Mit ‘Frauenbeauftragte’ getaggte Artikel

Erster Bericht zum Männerkongress 2010

Montag, 22. Februar 2010
©by Anika Lehnert/Pixelio.de

©by Anika Lehnert/Pixelio.de

Nachfolgend der erste Eindruck eines Teilnehmers vom Männerkongress 2010 in Düsseldorf. Es ist ein langer, fast ungeheuerlicher Beitrag. Mir hat er zumindest am Anfang die Sprache verschlagen. Wer jetzt noch glaubt, das wir auf dem Weg sind, den Feminismus und seine Ausläufer am Ende zu sehen, wird hoffentlich eines Besseren belehrt. Aber lest selbst.

Liebe Mitstreiter,

anbei ein erster Versuch, meine Eindrücke vom Männerkongress zusammenzufassen. Sollte ich etwas nicht richtig darstellen, bitte ich die Teilnehmer am Kongress mich darauf hinzuweisen.

Sobald die Kongress-DVD erscheint, wird ein ausführlicherer Kommentar folgen.

Der Kongress begann mit der Ansprache der Gleichstellungsbeauftragten der Uni Düsseldorf. Wie gehabt, wurde auf die “noch immer” vorhandenen Benachteiligungen der Frauen hingewiesen: Zu wenig Professorinnen, zu wenig Lohn! Das erstaunte Auditorium erfuhr, dass die Abhaltung des Kongresses durch die Gleichstellungsbeauftragte genehmigt wurde. Wie gnädig, nicht wahr! Wenn ihr Männer Euch wie artige Kinder verhält, dann kriegt ihr ein Zuckerl.

Das der Kongress stattgefunden hat, scheint lange Zeit auf der Kippe gewesen zu sein. Man munkelt, dass der Grund dafür, die Präsenz des Herren Prof. Amendt gewesen sein soll. Während des Kongresses wurde er auch permanent von zwei Bodyguards begleitet. Der Grund dafür scheinen Morddrohungen gewesen zu sein.

Es fiel auf, dass die emeritierten Professoren viel kritischer die heute herrschenden, den Mann benachteiligenden gesellschaftlichen Zustände anprangerten, als die jüngeren, noch dem Diktat der Gleichstellungsbeauftragten ausgesetzten Professoren. Angesichts der offenen Drohung gegen Prof. Amendt und der klaren Drohung der Gleichstellungsbeauftragten, dass nur ihr genehme Kongresse von ihr genehmigt werden, ein klares Zeichen dafür, dass wir in einer Diktatur leben: Dem Matriarchat!

Einige Beiträge scheinen auf Betreiben der Gleichstellungsbeauftragten ins Programm gekommen zu sein. Im ersten Beitrag von Prof. Grammer wurde die biologische Dominanz des weiblichen Geschlechts vorgestellt, der Redner brachte sogar den Spruch aus den 80′, dass der Mann ein Fehler der Evolution wäre. Ein Zeigefinger, der länger als der Ringfinger sei, wäre ein Zeichen der Männlichkeit. Seitdem betrachte ich meine Finger gleich nach dem Aufstehen und vor dem Schlafen gehen und stelle fest, dass deren Längen zumindest von der Tagesstunde abhängen. Ob Frauen, die “männliche” Fingerlängen aufweisen auch ein Fehler der Evolution wären, wurde nicht erörtert.

Bedenkliche Zahlen nannte der zweite Redner, Prof. Krause, seines Zeichens wissenschaftlicher Sachverständiger des Psychotherapieausschusses des Bundesausschusses zur Bewertung von Heilverfahren: 30% der Bevölkerung leiden an einer psychischen Erkrankung! Bedenklich fand ich seine Äußerung zur Änderung des Gesetzes hinsichtlich Affekthandlungen: Seiner Meinung nach, sollen Schwächere beim Umbringen eines Menschen einen Bonus erhalten. Mit anderen Worten, während ein Starker oder ein Halbstarker wegen einer Affekthandlung nur wegen Tötung, nicht wegen Mord angeklagt wird, haben die Schwachen niemals diese Chance, da ihre Taten - Tötung durch Gift oder andere Methoden, ausser körperlicher Gewalt - von den Gerichten als Heimtücke, das Umbringen eines Menschen bei ihnen also immer eindeutig als Mord behandelt wird.

