Mit ‘Gesundheit’ getaggte Artikel

Weltfrauentag in den Bundesministerien

Dienstag, 09. März 2010
©by Kunstzirkus/Pixelio.de

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Auch im Dialog der Kulturen muss die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern oberstes Ziel bleiben. Dies forderte Staatsministerin Cornelia Pieper anlässlich des Internationalen Tags der Frau [Auswärtiges Amt]

Kristina Schröder stellt Schwerpunkte ihrer Gleichstellungspolitik im Bundestag vor

So haben Frauen heute zwar die besseren Schulabschlüsse und stellen die Mehrzahl der Studienanfänger, verdienen aber schon beim Berufseinstieg weniger und machen dann seltener und langsamer Karriere. Zu den Ursachen dieser Entwicklung erklärte die Bundesfamilienministerin: “Hier zeigt sich in Strukturen, Kulturen und Denkmustern nicht nur eine Benachteiligung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Hier zeigt sich auch eine Benachteiligung von Menschen - von Frauen und Männern - aufgrund von Fürsorgeaufgaben in der Familie.” [BMFSFJ]

Neue Broschüren zur seelischen und körperlichen Gesundheit von Frauen

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März erklärt die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz: „Gesund zu bleiben, persönlich zufrieden zu sein, Fähigkeiten und Talente zu entwickeln, daran hat jede und jeder Einzelne ebenso ein Interesse wie unsere Gesellschaft als Ganzes. Gesundheit braucht immer wieder neue Impulse und ein ausgewogenes Verhältnis von Aktivität und Auszeit. Dazu gehört es, eigene Prioritäten zu setzen, Entspannung und Ausgleich zu finden. Dies gilt besonders für Frauen, die sich in Beruf und Familie vielfältigen Herausforderungen stellen.“ [Gesundheitsministerium]

100 Jahre Internationaler Frauentag

Anlässlich des 100-jährigen internationalen Frauentages am 8. März erklärt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel:

70 Prozent der armen Bevölkerung weltweit sind Frauen. Ursachen dafür sind Diskriminierungen von Frauen im Bereich Kontrolle über Eigentum, Land und Ressourcen. Weltweit verfügen Frauen nur über 2 Prozent der Bodenrechte, sichern aber gleichzeitig durch die landwirtschaftliche Produktion die Existenz ihrer Familien, denn in vielen Ländern leisten sie mehr als 80 Prozent der landwirtschaftlichen Arbeit [Entwicklungsministerium]

Frauenrechte sind Menschenrechte

Häusliche Gewalt und Irrwege der Traditionen

[..]Gerade in armen Ländern haben Frauen und Mädchen keinen oder einen schlechteren Zugang zu Bildung, zu Gesundheit oder Aufklärung. Die männlichen Nachkommen werden bevorzugt behandelt.

Doch immer noch sind da häusliche Gewalt, Zwangsheirat oder so genannte Ehrenmorde, die das Leben vieler Mädchen und Frauen zerstören. Auch systematische Vergewaltigungen als Waffe bei Konflikten (beispielsweise im Kongo) bringen ungeahntes Leid. Sexuelle Gewalt wird nicht nur eingesetzt, um Macht zu demonstrieren, sondern um die Gegenseite zu demütigen und um das soziale Gefüge zu zerstören. Oftmals werden die Frauen und Mädchen nach einer Vergewaltigung von der eigenen Familie verstoßen und von der Gesellschaft ausgegrenzt [Bundesregierung]

Fazit
Kristina Schröder scheint tatsächlich mehr Wert auf ein Miteinander als auf ein Gegeneinander zu legen. Bezeichnet ist, das kein eigener Text veröffentlicht wurde, sondern lediglich auf ihre Rede im Bundestag zur Gleichstellungsproblematik verwiesen wurde. Dirk Niebel hat altbewährtes von sich gegeben. Am schlimmsten hat diese Jahr die Bundesregierung gewütet. Ich wusste gar nicht, für welchen Teil ich mich zur Veröffentlichung entscheiden sollte.

