Mit ‘Frauen’ getaggte Artikel

Quote übererfüllt: 55% gewalttätige Mütter

Freitag, 27. August 2010

Die Zeitschrift “Bild der Wissenschaft” weist auf mehrere Studien hin, die aufzeigen, dass das Schlagen von Kindern immer noch, und weit verbreitet, Anwendung findet:

Eine Tracht Prügel oder andere Formen der körperlichen Züchtigung von Kindern sind noch immer weltweit verbreitet. Das haben internationale Forscherteams in mehreren Studien herausgefunden. In den USA werden beispielsweise noch immer fast 80 Prozent der Vorschulkinder von ihren Eltern geschlagen.

Neben diesen erschreckenden Zahlen zeigen die  Studien aber auch auf, dass weit über die Hälfte dieser misshandelnden Elternteile Frauen sind:

Für ihre Untersuchungen sammelten die Forscher über einen Zeitraum von fünf Jahren Daten von mehr als 14.000 Müttern. Dazu befragten sie in Brasilien, Chile, Ägypten, Indien, den Philippinen und den USA Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren.

Ergebnis: In 55 Prozent der Familien griffen die Mütter zu körperlichen Mitteln der Bestrafung. Die Formen reichten dabei von einer Tracht Prügel bis zum Schlagen mit Gegenständen. 16 Prozent der Kinder erlitten der Studie zufolge im vergangenen Jahr auch grobe Misshandlungen [mehr]

Wie war das noch: Väter sind Täter?
Kein weiterer Kommentar - nur dieser noch:

“Meistens sage ich, das ich tot sein will”

Und der ist von Justin, einem Kind [hier]

WikiMANNia: Häusliche GewaltFeministische ThesenRechtsprechung
Täterinnen.de: Übersicht Frauengewalt gegen Kinder
FemokratieBlog: Elternbrief häusliche Gewalt

Endlich Gleichberechtigung: Frauen misshandeln zu 50 Prozent!

Donnerstag, 26. August 2010

frauenmacht-frauengewalt-mann-maenner-opfer-domestic-violence-against-men-victimAuf eine parlamentarische Anfrage der brandenburgischen CDU-Abgeordnete Monika Schulz-Höpfner zum Thema “Häusliche Gewalt gegen Männer” hat Familienminister Günter Baaske (SPD) geantwortet und Zahlen genannt. Diese werden unter anderem [hier] und [hier] zitiert.

Eigentlich war die Anfrage nicht nötig - aber trotzdem notwendig. Weltweit gibt es über 250 Studien zu dem Thema, die allesamt auf ein Ergebnis kommen, welches unsere Regierung oder deren angeschlossenen Organisationen nicht wahrhaben möchten:

Häusliche Gewalt ist genauso weiblich, wie auch männlich! Das Verhältnis liegt bei 50:50, bei manchen Studien liegt der weibliche Anteil sogar höher! Dies bestätigt übrigens auch eine Untersuchung des Bundesministerium des Inneren (BMI) sowie des Bundesministerium der Justiz (BMJ) im “zweiten periodischen Sicherheitsbericht” von 2006:

3.1.5.3 Gewalt gegen Männer im sozialen Nahraum von Partnerschaft und Familie

Schon seit Jahren herrscht eine rege Kontroverse um die Frage, ob Männer im sozialen Nahraum von Haushalt, Familie und Partnerschaft in vergleichbarem Maße Opfer der Gewalt von Frauen werden, wie dies für Frauen festgestellt wurde. Während für die Gewalt außerhalb des familiären und partnerschaftlichen Bereichs alle verfügbaren Ergebnisse nationaler wie internationaler Forschung weit überwiegend und für unterschiedliche Gesellschaften zeigen, dass Männer deutlich höhere Täterraten aufweisen als Frauen, scheint dies im Bereich der Gewalt in Partnerbeziehungen, sofern Dunkelfelddaten verwendet werden, nicht so zu sein. So zeigen der amerikanische National Family Violence Survey wie auch der National Youth Survey200 ähnliche Raten der Partnergewalt für Frauen wie für Männer. Dies konnte, sofern nicht nach dem Schweregrad der betreffenden Erfahrungen unterschieden wurde, auch in der bundesdeutschen Studie des Jahres 1992 beobachtet werden. Ohne eine solche Differenzierung nach dem Schweregrad liegen in zahlreichen Dunkelfeldstudien die Raten der Viktimisierung in engen sozialen Beziehungen für Männer und Frauen auf einem ähnlichen Niveau. Darauf Bezug nehmend argumentiert Bock, dass Männer sich nicht so leicht als Opfer von Partnergewalt offenbaren, was erklärlich werden lasse, dass im Hellfeld geringere Opferraten für Männer gefunden werden, als zahlreiche Befunde von Befragungen zu diesem Thema erwarten lassen würden.