Prof. Hurrelmann postulierte, dass junge Männer “am traditionellen Männerbild hängen”, sie “flüchten sich in tradierten Männerrollen”, usw., usf. Als ich ihn draußen (es war kaum möglich Fragen zu stellen) auf die Rolle der Justiz in der Prägung “traditioneller Männerbilder” ansprach, gab er mir Recht, dass diese den Mann in diesen Rollen zwingt. Er pflichtete mir bei, dass also die Männer schon Änderungen haben wollen, aber nicht gelassen werden. Die Rechtsprechung ist voll davon, dass der Mann nur zahlen muss und dass er von seinen Kindern ferngehalten wird. Leider wird er aber diesen Befund niemals vortragen: Er wird nämlich keine Freigabe von der Gleichstellungsbeauftragte bekommen! Festzuhalten ist, dass eine seiner Bemerkungen den Unmut eines Großteils der Zuhörerschaft auslöste.

Am zweiten Tag kamen die mit Spannung erwarteten Beiträge der Prof. Amendt und Hollstein. Der ihnen entgegenbrandende Beifall beweist, dass sie vielen aus dem Herzen sprachen. Dazu nachdem die DVD erschienen ist, mehr.

In den darauffolgenden Workshops versuchte ich die Rolle der Justiz in der Misere des heutigen Mannes zu Sprache zu bringen. Ich fragte warum der Einfluss der Rechtsprechung in allen Forschungsvorhaben fehlt. Vergeblich! Diese Frage wurde glatt überhört.

Was mir aber sehr unangenehm aufstiess: In dem Workshop an dem ich teilnahm (Prof. Amendt) wurde auch die Arbeit der Jugendämter angesprochen und kritisiert. Bei der Bezeichnung der Hilfesuchenden verwendete man sehr oft das Unwort “Klient”. Damit haben die Diskutanden, die “Klient” http://de.wikipedia.org/wiki/Klient benutzten, meine Frage indirekt beantwortet (Zitat: “kein Rechtsschutz möglich ist”, “Mafia”, “Bei Staatszerfall ist eine solche Erscheinung normal.”).

Klient bedeutet heute ganz allgemein “Kunde”. Damit soll der Eindruck erweckt werden, dass: “Der Kunde ist bei uns der König!”.

Aha! Hat einer von Euch jemals von Sonderangebote der Jugendämter, der Gutachter, der Rechtsanwälte oder sonstiger Professionen im Sommerschlussverkauf oder Winterschlussverkauf gehört? Z. B. “Ich biete einen Abschlag von 30% auf die Verfahrensgebühr Nr. 3100 VV RVG wenn Sie mich mit Ihrer Scheidung bis 30. April beauftragen”. Oder, “50% der Verfahrengebühr Nr. 3100 VV RVG geht an die Haiti-Hilfe wenn Sie mich mit Ihrer Scheidung bis 30. April beauftragen”. Nö?? Dann scheint doch die altrömische Bedeutung von Bedeutung! Könnte es sein, dass wir doch von einer “altrömischen Dekadenz” geplagt sind??

Wie auch immer! Der Grund meiner Unmut: Gemäß Art. 6, GG hat die “staatliche Ordnung” die Ehe und die Familie zu schützen. Wenn aber die Ehe und die Familie den Professionen als “Klienten” angeboten wird (unabhängig davon, ob dieser Begriff in der altrömischen oder modernen Bedeutung verwendet wird), dann hat sich der Staat aus dem verfassungsmäßigem Schutz der Familie verabschiedet.

