verwendet.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend ambulant (rund 97%), und zwar zu 79% in gynäkologischen Praxen und 18% ambulant im Krankenhaus. Knapp 6% der Frauen ließen den Eingriff in einem Bundesland vornehmen, in dem sie nicht wohnten.

Im vierten Quartal 2009 wurden rund 26 800 Schwangerschaftsabbrüche gemeldet, das sind rund 0,5% mehr als im vierten Quartal 2008 [hier]

Nur zur Info.

Destatis: Excel-Tabelle zu Schwangerschaftsabbrüche 2009

Wiederholung von “Jungs auf der Kippe”

Donnerstag, 04. März 2010
©by S. Hofschlaeger/Pixelio.de

©by S. Hofschlaeger/Pixelio.de

3sat • Montag, 8. März 2010 • 20.15 Uhr
Ein Film von Dr. Harold Woetzel

Jungs auf der Kippe
Die neuen Sorgenkinder der Nation
Jungs sind die neuen Sorgenkinder, die Verlierer - vor allem auf dem Arbeitsmarkt. Unaufhaltsam ziehen die Mädchen an ihnen vorbei. Während Gleichstellungsbeauftragte in Behörden und Unternehmen weiter von einer deutlichen Benachteiligung von Mädchen und Frauen ausgehen, scheinen im Bildungsbereich die Jungen immer mehr ins Hintertreffen zu geraten. Was sind die Ursachen? [mehr]

Mein Dank gilt Viktor, der im Männerrechte-Forum von MANNdat auf diese Sendung aufmerksam gemacht hat [hier]
Ich schließe mich seiner Meinung an und finde die Tatsache, das dieser Film am Weltfrauentag zur besten Sendezeit gebracht wird, ebenfalls bemerkenswert, zumal dieser einen kurzen Beitrag über MANNdat beinhaltet. Da ich zu dieser Dokumentation bereits sehr ausführlich berichtet habe, werde ich diese Beiträge verlinken.

FemokratieBlog: SWR Film “Jungs auf der Kippe” und Podiumsdiskussion
FemokratieBlog: Frauenbeauftragte zu SWR-Film “Jungs auf der Kippe”

Der Feminismus vergiftet das Klima

Donnerstag, 04. März 2010

amendt2Der bekannte Bremer Soziologe Gerhard Amendt sorgt regelmässig für Wirbel im gängigen Geschlechter-Diskurs: Er hat 2004 mit seiner grossen Scheidungsväterstudie die juristische Diskriminierung der Männer in der Familie zum Thema gemacht und letztes Jahr mit seiner Forderung, sämtliche Frauenhäuser zu schliessen, in Deutschland eine politische Debatte ausgelöst. Anlässlich seines Auftritts am NZZ-Podium morgen Donnerstag, sprach der Mamablog mit Gerhard Amendt über Feminismus, Gender und das neue Arrangement der Geschlechter.

Gerhard Amendt, was ist das grösste Missverständnis zwischen Mann und Frau?

Gerhard Amendt: Dass Männer meinen, sie müssten weiterhin die Frau versorgen. Und dass Frauen glauben, der Mann sei nur ein guter Vater, wenn er sich so verhält, wie sie sich als Mutter verhalten. An diesen Missverständnissen reibt sich vieles. Untersuchungen zeigen, dass Männer Frauen nicht diskriminieren wollen, sondern meinen, sie beschützen zu müssen. Wenn Frauen stets als Opfer beschrieben werden, setzt das paradoxerweise die tradierte Versorgermentalität von Neuem in Bewegung.

Ist an allem die Emanzipation schuld?

Man muss klar zwischen der Frauenbewegung und dem Feminismus unterscheiden. Die Frauenbewegung stand für die Selbstermächtigung der Frau. Der Feminismus steht für das Gegenteil: Er macht alle Frauen zu Opfern und Männer kollektiv zu Henkern. Der Feminismus hat das Klima zwischen den Geschlechtern vergiftet. Diese Vergiftung können wir uns gesellschaftlich nicht mehr leisten. Wenn wir nur noch in Feindkategorien denken, wird der Wunsch nach Familie permanent desavouiert.

Wie kommt der Geschlechterdiskurs aus dieser Fixierung heraus?