Das häusliche Gewalt in etwa gleich von beiden Teilen ausgeht, ist bekannt, wird aber nicht thematisiert. Zwangsheirat trifft immer Mann und Frau, da diese von den älteren Generationen beschlossen wird. Hierbei sind meistens Frauen die treibenden Kräfte. Ehrenmorde werden bei uns nur thematisiert, wenn es um Mädchen oder Frauen geht. Dabei werden z.B. in der Türkei mehr Männer als Frauen deswegen ermordet. Sexuelle Gewalt gibt es ebenfalls nicht nur gegen Frauen, denn auch Männer kann man mit dieser Art der Gewalt demütigen und ausgrenzen. Das Genitalverstümmelung an Mädchen sowie an Jungen vollzogen wird, wissen anscheinend auch die wenigsten Menschen in der westlichen Welt. Von den genannten Tatsachen wollen aber unsere lieben Weltverbesserer nicht wissen.

MANNdat in der Sendung Westart des WDR Teil 1

Montag, 08. März 2010

Am Anfang des Ausschnitts spricht Thomas Gesterkamp über den Männertag, den Michael Gorbatschow initiiert hat. Interessant daran war, der er einen Unterschied bei der Lebenserwartung zwischen Männer und Frauen von 7 Jahren nennt, was ja zumindest laut neueren Statistiken nicht mehr stimmt. Seine Anmerkung, das über dieses Thema kaum öffentlich debattiert wird, war ebenfalls bemerkenswert. Nach diesem Ausschnitt kann man sich kaum vorstellen, das er erst gestern in einem Taz Artikel gegen die Männerbewegung übelst gehetzt hat.

Die Argumente von Eugen Maus sind uns allen wohl bekannt, nichtsdestotrotz fand ich es fast schon mutig, wie Herr Maus argumentiert hat. Lange Rede, kurzer Sinn: seht Euch das Video an.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Auch wenn das Standbild das Gleiche ist, es ist ein anderes Video.

BMBF schafft Grundlagen zur Gesundheit von Frauen

Freitag, 05. März 2010
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©by Martin Gapa/Pixelio.de

Geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung rückt in den Fokus

Geschlechter sind verschieden - auch wenn es um Gesundheit und Krankheit geht. So gibt es nicht nur bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel beim Herzinfarkt, sondern auch bei rheumatischen Erkrankungen oder Diabetes deutliche Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Solche Unterschiede müssen in der Gesundheitsforschung systematisch untersucht und in der Praxis der Medizin berücksichtigt werden. Sie werden bisher im klinischen Alltag oft nicht wahrgenommen, weil die fachwissenschaftlichen Darstellungen zu vereinzelt sind.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb unter Leitung von Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek, Direktorin des Instituts für Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charité Universitätsmedizin Berlin, ein Pilotprojekt zur Geschlechterforschung in der Medizin. “Mit der stärkeren Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden in der biomedizinischen Forschung und der medizinischen Praxis leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Patientinnen und Patienten besser und zielgerichteter zu helfen”, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Freitag in Berlin. “Und wir verbessern die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern im Gesundheitswesen.”

Das Pilotprojekt analysiert weltweit mit Hilfe einer aus der Systembiologie entwickelten Software die fachwissenschaftliche Literatur in Bezug auf geschlechtsspezifische Aspekte in den medizinischen Fachdisziplinen - der Pulmonologie, Rheumatologie/Immunologie, Gastroenterologie/Hepatologie, Nephrologie, Neurologie, Endokrinologie, Onkologie und Hämatologie. Unter annähernd 10.000 Veröffentlichungen konnten so rund 3000 genderrelevante Artikel ermittelt und in eine Datenbank aufgenommen werden [mehr]