Ehe und Familie sind nun Gegenstand wirtschaftlicher Überlegungen der Professionen, nicht aber staatlicher Bemühungen die kleinste Zelle der Gesellschaft zu schützen.

Dann wird manches verständlicher: Divide et impera, angewandt auf die kleinste Zelle der Gesellschaft sichert den Professionen auf lange Sicht ein beständiges “Klientel”. Da der Mann für gewöhnlich der wirtschaftlich Stärkere ist, muss er am meisten geschwächt werden. Es würde mich freuen, wenn diese These eine Diskussion entfachen würde.

Der Kongress endete mit einem geschichtlichen Vortrag. Prof. Dinges erzählte uns wie natürlich sich Menschen, insbesondere Männer im 19. Jh. um ihre Familien kümmerten. Da war es normal, dass der Vater das Krankenbett seines Kindes die halbe Nacht hütete, wenn es seine Arbeit erlaubte. Das habe ich auch getan! Bin ich nun ein alter oder ein neuer “Patriarch”?

Was aber viel wichtiger ist. Er erzählte, dass früher, aufgrund der lebenslangen Arbeitsverhältnisse, der Zusammenhalt der Männer wesentlich größer war. Am Beispiel der Gesundheit, hatte er erläutert, dass aufgrund des damals herrschenden Mangels an ausgebildeten Ärzten, die Männer (und Frauen) wesentlich mehr hausmedizinische Kenntnisse besaßen als heute. Sie tauschten sich über Gesundheit auch wesentlich intensiver aus, als heute.

Ein Muster ist in vielen Lebensbereichen zu beobachten: Wir haben immer mehr unserer Probleme an Professionen delegiert. Wir tauschen uns immer weniger aus, weil wir uns gegenseitig für funktionale Analphabeten in Sachen, wie z. B. Recht halten, bzw. dazu gezwungen werden uns halten zu müssen. Damit haben wir immer mehr Teile unseres Lebens in den Händen der Dienstleistungsanbieter gelegt. Manche davon, wie z. B. die Rechtsanwälte, verbieten uns sogar (über das Rechtsberatungsgesetz) uns über die entsprechende Thematik auszutauschen.

Man erinnert sich, nicht wahr? Art. 6, GG, Schutz der Familie. Ist der unter solchen Voraussetzungen noch möglich? So lange die wirtschaftlichen Interessen der Professionen im Vordergrund stehen und nicht der gesetzliche Auftrag des Schutzes der Familie, werden wir Männer noch lange auf Hilfe und Verständnis warten müssen.

Die Familie war schon immer die Oase der Ruhe, in der man sich zurückziehen konnte, auch wenn die ganze Welt unterging. Die Auswirkungen der vaterlosen Familie, hatte Prof. Franz besonders eindrucksvoll anhand eines Beispiels aus dem 2. Weltkrieg gebracht. Er sprach ferner von täglich mehr als 2000 abhanden kommende Männer im 2. WK. Keinem fiel auf: Die ca. 300000 Scheidungen und 300000 Scheidungsfolgensachen, die vor dem Familiengerichten jährlich verhandelt werden, bedeuten ca. 1600 streitige Familien pro Tag. Dass viele der dabei involvierten Väter aus dem Leben der Kinder ausgeschlossen werden, insbesondere die wirtschaftlich Schwachen, war ein übereinstimmender Befund der Vortragenden.

Daher habe ich zumindest auf diesem Kongress gelernt, dass wir uns ohne Wenn und Aber selbst helfen müssen, ob wir wollen oder nicht. Man muss sich klar sein, dass unsere Selbsthilfe einen Milliarden schweren Markt stören wird und einige Profiteure dieses Marktes versuchen werden, manchen von uns zu psychiatriseren oder uns mit dem rechten politischen Spektrum gleichzusetzen.

Ich habe durch die Professionen meine Söhne und damit den Sinn meines Lebens, so wie ich ihn in meiner Jugend plante, verloren! Dieser Kongress hat mich einmal mehr in meiner Überzeugung bestätigt, dass wir die “Professionen” aus den Familien heraushalten müssen.