Man muss aufhören in der biologischen Kategorie von Mann und Frau zu denken. Frau und Mann sind vielmehr soziale und psychologische Kategorien. Der Unterschied zwischen der Lebensrealität von Frauen und Männern in der Oberschicht und jenen in der Unterschicht sind heute viel grösser als der Unterschied zwischen der Lebensrealität der Geschlechter. Der Diskurs muss also die Probleme der Geschlechter schichtsspezifisch ins Auge fassen.

Was ist politisch zu tun?

Als Erstes muss man die Gelder für Genderstudies streichen. Diese Forschungsrichtung betreibt bloss Selbstbespiegelung, sie vermittelt keine Berufsqualifikation und trägt zur Problemlösung nichts bei. Die Geisteswissenschaften müssen vielmehr wieder zur Lösung von konkreten Problemen wie früher üblich zurückkehren. Zweitens sollen schrittweise sämtliche Frauenhäuser geschlossen und die Gelder in Zentren für Familien mit Gewaltproblemen investiert werden. Das habe ich den erfolgreichen Organisatoren des ersten Männerhauses der Schweiz als erstrebenswerte Perspektive vorgeschlagen. In Amerika setzen sich diese Familieninstitutionen durch, seit Untersuchungen bewiesen haben, dass Frauenhäuser den Frauen und Männern nicht helfen, im Gegenteil: Sie haben eine höhere Rückfälligkeit an Gewalthandlungen als andere neu entwickelte Institutionen mit neu konzipierten Hilfeverfahren.

Wie begegnen sich Frauen und Männer konstruktiv?

Beide müssen aus dem Zustand der Kränkung herauskommen. Und dann muss sich jedes Paar ganz konkret über Perspektiven unterhalten. Und zwar zu Beginn einer Beziehung. Darüber,ob man eine Familie gründen will und wie diese dann organisiert werden soll. Männer müssen sich fragen, ob sie es aushalten, wenn die Partnerin nicht nur ein bisschen zuverdient, sondern Karriere macht. Frauen müssen sich ehrlich hinterfragen, ob sie wirklich bereit sind, Verantwortung für das Einkommen zu übernehmen. Veränderungen können nur gemeinsam gemacht werden. Und Vereinbarungen nur individuell und abhängig von den konkreten Optionen des Paares getroffen werden. Das ist ein guter Anfang! [hier]

Zwischen den ganzen Artikeln zum Weltfrauentag ist dieses Interview so richtig erfrischend. Im übrigen, zu diesem Thema gibt es beim Schweizer Tagesanzeiger bereits 375 Antworten :-)

Kristina Schröder strebt EU Beobachtungsstelle zur Gewalt gegen Frauen an

Freitag, 26. Februar 2010

kristina-schroeder-und-bibiana-aido-almagroKristina Schröder: „Chancengleichheit ist gemeinsames Ziel Deutschlands und der spanischen EU-Ratspräsidentschaft“

Treffen zwischen Bundesfamilienministerin und spanischer Ministerin für Gleichstellung, Bibiana Aído Almagro, in guter und konstruktiver Atmosphäre

[..] Beide Ministerinnen verständigten sich auf eine wirksame Verankerung der Gleichstellung von Frauen und Männern in der neuen europäischen Beschäftigungsstrategie. Darüber hinaus streben beide die Einrichtung einer europäischen Beobachtungsstelle zur Gewalt gegen Frauen an.

[..]Ungeachtet dieser Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Deutschland und Spanien Differenzen im Bezug auf eine mögliche weitere europäische Antidiskriminierungsrichtlinie. Deutschland steht dem Entwurf der 5. Antidiskriminierungsrichtlinie, der zurzeit im Rat verhandelt wird, ablehnend gegenüber. Der Versuch, mit dieser Richtlinie über den Bereich der Beschäftigung hinaus für das Zivilrecht, den Zugang zu Sozialleistungen sowie den Bildungsbereich einheitliche europäische Vorgaben zu machen, überschreitet aus Sicht der Bundesregierung die Zuständigkeit der EU und verkennt die Unterschiede, die zwischen den unterschiedlichen Betroffenengruppen bestehen [mehr]

Es hat hoffentlich keiner erwartet, das Frau Schröder die Politik ihrer Vorgängerin nicht fortsetzt oder? Schließlich hat sie diese Politik ja gelobt. Gewalt von Frauen existiert also auch bei Frau Schröder nicht, zumindest habe ich in dieser Richtung noch nichts von ihr vernommen. Das sie einer erweiterten Antidiskriminierungsrichtlinie der EU nicht zustimmt, lässt das Treffen nicht besser erscheinen.