Wow… die Geschlechter sind also doch verschieden… welch eine Erkenntnis… und das sogar bei Gesundheit und Krankheit.
Wieso heißt Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern im Gesundheitswesen, das Frauengesundheit gefördert wird, wenn es die Männer sind, die immer noch 5 - 6 Jahre früher sterben? Verstehe einer die Politiker ;-)

Männergesundheitstag in Saarbrücken

Freitag, 05. Februar 2010

Männergesundheitstag im Sarbrücker Schloss 7. Februar 2010 • von 10.00 - 18.00 Uhr im Saarbrücker Schloss

Mit dem Start ins neue Jahr rückt ein Thema immer ganz besonders in den Mittelpunkt unserer Überlegungen: das Thema Gesundheit. Rückblickend resümieren und bilanzieren wir unsere kleinen und großen Sünden: Fastfood statt ‚five a day‘, blauer Dunst und Alkohol, zuviel Stress, zu wenig Bewegung. Das schlechte Gewissen lässt uns keine Ruhe, wir geloben Besserung und fassen gute Vorsätze. Nur leider verblassen die guten Vorsätze erfahrungsgemäß je länger das Jahr voranschreitet, unser größter Feind hingegen, der innere Schweinehund wird stärker.
Der Männergesundheitstag im Saarbrücker Schloss hilft Ihnen, Ihre guten Vorsätze in die Tat umzusetzen: fachkompetente Vorträge, medizinische Check-ups, Entspannungs- und Bewegungsangebote sind erste Schritte auf dem richtigen Weg.
Aber nicht nur das. Mit dem Männergesundheitstag wollen wir Sie ermuntern, eingefahrene Muster und Verhaltensweisen zu überdenken und neue Wege zu gehen in Richtung einer lebbaren und lustvollen Männergesundheit. Traditionelle Rollenmuster halten uns häufig gefangen, so steht z. B. Risikoverhalten für ausgeprägte Männlichkeit, bedeutet aber gleichzeitig auch geringere Lebenserwartung. Gesund zu leben bedeutet weder Askese noch Weichei sondern einfach mehr Lebensqualität. Voraussetzung, Mann packt´s an.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen! [hier] • Programm zum download [hier]

Nur zur Info.

WikiMANNIa: GesundheitPsycheGesundheitsvorsorge

Tampons wertvoller als Männer

Dienstag, 02. Februar 2010

Tote in Haiti Männer sind weniger wert als Tampons

Inzwischen ist wohl jedem bekannt, wie Feministinnen die schreckliche Tragödie des Erdbebens auf Haiti instrumentalisieren, um ihre eigene Agenda voranzutreiben, indem man so viele Frauen wie möglich rettet und so viele Männer wie möglich sterben lässt.

Die kurzschlussartige Antwort auf Kritik an Gruppen wie dem Netzwerk “Geschlecht und Katastrophe” und MADRE ist durchgehend, dass dies ja lediglich zusätzliche Hilfe für Frauen wäre und wie man dagegen denn etwas einzuwenden haben könne.

Jede rationale, nicht sexistische Person hätte aber etwas dagegen einzuwenden, weil es eben nicht nur zusätzliche Hilfe für Frauen ist. Wer dieser Ansicht dennoch vertritt, der glaubt vermutlich auch, dass Geld einfach so aus der Luft gezaubert wird.

Simsalabim! Hier sind nochmal tausend Dollar, um Frauen zu helfen!

Hilfsorganisationen sammeln Spenden. Jede Hilfsorganisation, die exklusiv für Frauen sammelt, sammelt Geld, welches andernfalls an eine Hilfsorganisation gegangen wäre, welche für Männer und Frauen sammelt. Für Leute. Für Menschen.

Jeder Dollar, der an eine Hilfsorganisation nur für Frauen geht, ist ein Dollar, der einer Hilfsorganisation weg genommen wird, die Frauen und Männern hilft.