Wenn wir also etwas ändern wollen, müssen wir also mehr zusammenhalten um nicht als “Klient” eines “Patrons” zu enden, der uns unseren Kindern entfremdet.

Hartmut hat in eine seiner Emails darauf hingewiesen, dass keine Folgeveranstaltung mehr stattfinden wird. Das hatte ich persönlich nicht mitbekommen, bestätigt mich aber nochmals: Wir müssen diese Diskussion weiter und nach außen tragen!

©Michael Baleanu

Zum Schluss möchte ich noch auf einen weiteren, lesenswerten Beitrag von Roslin aus dem WGvdL-Forum hinweisen, da dieser aus meiner Sicht sehr gut zu dem Bericht als Ergänzung passt. Die Quintessenz seines Beitrages ist die Tatsache, das immer mehr Männer auf Grund der rigorosen Rechtssprechung im Familienrecht der Wirtschaft ihre Leistung mangels Motivation entziehen [mehr]

Nachtrag
Auch Arne Hoffmann schreibt und verlinkt in seinem Blog “Hinter meinem Schreibtisch” über diverse Medien und deren Berichterstattung zum Männerkongress [hier]

Drohungen vor Männerkongress: Professor Amendt muss mit Leibwächtern auftreten

Arne Hoffmann hat Eckhard Kuhla, den Vorstandsvorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft zur Verwirklichung der Geschlechterdemokratie AGENS e.V.  interviewt und dieses in ef-online plaziert [hier]

Links (zu Artikeln zum Männerkongress)
Geschlechter-Forschung: Frau muss man sein!
Es steht nicht gut um den deutschen Mann

Amendt - Die häusliche Gewaltenteilung

Dienstag, 24. November 2009

amendt2 Ein Beitrag von Universitätsprofessor Dr. Gerhard Amendt zur Aktion “Gewalt kommt mir nicht in die Tüte”

Schwalmstadt/Bremen. Der Brötchenaktion in Hessen liegt die weit verbreitete Realitätsverkennung zugrunde, die meint, dass wir »nicht darum herumkommen, dass physische Gewalt in Beziehungen überwiegend männlich« sei. Hunderte von Studien haben das widerlegt, aber es scheint auf viele Menschen einen ganz besonders attraktiven Reiz auszuüben, wenn sie sich Frauen als klein und hilflos vorstellen können und als Wesen, die immer der starken Hand eines Mannes, einer Bischöfin oder des Staates bedürfen. Genussvoll scheint es Männern wie Frauen, wenn auch aus unterschiedlichen Motiven, sich Frauen als hilflos vorzustellen.
Deshalb sei zur Klarstellung auf eine basale Realität der Wissenschaft hingewiesen:

25:25:50
Das heißt: 25 Prozent der Gewalttätigkeit in Beziehungen geht von Frauen aus, 25 Prozent von Männern und 50 Prozent von beiden gemeinsam. Dazu gehören Differenzierungen. Etwa die, dass auf Frauen zwei Drittel und Männer ein Drittel der schweren Verletzungen entfällt. Mit einer Brötchenaktion für allein gepeinigte Frauen hat das nichts gemeinsam. Frauen sind wie Männer selber Peiniger des anderen Geschlechts und vor allem auch der Kinder. Deshalb ist die zweite Realitätsverkennung, dass Frauen und Kinder nur an Männern und Vätern litten. Die Kinder leiden an beiden gleichermaßen, häufiger sogar unter den Müttern, die die Kinder länger am Tag als der Vater um sich haben.