MANNdat Brief: Gesetz gegen Beschneidung

Mittwoch, 24. Februar 2010

Rasierklingen für Genitalverstümmelung

Nachtrag
Dem Deutschen Bundestag liegt zurzeit ein Gesetzentwurf vor, der jegliche Art der Beschneidung von Mädchen ächtet, die Beschneidung von Jungen jedoch nicht.
Angesichts der oft schwerwiegenden, zum Teil tödlichen Konsequenzen, die Genitalverstümmelung auch bei Jungen und jungen Männern hat, ruft MANNdat dazu auf, unseren Offenen Brief an den Deutschen Bundestag zu schicken und gegen diesen Gesetzentwurf zu protestieren [MANNdat]

Offener Brief von MANNdat an den Deutschen Bundestag in Berlin vom 23.02.2010

Gesetzentwurf des Bundesrates
Drucksache 867/09 (Beschluss) 12.02.10
Gesetz gegen Beschneidung

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit o.g. Drucksache wird dem Bundestag ein Gesetzentwurf vorgelegt, der jegliche Art der Beschneidung von Mädchen auch außerhalb von Deutschland ächtet, Beschneidung von Jungen jedoch nicht, unabhängig davon, wie und mit welchen Konsequenzen sie durchgeführt wird.

Die Initiatoren und Initiatorinnen dieses Gesetzes ignorieren, dass eine Beschneidung an Jungen gleichermaßen einen irreparablen Eingriff an einem Kind darstellt, gegen den es sich nicht wehren kann. Es geht dabei um nichts weniger als um eine Verletzung der körperlichen Unversehrtheit und der Selbstbestimmung - und somit um Gewalt gegen Jungen.

Selbst bei einem operativen Eingriff mit strenger medizinischer Indikation können schwerste Komplikationen auftreten. Allein die Anzahl der Narkoseunfälle bei Beschneidungen von Babys in den USA wird auf mehrere hundert pro Jahr geschätzt. Weltweit werden aber Beschneidungen von Jungen mit primitivsten Werkzeugen und ohne Narkose vorgenommen, was nicht selten zu bleibenden Schäden, Zeugungsunfähigkeit oder gar zum Tode führt. In Südafrika sterben beispielsweise jährlich etwa 100 Jungen infolge solcher Beschneidungen.

Durch die Ausgrenzung von Jungen aus der Schutzwürdigkeit wird Gewalt gegen Jungen toleriert, wird die Unteilbarkeit der Menschenrechte ignoriert und die Verpflichtung zu einer geschlechtsneutralen Gesetzgebung missachtet.

Wir appellieren an Sie, den Gesetzesentwurf dahingehend zu ändern, dass auch die Beschneidung von Jungen weltweit zu ächten ist. Eine Beschneidung darf, außer bei akuten medizinischen Indikationen, überhaupt nur an volljährigen Personen mit deren ausdrücklichem Einverständnis vorgenommen werden [hier]

© MANNdat e.V.

Politiker ignorieren weiterhin männliche Genitalverstümmelung

Mittwoch, 17. Februar 2010

Was bei Mädchen gegen Menschenrechte verstößt, soll bei Jungen erlaubt sein. Sind Jungen Menschen 2. Klasse?

maennliche-beschneidung-in-der-antike1

Der Bundesrat will die Beschneidung weiblicher Genitalien mit einem eigenen Straftatbestand sanktionieren. Auch Auslandstaten sollen strafbar sein, wenn das Opfer zur Zeit der Tat in Deutschland wohnt. Die Strafverfolgungsver-
jährung soll künftig bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs des Opfers ruhen.

Der Bundesrat möchte jeden Zweifel über die strafrechtliche Einordnung der Tat als schwerwiegenden Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Opfers beseitigen und ein eindeutiges Signal setzen, dass der Staat solche Menschenrechtsverletzungen keinesfalls toleriert, sondern energisch bekämpft.

[..]Die Länder betonen, dass die Verstümmelung weiblicher Genitalien eine schwerwiegende Grundrechtsverletzung an Mädchen oder Frauen darstellt.

Der Staat sei verpflichtet, die gefährdeten Mädchen und Frauen vor diesem schwerwiegenden Eingriff in das Recht auf körperliche Unversehrtheit zu schützen.