Die betreffenden Hilfsorganisationen wissen das auch. Sie schließen Männer aus, bewusst, absichtlich, gezielt; Männer, die sie nicht kennen, welche aber dennoch als Vergewaltiger, gewalttätige Misshandler abgeurteilt werden und die man darum sterben lassen soll (ja, diese Begründung ist ziemlich ausdrücklich von diesen Hilfsorganisationen heran gezogen worden, einfach dem obigen link folgen).

Aber könnte es wahr sein, dass Frauen mehr Bedürfnisse haben als Männer und daher tatsächlich auch mehr Hilfe benötigen als Männer?

Eine feministische Webseite meinte dazu, während Robert Franklins Forderung, Männer nicht wie Bürger zweiter Klasse zu behandeln, gerade verspottet wurde:

“Offenbar geht Mr. Hochwohlgeboren Franklin nicht oft in die Drogerie, sonst wüsste er, dass Hygiene unser ach-so-sauberer Euphemismus für Sanitärartikel - Moment, das ist ja auch ein Euphemismus - ok, entschuldigen Sie meine Taktlosigkeit - es bedeutet Tampons und Binden, die Frauen benutzen, wenn sie MENSTRUIEREN.”

Hier haben wir eine sehr eindeutige Wertzuweisung. Geld - welches andernfalls dazu dienen würde, Männern das Leben zu retten - sollte aus Sicht dieser Feministinnen besser dafür ausgegeben werden, um Tampons für Frauen bereit zu stellen, die bereits gerettet wurden.

Diese Feministin glaubt, dass Tampons mehr wert sind als das Leben von Männern.

Übertreibe ich? Keineswegs.

Gäbe man das Geld nicht für Tampons für bereits gerettete Frauen aus, würde es stattdessen für Rettungsversuche verwendet, für Männer, die unter Trümmern gefangen sind, schwer verletzt und medizinischer Hilfe bedürftig sind, für Männer ohne Essen und Wasser.

Aber Männer sind vom Feminismus so gründlich entmenschlicht worden, dass Tampons ein höherer Wert zuerkannt wird als dem Leben von Männern.

Und so könnte es passieren, dass Männer einen schmerzvollen Tod erleiden, weil es als angemessener erachtet wird, Frauen in ihrem Lebenskomfort zu unterstützen, als Männern dabei, überhaupt erst zu überleben.

Männer, ich möchte, dass ihr darüber lange und genau nachdenkt. Für eine Feministin seid ihr weniger wert als ein Tampon. Für die seid ihr weniger wert als Toilettenpapier. Wenn es irgendwas gibt, das das Leben einer Frau angenehmer macht, dann stößt sie euch vor den Bus - und das meine ich wörtlich - um es zu kriegen.

Es ist klar ersichtlich, wenn die oben zitierte Feministin den Wert von Männern gegenüber einem unbelebten Objekt abzuwägen hat, dann entscheidet sie, dass das unbelebte Objekt mehr wert ist. Das ist wirklich das Entmenschlichenste, das ich jemals gehört habe; wenn die Zeit jemals reif war, den Begriff Feminazi zu benutzen, dann ist es höchstwahrscheinlich dieser Augenblick.

An jeden Mann, der mit dem Feminismus nach dieser schockierenden Episode noch gemeinsame Sache macht: Du bist ein Idiot, ein Kollaborateur, ein Renfield und ein Quisling - und ich hoffe, du begreifst das, wenn du unter einem Erdrutsch zerquetscht wirst und die dein Leben geringer schätzen als einen Tampon.

Eine sehr einfache Lektion in feministischer Moral.

Kann eine Frau ohne Tampons überleben? Ja.

Werden alle von dieser Katastrophe betroffenen Männer überleben? Nein. Das ist eine gegebene Tatsache.

Jede vernünftige Person würde darauf bestehen, dass die vorhandenen Mittel dazu benutzt werden sollten, um so viele Menschen wie möglich zu retten - und sie nicht dafür zur Verfügung zu stellen, um jene, die bereits überlebt haben, mit Dingen zu versorgen, die sie nicht brauchen, um zu überleben.