Bäckereien starten Aktion gegen häusliche Gewalt
Von Bäckermeistern und -innen erwarte ich nicht, dass sie diese Zahlen kennen, aber ich erwarte soviel staatsbürgerliche Verantwortung, dass sie die Zuverlässigkeit von Daten ihrer Gesprächspartner, nämlich der hessischen Frauenhausbeauftragten sich bestätigen lassen, die Sie zur Mitarbeit an dieser Aktion aufgerufen hat. Ich möchte von meinem Bäcker solche Brötchen nicht und zumindest solange er solche verkauft, werde ich seine Bäckerei nicht betreten. Dass diese Äußerungen auch rechtlich bedenklich sind, ist den Bäckern wohl noch nicht in den Sinn gekommen. Denn die Zahlen, mit denen gearbeitet wird und die Stoßrichtung der Aktion verstoßen eindeutig gegen das Antidiskriminierungsgesetz.

Und die hessischen Bäcker sollten sich auch nicht damit herausreden, dass Bischöfin Jepsen im hohen Norden diese Aktion bereits durchführte hat. Sie hat jene Feindseligkeit verbreitet, die in mittelalterlicher Vorstellung von bösen und dunklen Mächten, Menschen gegeneinander aufbringt. Wenn die evangelische Kirche in Norden solch eine Aktion betreibt, dann müssen sich die Bäcker und Bäckerinnen in Hessen dem nicht anschließen.

Noch hat die Aktion nicht begonnen. Die Bäcker sollten die Tüten einstampfen und eine Aktion machen, die sich gegen Gewalt in Partnerschaften von Frauen wie von Männern und vor allem auch zum Schutz der Kinder gegen Gewalt in Familien richtet. Und eines sollten sie sich merken. Wer mit der Frauenhausbeauftragten Hessens gemeinsame Sache macht, der kann auf Wahrhaftigkeit nicht rechnen. Denn wie die Begründung der Aktion zeigt, ist die halbe Wahrheit, die ganze Unwahrheit. Die Bäcker sollten sich nicht missbrauchen lassen, denn letztlich bringt sie das in ein schiefes Licht. Und nicht weniger sollten Frauen sich dagegen wehren, dass sie verherrlicht werden. Denn letztlich führt das dazu, dass Frauen über ihre eigene Gewalttätigkeit nicht offen reden dürfen. Und letztlich ist dies eine Aktion, die Gewalt gegen Männer für zulässig erklärt.

Ohne Kommentar Quelle

Website in einfacher Sprache für Frauenbeauftragte online

Montag, 12. Oktober 2009

logo_frauen-beauftragte_g

Im Oktober 2009 nehmen erstmals Frauen mit Lernschwierigkeiten ihre Arbeit als Frauenbeauftragte in Werkstätten auf. Um sie zu unterstützen, wurde eine neue Webseite in einfacher Sprache freigeschaltet.

Dort werden das Projekt “Frauenbeauftragte in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen und den Wohneinrichtungen” und die Arbeit der Frauenbeauftragten vorgestellt. Um die Frauen mit Lernschwierigkeiten, beziehungsweise Frauen mit der Diagnose “geistige Behinderung” gezielt anzusprechen, wurde auf komplexe Strukturen für die Webseite verzichtet und die Projektidee, die beteiligten Akteurinnen und Akteure sowie der Projektablauf mit Fokus auf Zugänglichkeit und Verständlichkeit dargestellt.

Das Projekt wird seit November 2008 für einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert [hier]

Über kranke und behinderte Menschen soll man nicht spotten, schließlich kann das - nicht nur - durch einen Unfall jeden von uns treffen. Es regt mich aber immer mehr auf, wieviel Geld alleine für Frauen ausgegeben wird. Geht man aber auf Webseiten, ähnlich wie Kindernotruf, sieht man nichts von Förderung aus dem “beliebten” Frauenministerium. Langsam sollte sich dieses Gedanken darüber machen, ob es sich nicht offiziell in Frauenministerium umbenennen will, das wäre dann wenigstens ehrlich.