[..]Der Gesetzentwurf wird zunächst der Bundesregierung zugeleitet, die ihn innerhalb der nächsten sechs Wochen dem Bundestag vorlegen muss, wobei sie ihre Auffassung darlegen soll [mehr]

Als ich am 13. Mai 2009 einen Artikel mit dem Titel “Nur weibliche Genitalverstümmelung soll bestraft werden” schrieb, meinten einige, die Gesetzeslage würde das nicht hergeben. Vielleicht hat das damals gestimmt. Auf jeden Fall ist es Politikern sämtlicher Parteien anscheinend nicht weit genug gegangen und so wurde ein neuer Gesetzesentwurf verfasst. Wie verlogen die Moral der Politiker ist, sieht man an den oben gemachten Aussagen. Demnach haben Jungen kein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Eine Verstümmelung der männlichen Genitalien ist nach deren Aussage also keine Menschen- bzw. Grundrechtsverletzung. Man kann Politiker aus diesem Grund nur noch als feiges Pack hinstellen, denn sie geben Moslems und Juden recht, die ihre Jungen heute noch unter teils barbarischen Umständen beschneiden lassen.

Zeiten, in denen Menschen aussortiert wurden, sollten bei uns eigentlich vorbei sein, besonders wenn es vorrangig um finanzielle Interessen geht (Kosmetikindustrie).

Links
Gesetzentwurf des Bundesrates: BR-Drs. 867/09(B) PDF - 15 Seiten
FemokratieBlog: Penis Beschneidung kostet Leben
FemokratieBlog: Nur weibliche Genitalverstümmelung soll bestraft werden
WikiMANNia: GenitalverstümmelungGenitalverstümmelung (Tabelle)Video
Kosmetik-Industrie
WGvdL-Forum zum Thema

Internationaler Kindersoldaten-Gedenktag

Freitag, 12. Februar 2010

boys-soldier Der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, englisch Red Hand Day, ist ein jährlich am 12. Februar begangener internationaler Gedenktag, mit dem an das Schicksal von Kindern erinnert werden soll, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden. Ziel des Tages ist der Aufruf zu einem verstärkten Einsatz im Kampf gegen diese besonders schwerwiegende Form des Kindesmissbrauchs [Wikipedia]

Globaler Bericht über Kindersoldaten

In vielen Ländern werden auch Mädchen als Soldaten eingesetzt, ihre Zahl ist allerdings sehr viel geringer als die der Jungen [Uni Kassel]

Ruanda/Diözese Bryumba - Heim für ehemalige Kindersoldaten

Als ganz persönliches Zeichen möchte China Keitetsi in ihrem Ursprungsland Ruanda ein Heim errichten, in dem ehemalige Kindersoldaten leben können und dort Therapie und Wiedereingliederung in Schule oder ins Berufsleben erfahren dürfen. Die Jungen, die das Haus bewohnen werden, werden betreut von einheimischem kirchlichem Personal, das auch mit im Heim wohnen wird. Das Projekt hat die Unterstützung des Ortsbischofs. China Keitetsi sieht die Notwendigkeit, eher ein Heim für Jungen als für Mädchen zu bauen, weil es mehr Jungen gibt, die Kindersoldaten waren und ihr viele ihrer Schicksale persönlich bekannt sind. Zunächst ist geplant, 15 Jungen aufzunehmen. Das Haus wird aber so gebaut werden, dass auch eine größere Anzahl Jungen Aufnahme finden kann [mehr]

Diesen Bericht nenne ich einen Lichtblick bei den ganzen Genderprojekten in Afrika, denn eine Selbstverständlichkeit ist genanntes Projekt nicht. Bei der langen Suche zu diesem Thema war es aber auch das Einzige, welches sich nur um die überwiegend betroffenen Jungen kümmert.

Auch unser Außenminister hat sich das Thema zu Herzen genommen und will aktiv sein, wie nachstehender Bericht zeigt.

Bundesaußenminister Westerwelle bei Veranstaltung gegen den Einsatz von Kindersoldaten

[..]Am diesjährigen Red Hand Day (12.02.) übergeben Kinder und Jugendliche ihre Handabdrücke an Bundesaußenminister Guido Westerwelle, der sich ebenfalls mit dem roten Abdruck seiner Hand beteiligt. Die Moderatorin Miriam Pielhau führt durch den Red Hand Day. Der Musiker Wolfgang Niedecken singt eine Akustik-Version des BAP-Liedes Noh Gulu [mehr]

Zum Schluss möchte ich noch auf WikiMANNia und den Artikel “Orden von der weißen Feder” verlinken [hier]
Zwar habe ich keine geschlechtsspezifischen Zahlen gefunden, wer Kinder in heutigen Kriegen rekrutiert, zumindest möchte ich aber darauf hinweisen, das auch Frauen das ihrige dazu beitragen, Kinder in Kriege zu schicken.