Aber für eine Feministin sind Tampons mehr wert als die Leben von Männern.

Auch dieser Beitrag ist die Übersetzung eines Users aus dem WGvdL-Forum zum Blogeintrag “Men Are Worth Less Than Tampons” [hier]

Quelle: WGvdL-Forum

Themenabend: Männergesundheit

Montag, 01. Februar 2010
©by Maryline Weynand/Pixelio.de

©by Maryline Weynand/Pixelio.de

Das diesjährige Motto der Volkshochschule Ludwigshafen lautet „Starke Männer“. Gestartet wird u.a. mit einem Themenabend zur Männergesundheit. Mehr dazu [hier]

Eugen Maus schreibt dazu im Männerrechte-Forum von MANNdat [hier]

Männer werden von Politiker/innen nicht gerade verwöhnt, was die Aufmerksamkeit für ihre gesundheitlichen Belange betrifft. Noch immer verzichtet die Bundesregierung darauf, sich einen Männergesundheitsbericht vorlegen zu lassen, und was sie nicht weiß, das macht sie nicht heiß. Zu männerspezifischen Gesundheitsproblemen empfehlen wir „der Politik“ deshalb gerne diese Seiten:  http://manndat.de/fileadmin/Dokumente/Pressemitteilung_Killed-at-Work-Day.pdf oder hier http://www.manndat.de/index.php?id=41

Daher ist es äußerst begrüßenswert, wenn zumindest auf lokaler Ebene Befindlichkeiten von Männern auch mal in den öffentlichen Blickpunkt gerückt werden.

Besonders angenehm fällt auf, dass in obigem Zusammenhang auf die üblichen, dümmlichen Klischees und Schuldzuweisungen verzichtet wird. Männer als „das starke Geschlecht, das schwächelt“, Männer als Gesundheitsmuffel … google landet in 0,34 Sekunden 21.300.000 Treffer für „das starke Geschlecht“, und weit überwiegend ist der Tenor misandrisch bis hämisch. Davon ist im Programm der VHS Ludwigshafen erfreulicherweise keine Rede.

Es sollte nicht darum gehen, die Männer zu ändern, sondern zu allererst darum, ihre rechtliche und gesellschaftliche Lage zu verbessern. Wenn das Motto der Volkshochschule Ludwigshafen dazu beitragen sollte, dann wäre das ein absolutes Novum in der geschlechtsspezifischen öffentlichen Gesundheitsfürsorge.

Nur zur Info.

WikiMANNia: GesundheitGesundheitsvorsorgePsycheLebenserwartung

Lage der Kinder in Deutschland 2010

Samstag, 16. Januar 2010

kristina-koehler Dr. Kristina Köhler hat gemeinsam mit UNICEF am 14. Januar in Berlin die neue UNICEF-Studie “Zur Lage der Kinder in Deutschland 2010 - Kinder stärken für eine ungewisse Zukunft” vorgestellt. Die Studie belegt: Deutschlands Kindern geht es im internationalen Vergleich gut. Im Vergleich zu 2007 hat sich Deutschland mit dem 8. Platz von 21 Ländern um drei Ränge verbessert.

Die Studie zeigt unter anderem, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland ausnehmend gut mit ihrer Familie und mit Gleichaltrigen auskommen. Für drei von vier deutschen Jugendlichen sind die Eltern die wichtigsten Vertrauenspersonen, mit denen sie reden können. Sie haben hilfsbereite Freunde und Mitschüler und gehen zu einem hohen Anteil gerne zur Schule [mehr]

Nach dieser Aussage muss man sich fragen, warum in Deutschland alles getan wird, um Familien zu zerstören. Es heißt allerdings nicht umsonst: An ihren Taten sollt ihr sie erkennen, nicht an ihren Worten. Nachfolgend noch ein paar Sätze aus der UNICEF-Pressemitteilung.