Aber was reg ich mich auf … knueppel

Link
Weibernetz - Frauenbeauftragte

Mehr Sensibilität für Frauenproblematik

Montag, 25. Mai 2009

hib-Meldung • 153/2009

Im Bundestag notiert: Rollenstereotypen von Männern und Frauen

Familie/Antwort

Berlin: (hib/SKE) Die Bundesregierung wird keinen Einfluss auf öffentlich-rechtliche Sender nehmen, um Rollenstereotypen von Männern und Frauen in deren Programm abzubauen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (16/12836) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (16/12149) hervor. Eine staatliche Einflussnahme auf die Programmgestaltung der Rundfunkanstalten sei verfassungsrechtlich verboten. Auf der 18. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenminister der Bundesländer (GFMK) sei aber beschlossen worden, dass die jeweiligen Landesminister bei den Anstalten für Sensibilität für die Problematik werben sollten [hier]

Heute kommt es aber Schlag auf Schlag aus dem Bundestag zu Frauenthemen - und ich dachte schon, demnächst wird mein Blog verwaisen ;-)

Die Überschrift ist zwar ein klein wenig irreführend, wer sich aber in der Geschlechterpolitik auskennt, weiß genau, das es auf die alleinige Ausrichtung der Frauenprobleme hinausläuft. Die Argumente der Bundesregierung sollte man auf jeden Fall lesen. Diese sind gespiekt von Vorurteilen und Einmischung, das man - human ausgedrückt - nur noch mit dem Kopf schütteln kann. Ein Beispiel:

Deswegen nimmt die neue Gleichstellungspolitik der Bundesregierung das Rollenverständnis der Männer mit in den Blick, um zu einem neuen, ausgewogenen und gerechten Geschlechterverhältnis zu gelangen.

Nach einer langen Einleitung folgt eine Aufzählung uns bekannter Projekte wie z.B. Girls’ Day und Neue Wege für Jungs, aber lest selbst.

Scharfe Verurteilung zur Ermordung einer afghanischen Frauenrechtlerin

Mittwoch, 15. April 2009

Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul verurteilt scharf die Ermordung der afghanischen Frauenrechtlerin Sitara Atschiksai:

heidemarie_wieczorek_zeul“Ich verurteile aufs Schärfste die Ermordung der Kommunalpolitikerin und Frauenrechtlerin Sitara Atschiksai. Diese mutige Frau wollte den Menschen in Afghanistan helfen und hat sich mit all ihrem Engagement für die Rechte der Frauen eingesetzt. Die afghanischen Behörden sind aufgefordert, alles zu tun, um die Täter zu finden und diesen brutalen Mord zu ahnden. Der Schutz aller Bürger und Bürgerinnen Afghanistans, zumal derjenigen, die sich für den demokratischen Aufbau Afghanistans engagieren, muss endlich sichergestellt werden. Auch die deutschen Behörden sind aufgefordert, alles zur Aufklärung des Mordes zu unternehmen.”

Sitara Atschiksai hat seit den frühen 80er Jahren bis 2004 in Deutschland gelebt und ist dann mit ihrem Mann zurück in ihre Heimat Afghanistan, um den Wiederaufbau zu unterstützen. Sie hat sich immer wieder auch öffentlich für die Rechte der Frauen in Afghanistan eingesetzt [hier]

Die Ermordung eines Menschen empfinde auch ich grundsätzlich verachtenswert. Da darf und sollte das Geschlecht keine Rolle spielen.
Allerdings sind im Zusammenhang mit den hier lebenden Frauenbeauftragten einigen wgvdl-Foristen ein paar Ideen gekommen, die man - zugegeben - eher dem Sarkasmus zuordnen sollte
[hier] ;-)

Link
Informationen aus dem Entwicklungsministerium zu Afghanistan

Frauenbeauftragte zu SWR-Film “Jungs auf der Kippe”