Links
CHILD SOLDIERS Global Report 2008 (PDF - 7,11MB) Englische Version
Kindersoldaten als Akteure der neuen Kriege
Zehn Jahre UN-Kinderrechtskonvention - Eine Zwischenbilanz
Unicef - Gewalt gegen Kinder
Initiativen und Vereinbarungen gegen die Rekrutierung [terre des hommes]
Daten und Fakten zum Thema Kindersoldaten [terre des hommes]
Mädchen und Krieg [terre des hommes]
Umfangreiche Informationen, Berichte, Programme und Vorhaben [Uni Kassel]

Männerdiskriminierung in Haiti

Sonntag, 07. Februar 2010

un-haiti ‘Die Nahrungsmittelversorgung der Männer in die Hände von Frauen zu legen, also Männer in einem zentralen Bereich ihres Überlebens vom guten Willen von Frauen abhängig zu machen, wird hier als Mittel des sozialen Ingenieurwesens zur Umgestaltung der Geschlechterverhältnisse in Drittweltländern eingesetzt’ [hier]

Dieser (Teil-)Beitrag wurde von Holger unter dem Titel “Haiti und andere Katastrophen- die Nächste” im WGvdL-Forum eingestellt [hier]

Zunächst wollte ich im Forum darauf antworten, aber da mir immer mehr Argumente zur Thematik Männerdiskriminierung einfielen, mache ich zwei eigenständige Beiträge in diesem Blog daraus. Zunächst zum Thema “Haiti”.

Angesichts solcher “Selbstverständlichkeiten”, namentlich die Nahrungsmittelversorgung und damit nicht nur Abhängigkeiten, sondern das überleben der Männer in Frauenhände zu legen, fühle ich mich fast ohnmächtig vor Zorn. Im Männerrechte-Forum von MANNdat hat Frank auf den Blog der Welthungerhilfe verwiesen, die ebenfalls offen für Männerdiskriminierung eintreten.

Und deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen, nur an Frauen zu verteilen: Die sind vernünftiger, nicht so gewalttätig wie (junge) Männer – und bei ihnen sind die verteilten Waren gut aufgehoben. Die Kollegen von unserer Partnerorganisation M.Ko.Ze haben tags zuvor 850 Familien ausgewählt, die heute große robuste Planen und Seile erhalten werden. Bei der Auswahl gibt es klare Kriterien: Alte (alleinstehende) Frauen, Schwangere, Kranke, Familien mit vielen Kindern und solche, die noch gar nichts bekommen haben, haben Vorrang. Sie sind auf eine Liste gekommen und haben für die Verteilung kleine Kärtchen mit einer Nummer, unserem Stempel und ihrem Namen erhalten. Dadurch wissen wir heute, wer zu Recht in der Schlange steht. Kein Zettel, keine Planen – so geht es einfach und gerecht zu [hier]

Mich erinnert das an unsere Schulen: Brave Mädchen bekommen gute Noten, während die nicht konform agierenden Jungs schlechter benotet werden. Es glaubt doch wohl keiner, dass es in einem Katastrophengebiet geordnet und gesittet zugeht, oder? Fragen sich die Helfer eigentlich, wie Väter ihre Familien ernähren sollen, wenn sie von der Nahrungsverteilung ausgeschlossen werden? Denken Helfer überhaupt daran, das es verletzte Frauen geben könnte, die gar nicht in der Lage sind, Lebensmittel zu besorgen? Soll ein Vater etwa ohnmächtig zusehen, wie seine Kinder verhungern, weil seine Frau entweder verletzt oder tot ist? Was ist mit schwachen Männern, die es schließlich auch gibt? Wie gehen Helfer mit den Männern um, deren Familien gestorben sind? Die Antwort auf meine Fragen gibt Roslin im Männerrechte-Forum.

Elaine Enarson meint: “Katastrophen können mächtige Befreier sein.”