1. Dimension „Materielles Wohlbefinden“

Anhaltend schwierig ist die materielle Situation vieler Kinder in Deutschland. Insbesondere Kinder, die bei Alleinerziehenden aufwachsen, sind überproportional von Armut betroffen. Von rund 2 Millionen Kindern und Jugendlichen, die mit nur einem Elternteil aufwachsen, müssen 34 Prozent oder fast 700.000 Kinder mit weniger als 60 Prozent des Äquivalenzeinkommens auskommen. Rund 350.000 verfügen sogar nur über weniger als 50 Prozent. Der Armutsdruck für Alleinerziehende ist seit zwölf Jahren unverändert hoch. Selbst wenn sie es schaffen, berufstätig zu sein, ist es ihnen kaum möglich, der Armut zu entkommen.

3. Dimension „Bildung und Ausbildung“

In diesem Bereich sehen die Autoren trotz Fortschritten auch Besorgnis erregende Trends. So gibt es messbare Leistungsverbesserungen beim Lesen, in Mathematik und den Naturwissenschaften. Deutschland liegt jetzt auf Platz sechs auf einem Niveau mit Schweden. Aber viele Kinder und Jugendliche blicken sehr düster in ihre berufliche Zukunft: So erwarten knapp 25 Prozent, dass sie nach Beendigung der Schule und der Ausbildung nur Arbeiten mit niedriger Qualifikation ausüben werden. In den USA, die im Gesamtvergleich ganz hinten liegen, haben nur 9 Prozent eine so pessimistische Erwartung hinsichtlich ihrer Zukunftschancen. Deutschland liegt hier auf dem letzten Platz aller untersuchten Industrieländer.

6. Dimension „Subjektives Wohlbefinden“

Hinsichtlich der eigenen Einschätzung von Kindern und Jugendlichen zu ihrer Lebenssituation befindet sich Deutschland insgesamt auf Rang neun. Hinter diesem Mittelplatz verbergen sich allerdings einige gravierende Probleme: 6 Prozent der Heranwachsenden erleben sich als Außenseiter. 11 Prozent der befragten 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland geben an, sich “unbehaglich und fehl am Platz” zu fühlen. Etwa jeder dritte 15-Jährige sagt, dass er sich “alleine” fühlt. Bei der Lebenszufriedenheit insgesamt liegt Deutschland dann sogar auf dem viertletzten Platz von 21 Ländern. Erfreulich ist dagegen: Überdurchschnittlich hoch – bei fast 36 Prozent - liegt der Anteil der Kinder in Deutschland, die die Schule nach eigenen Angaben “sehr gerne” mögen.

Ich habe bisher nur den Anfang der Studie gelesen, aber dieser war aus meiner Sicht zumindest ungewöhnlich. Es wird über die Lebenssituation von Erich Kästner als Kind geschrieben und das dieser es trotz bescheidener, materieller Verhältnisse in seinem Elternhaus geschafft hat, aus sich etwas zu machen.

Links
UNICEF Pressemitteilung zur Lage der Kinder in Industrieländern 2010
UNICEF-Studie zur Lage der Kinder in Industrieländern 2010

Trennungseltern-Kundgebung 2009

Samstag, 05. Dezember 2009
©by Lukas/Pixelio.de

©by Lukas/Pixelio.de

in der Stadt des Rechts - auf dem Platz der Grundrechte - zum Tag der Menschenrechte - gegen Menschenrechtsverletzungen im deutschen Familienrecht mit

MauernDEMOntage

Auch die bundesweit bekannten Blauen Weihnachtsmänner werden auf die Sorgen und Nöte von Trennungskindern aufmerksam machen

Der Landesverband Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Kreisverein Karlsruhe des Vereins „Väteraufbruch für Kinder e.V.“ ruft – wie schon seit einigen Jahren – am Sonntag vor dem Tag der Menschenrechte zu einer Kundgebung auf, um gegen Menschenrechtsverletzungen in Deutschland aufmerksam zu machen.