Sonntag, 05. April 2009

Veranstaltung: 6. April, 16.30 Uhr, Eintritt frei CinemaxX Kino 6, N7/17, 68161 Mannheim Preview: Jungs auf der Kippe - Die neuen Sorgenkinder der Nation Im Anschluss Podiumsdiskussion mit Ilse Thomas (Frauenbeauftragte der Stadt Mannheim), Bruno Köhler (Vorstand des Vereins MANNdat e.V.), Egmont Richter (Psychotherapeut und Aggressionstrainer) und Harold Woetzel (Autor des Films). Moderation: Wolfgang Nieß

Da im wgvdl-Forum jemand gefragt hatte, was eine Frauenbeauftragte auf o.g. Podiumsdiskussion zu suchen hat, möchte ich hier den kurzen Mailverkehr eines mir persönlich bekannten Mannes (Erlaubnis liegt vor) und Frau Thomas einstellen.

Sehr geehrte Frau Thomas,

Zitat aus ihrer Mannheim-web-Site:

Nach Art. 3 des Grundgesetzes “fördert der Staat die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin”.

Männer sterben statistisch ca. 5 Jahre früher, sind die Bildungsverlierer, sie sterben bei Unfällen zu 94Prozent in gefährlichen Berufen und sind als einzige vom Zwangsdienst Bundeswehr-Ersatzdienst als Geschlecht benachteiligt, was unternehmen Sie konkret als Gleichstellungsbeauftragte da, um diese offensichtlichen Nachteile auszugleichen?

Name

Antwort der Frauenbeauftragten der Stadt Mannheim:

Sehr geehrter Herr xx,

was tun Sie denn gegen diese Umstände ? Was tun Sie um Männer aufzuklären ? Haben Sie schon eine Männergruppe gegründet die aufklärt oder engagieren Sie sich in der Männerforschung ? Arbeiten Sie ehrenamtlich in Männergruppen ?

Frauen kämpfen aktiv seit mehr als 100 Jahren gegen ihre Benachteiligung in der Gesellschaft in Gruppen. Sie engagieren sich über die Maßen ehrenamtlich und kennen ihre Situation sehr gut.

Ich gebe Ihnen den Tipp mit interessierten Männern in Kontakt zu treten und sich aktiv um Männerinteressen zu kümmern.
Selbst ist der Mann !

Mit freundlichen Grüßen

Ilse Thomas

STADTMANNHEIM
Frauenbeauftragte
www.mannheim.de

Nach dieser Antwort ist vermutlich nicht nur mir klar, in welche Richtung die Podiumsdiskussion gehen wird. Machen wir uns also zunächst ein Bild von Frau Thomas.

Frauenbeauftragte der Stadt Mannheim Ilse Thomas

Das Frauenbüro hat im Laufe der vergangenen Jahre eine Reihe von Büchern herausgebracht, die die Geschichte und einzelne Biographien der Frauen Mannheims beleuchten [hier]

Eine Frauenbeauftragte scheint also hauptsächlich damit beschäftigt zu sein, auf Kosten der Steuerzahler Bücher über Frauen heraus zu bringen.
Ich selber habe Frau Thomas ebenfalls angeschrieben und dabei aus Sicht einer Mutter gefragt, die auch einen Sohn hat. Während o.g. Mann relativ schnell eine Antwort bekam, blieben meine Fragen - speziell zu Jungenbenachteiligung in Schulen - unbeantwortet.
Sollte die gute Frau während der Podiumsdiskussion meinen, ständig von Frauen- und Mädchenbenachteiligungen sprechen zu müssen, werde ich mich wohl nicht lange halten können. Das die Frau keine Antworten für Jungenprobleme hat, sieht man zum einen daran, das sie mir nicht geantwortet hat und zum anderen an der Antwort an xx! Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie wütend ich darüber bin, das überhaupt eine Frauenbeauftragte dabei ist. Mir kommt das langsam vor, als wenn man eine Aufpasserin schicke müßte, damit auch ja alles im Sinne der Frauen bzw. Mädchen läuft.
Es wäre schön, wenn trotzdem einige kommen würden, damit man sich persönlich kennen lernen kann.