“Die Teilnehmer (Anm. von mir: am E-Forum) dieser Woche waren vorsichtig optimistisch (bestenfalls!) hinsichtlich der Möglichkeit, die Geschlechterverhältnisse im Gefolge von Naturkatastrophen aufzubrechen und umzugestalten (Anm. von mir: natürlich allein in feministischem Sinne).
Dass es solche Veränderungsmöglichkeiten gibt, stand außer Frage.
Die meisten werden wohl Bahattin Aksits Beobachtungen in der Türkei (Anm.: nach einem schweren Erdbeben) zustimmen, dass der Zusammenbruch der physischen und sozialen Lebensordnung bei einer Naturkatastrophe die Chance eröffent, die Geschlechterrollen dauerhaft umzuformen, weit über die Zeit der Katastrophe selbst hinaus.” [mehr]

Wie man dem Beitrag von Roslin weiter entnehmen kann, wurden diese Möglichkeiten bereits erprobt, schlugen aber fehl. Wer Geschlechterrassismus in Katastrophengebieten betreibt, braucht sich über entsprechende Reaktionen nicht wundern.

Polizei in Haiti erschießt Mann wegen einem Sack Reis

Dienstag, 02. Februar 2010

Haiti im Ausnahmezustand Was passiert, wenn Hetze gegen Männer betrieben und “Hilfe nur für Frauen” gefordert wird, kann man sich in einem Video auf folgendem Blog anschauen.

‘Polizei in Haiti erschießt Mann wegen Plünderung’

PORT-AU-PRINCE - Die Polizei von Haiti hat in Port-au-Prince einen Mann erschossen, der einen Sack Reis unter dem Arm hatte.

Er sei vermutlich für einen Plünderer gehalten worden, berichtete der US-Sender CNN. Augenzeugen zufolge waren einige Säcke mit Reis von einem Laster gefallen.

Passanten hätten diese aufgesammelt. Auf ihrem Weg seien sie dann von Polizisten mit den Hilfsgütern gesehen worden. Die Beamten hätten daraufhin das Feuer eröffnet und einen der Männer, einen 20-jährigen Tischler, von hinten tödlich getroffen.

Das CNN-Video zeigt die schockierenden Bilder, wie einer der Männer auf offener Straße verblutet [hier]

Die trauernde Mutter des Jungen wird am Ende des Videos gezeigt. Vielleicht läuft auch der Vater in der Hoffnung herum, Lebensmittel für die Familie zu bekommen oder Geschwister, die alle einen wunderbaren Menschen verloren haben. Vielleicht war der Junge aber das einzige überlebende, männliche Familienmitglied und die Mutter ist jetzt gänzlich ohne Hilfe. Aber soweit denken bestimmte feministische Kreise nicht, wenn sie der Forderung Nachdruck verleihen, Nahrungsmittel für Männer zu verweigern.

Tampons wertvoller als Männer

Dienstag, 02. Februar 2010

Tote in Haiti Männer sind weniger wert als Tampons

Inzwischen ist wohl jedem bekannt, wie Feministinnen die schreckliche Tragödie des Erdbebens auf Haiti instrumentalisieren, um ihre eigene Agenda voranzutreiben, indem man so viele Frauen wie möglich rettet und so viele Männer wie möglich sterben lässt.

Die kurzschlussartige Antwort auf Kritik an Gruppen wie dem Netzwerk “Geschlecht und Katastrophe” und MADRE ist durchgehend, dass dies ja lediglich zusätzliche Hilfe für Frauen wäre und wie man dagegen denn etwas einzuwenden haben könne.

Jede rationale, nicht sexistische Person hätte aber etwas dagegen einzuwenden, weil es eben nicht nur zusätzliche Hilfe für Frauen ist. Wer dieser Ansicht dennoch vertritt, der glaubt vermutlich auch, dass Geld einfach so aus der Luft gezaubert wird.

Simsalabim! Hier sind nochmal tausend Dollar, um Frauen zu helfen!

Hilfsorganisationen sammeln Spenden. Jede Hilfsorganisation, die exklusiv für Frauen sammelt, sammelt Geld, welches andernfalls an eine Hilfsorganisation gegangen wäre, welche für Männer und Frauen sammelt. Für Leute. Für Menschen.

Jeder Dollar, der an eine Hilfsorganisation nur für Frauen geht, ist ein Dollar, der einer Hilfsorganisation weg genommen wird, die Frauen und Männern hilft.