Unter dem Motto „MauerDEMOntage“ versammeln sich am Sonntag, den 6.12.2009, Menschen- und Kinderrechtsgruppen aus Baden-Württemberg und den angrenzenden Bundesländern von 14 bis 16 Uhr auf dem Platz der Menschenrechte vor dem Karlsruher Schlossplatz.

Hintergrund sind gehäufte Ermahnungen des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, der Deutschland bei der Missachtung von Menschenrechten im Familienrecht mehrfach für schuldig befunden hat. Darüber können sich interessierte Personenkreise an einem Infostand austauschen. Redebeiträge werden das Problem anhand von Beispielen erläutern.

Im Zentrum steht in diesem Jahr der Themenkomplex Gesundheit. Regelmäßig sind Trennungen und Scheidungen begleitet von sozialem Abstieg. Die staatlichen Beratungsstellen werden den Problemen von Vätern und Müttern, die den Kontakt zu ihren Kindern verloren haben, nicht gerecht. Diese Eltern finden beim Väteraufbruch für Kinder Rat und Unterstützung. In unseren Reihen häufen sich die Fälle, in denen ausgegrenzte Eltern aufgrund nachhaltig beeinträchtigter Lebensqualität unter schweren Depressionen, chronischen Erkrankungen bis hin zu lebensbedrohlichen Krankheitsbildern und Invalidität leiden. Gemäß Artikel 2 Abs. 2 des Grundgesetzes hat jeder Mensch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Unsere öffentliche Frage zum Tag der Menschenrechte lautet deshalb:

Werden durch einseitige Vorgehensweisen staatlich beigeordneter Trennungsbegleiter Elternexistenzen bedroht oder gar zerstört?

Der Väteraufbruch für Kinder fordert, die MAUERN einzureißen, die Eltern von ihren Kindern ungerechtfertigt trennen, denn nur mit beiden Elternteilen steht den Kindern ihre vollständige Identität zur Verfügung. Auf diese Situation machen auch dieses Jahr wieder die Blauen Weihnachtsmänner aufmerksam. In ihren Kostümen treten sie in der Öffentlichkeit in Erscheinung, denn sie wollen nicht weiterhin die Ausgrenzung von ihren Kindern erleben müssen. Sie wollen endlich Änderungen.

Weitere Informationen zur Kundgebung sind im Internet zu finden unter

www.vafk-bw.de oder www.vaeteraufbruch.de
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung:
Helge Mesner - mesner@vafk-bw.de - 0163 1755775
2. Vorsitzender Landesverband Baden-Württemberg

Welt-Aids-Tag am 1. Dezember

Dienstag, 01. Dezember 2009

philipp-roesler-zeigt-auf-schleife-zur-welt-aids-tag-aktion55.000 Männer und 12.000 Frauen leben hierzulande mit der Immunschwächekrankheit HIV/Aids. Das ist zwar die niedrigste Rate in Westeuropa – doch bei weitem kein Anlass zur Entwarnung.

Mit rund 3.000 Neuinfektionen in diesem Jahr scheint sich die Zahl der HIV-Diagnosen seit drei Jahren zu stabilisieren. Gleichwohl gilt es im Kampf gegen die Immunschwäche nicht nachzulassen. Daran erinnert der Welt-Aids-Tag der Vereinten Nationen seit 1988: weltweit und jedes Jahr am 1. Dezember [mehr]

Ganz Deutschland zeigt Schleife

Berlin/Köln/Bonn, 30. November 2009. Einen Tag vor dem Welt-Aids-Tag am 1. Dezember entrollt Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler zusammen mit mehreren hundert Aids-Botschafterinnen und -Botschaftern eine über 300m² große Rote Schleife vor dem Brandenburger Tor. Dabei laufen vier Menschen in übergroßen, durchsichtigen Kugeln durch das Tor und symbolisieren die soziale Isolation von Menschen mit HIV/Aids. Das Event bildet den Höhepunkt der diesjährigen Welt-Aids-Tag-Aktion „Gemeinsam gegen Aids. Ganz Deutschland zeigt Schleife“, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung durchführt. Die Aktion will die Menschen motivieren, sich vor einer HIV-Infektion zu schützen und ruft zugleich zur Solidarität mit HIV-infizierten und aidskranken Menschen auf [mehr]

Nur zur Info, nicht das es wieder heißt, Frauen sind besonders betroffen ;-)

Frauen in schlechtem Gesundheitszustand

Dienstag, 01. Dezember 2009
©by Sabine-Susann Singler/Pixelio.de

©by Sabine-Susann Singler/Pixelio.de

Bundesrat • Drucksache 793/09 • 28.10.09

Mitteilung der Kommission der Europäischen Gemeinschaften an das Europäische Parlament, den Rat, den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss und den Ausschuss der Regionen:
Solidarität im Gesundheitswesen - Abbau gesundheitlicher Ungleichheit in der EU KOM(2009) 567 endg.; Ratsdok. 14848/09

2. Gesundheitliche Ungleichheit in der EU

Zwar hat sich der Gesundheitszustand der EU-Bürgerinnen und -Bürger im Durchschnitt in den letzten Jahrzehnten stetig verbessert, doch gibt es noch immer gesundheitliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilen der EU sowie zwischen den am besten gestellten und den benachteiligtsten Bevölkerungsgruppen. In manchen Fällen haben sich diese sogar vergrößert. Todesfälle bei Kleinkindern unter einem Jahr sind in manchen EU-Mitgliedstaaten fünfmal so häufig wie in anderen; die Lebenserwartung unterscheidet sich bei Männern um 14 Jahre, bei Frauen um 8 Jahre.

In der gesamten EU gibt es ein soziales Gefälle in Bezug auf den Gesundheitszustand. Menschen mit niedrigerem Bildungsstand, geringerer beruflicher Qualifikation und geringerem Einkommen sterben in der Regel jünger und weisen bei den meisten Gesundheitsstörungen eine höhere Prävalenz auf. Arbeiter, die vorwiegend manuelle oder repetitive Routineaufgaben ausführen, weisen einen schlechteren Gesundheitszustand auf als diejenigen, die keine manuelle und weniger repetitive Arbeit leisten. Die Unterschiede der Lebenserwartung bei der Geburt betragen zwischen den niedrigsten und den höchsten sozioökonomischen Gruppen bei Männern 10 und bei Frauen 6 Jahre. Es gibt auch eine wichtige geschlechtsspezifische Dimension: Frauen leben länger als Männer, verbringen aber einen größeren Teil ihres Lebens in schlechtem Gesundheitszustand [mehr]

Und ich dachte immer, Frauen können alles besser, so auch für ihre Gesundheit sorgen. Sie gehen öfters zum Arzt, nehmen überwiegend Rehabilitation und Kuren in Anspruch, eine ganze Wellness Industrie lebt von ihnen und trotzdem verbringen sie - wohlgemerkt in Europa - einen größeren Teil ihres Lebens in einem schlechteren Gesundheitszustand als Männer? Obwohl Männer wesentlich weniger Geld für ihre Gesundheit ausgeben und zudem auch noch mehr Geld zu Frauen transferieren, muss immer noch mehr für diese getan werden? Ich frage mich langsam, wie man die Frauen-Gender-Förderung zufrieden stellen kann. Ist das überhaupt möglich?

Natürlich habe ich absichtlich ein Bild mit einem Mann auf einem Hochspannungsmast eingestellt, denn ich selber kenne jemanden, der in Deutschland mit ansehen musste, wie sein Kollege von so einem Mast in den Tod stürzte (kein Selbstmord).

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