Die betreffenden Hilfsorganisationen wissen das auch. Sie schließen Männer aus, bewusst, absichtlich, gezielt; Männer, die sie nicht kennen, welche aber dennoch als Vergewaltiger, gewalttätige Misshandler abgeurteilt werden und die man darum sterben lassen soll (ja, diese Begründung ist ziemlich ausdrücklich von diesen Hilfsorganisationen heran gezogen worden, einfach dem obigen link folgen).

Aber könnte es wahr sein, dass Frauen mehr Bedürfnisse haben als Männer und daher tatsächlich auch mehr Hilfe benötigen als Männer?

Eine feministische Webseite meinte dazu, während Robert Franklins Forderung, Männer nicht wie Bürger zweiter Klasse zu behandeln, gerade verspottet wurde:

“Offenbar geht Mr. Hochwohlgeboren Franklin nicht oft in die Drogerie, sonst wüsste er, dass Hygiene unser ach-so-sauberer Euphemismus für Sanitärartikel - Moment, das ist ja auch ein Euphemismus - ok, entschuldigen Sie meine Taktlosigkeit - es bedeutet Tampons und Binden, die Frauen benutzen, wenn sie MENSTRUIEREN.”

Hier haben wir eine sehr eindeutige Wertzuweisung. Geld - welches andernfalls dazu dienen würde, Männern das Leben zu retten - sollte aus Sicht dieser Feministinnen besser dafür ausgegeben werden, um Tampons für Frauen bereit zu stellen, die bereits gerettet wurden.

Diese Feministin glaubt, dass Tampons mehr wert sind als das Leben von Männern.

Übertreibe ich? Keineswegs.

Gäbe man das Geld nicht für Tampons für bereits gerettete Frauen aus, würde es stattdessen für Rettungsversuche verwendet, für Männer, die unter Trümmern gefangen sind, schwer verletzt und medizinischer Hilfe bedürftig sind, für Männer ohne Essen und Wasser.

Aber Männer sind vom Feminismus so gründlich entmenschlicht worden, dass Tampons ein höherer Wert zuerkannt wird als dem Leben von Männern.

Und so könnte es passieren, dass Männer einen schmerzvollen Tod erleiden, weil es als angemessener erachtet wird, Frauen in ihrem Lebenskomfort zu unterstützen, als Männern dabei, überhaupt erst zu überleben.

Männer, ich möchte, dass ihr darüber lange und genau nachdenkt. Für eine Feministin seid ihr weniger wert als ein Tampon. Für die seid ihr weniger wert als Toilettenpapier. Wenn es irgendwas gibt, das das Leben einer Frau angenehmer macht, dann stößt sie euch vor den Bus - und das meine ich wörtlich - um es zu kriegen.

Es ist klar ersichtlich, wenn die oben zitierte Feministin den Wert von Männern gegenüber einem unbelebten Objekt abzuwägen hat, dann entscheidet sie, dass das unbelebte Objekt mehr wert ist. Das ist wirklich das Entmenschlichenste, das ich jemals gehört habe; wenn die Zeit jemals reif war, den Begriff Feminazi zu benutzen, dann ist es höchstwahrscheinlich dieser Augenblick.

An jeden Mann, der mit dem Feminismus nach dieser schockierenden Episode noch gemeinsame Sache macht: Du bist ein Idiot, ein Kollaborateur, ein Renfield und ein Quisling - und ich hoffe, du begreifst das, wenn du unter einem Erdrutsch zerquetscht wirst und die dein Leben geringer schätzen als einen Tampon.

Eine sehr einfache Lektion in feministischer Moral.

Kann eine Frau ohne Tampons überleben? Ja.

Werden alle von dieser Katastrophe betroffenen Männer überleben? Nein. Das ist eine gegebene Tatsache.

Jede vernünftige Person würde darauf bestehen, dass die vorhandenen Mittel dazu benutzt werden sollten, um so viele Menschen wie möglich zu retten - und sie nicht dafür zur Verfügung zu stellen, um jene, die bereits überlebt haben, mit Dingen zu versorgen, die sie nicht brauchen, um zu überleben.

Aber für eine Feministin sind Tampons mehr wert als die Leben von Männern.

Auch dieser Beitrag ist die Übersetzung eines Users aus dem WGvdL-Forum zum Blogeintrag “Men Are Worth Less Than Tampons” [hier]

Quelle: WGvdL-Forum