Von anderer Seite wurde teilweise die These vertreten, dass Gewalt von Frauen in Partnerbeziehungen eher der Selbstverteidigung diene und von daher anders zu beurteilen sei. Empirische Analysen konnten diese These jedoch nicht stützen.204 Ein methodisches Argument stellt darauf ab, dass mit dem üblicherweise eingesetzten Erhebungsinstrument, der CTS, die so genannte “common couple violence” abgebildet wird. Mit diesem Begriff werden häufigere, in Partnerschaften auftretende leichtere Gewaltformen bezeichnet, die von patriarchaler, durch Dominanzstreben, kontrollierende Verhaltensweisen sowie häufiger Wiederholung und hohem Intensitätsgrad gekennzeichneter Gewalt (patriarchal terrorism) unterschieden werden. Letztere sei mit den üblichen Instrumenten in repräsentativen Studien so nicht abbildbar. Daraus wäre zu folgern, dass zur adäquaten Einschätzung der Problematik, ihrer Struktur und Entwicklung, die simultane Berücksichtigung mehrerer Informationsquellen notwendig ist: einerseits von Daten der Justiz, aus Beratungsstellen (mit denen eher die schwerwiegenden, klinisch relevanten Fälle sowie Fälle aus kleineren Risikopopulationen, die in repräsentativen Studien nur schwer zu erreichen sind, identifiziert werden) und anderen Institutionen, mit denen Opfer erreicht werden, sowie andererseits von Daten aus repräsentativen Studien (mit denen auch weniger gravierende Vorfälle erfasst werden und Ereignisse, die trotz gravierender Schädigungen im Dunkelfeld verblieben sind).

3.1.5.3.1 Internationale Befunde

Studien, die sich der Angaben zu Viktimisierungserlebnissen nur von einem der Partner bedienen und die zudem auf Lebenszeitprävalenzen abstellen, finden regelmäßig deutliche Unterschiede der Opferraten zwischen Männern und Frauen, wonach Frauen häufiger Opfer werden. Im Unterschied dazu finden Studien, die beide Partner einbeziehen, nach Täter- und Opfererfahrungen fragen und auf kürzere Referenzzeiträume abstellen, eher ähnliche Raten.206 Weiter scheint es geschlechtsspezifische Erinnerungs- und Abrufeffekte zu geben: Zum einen sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen größer, wenn die Fragen sich auf Körperverletzungen oder strafbare Gewalthandlungen richten. Dies tritt nicht auf, wenn die Fragestellungen sich auf Beziehungsprobleme richten. Zum anderen sind Episoden von Partnergewalt für Männer im Vergleich zu den bei ihnen zahlreicheren und teilweise schwerwiegenden außerfamiliären Gewalterfahrungen vermutlich weniger salient, weshalb bei der Verwendung von Lebenszeitprävalenzraten die Unterschiede zwischen Männern und Frauen größer ausfallen als bei kürzeren Referenzzeiträumen. Es bleibt allerdings auch bei methodisch adäquateren Verfahrensweisen, die diesen Umständen Rechnung tragen, festzustellen, dass der Schweregrad der Gewalthandlungen, gemessen an entsprechenden Verletzungsfolgen, bei Frauen als Täterinnen deutlich geringer ausfällt als das bei Tathandlungen von Männern zu beobachten ist.

In einer sehr differenzierten Längsschnittstudie konnten Moffitt und Kollegen zeigen, dass die Prädiktoren der Gewalt in Partnerbeziehungen bei Frauen in vielfacher Hinsicht recht ähnlich sind wie bei Männern und dass die entsprechenden Täterraten der Frauen sogar etwas höher ausfielen als jene der Männer. Insbesondere war festzustellen, dass Täter wie auch Täterinnen von Partnergewalt auch schon vor ihrer Partnerschaft in erhöhtem Maße mit Aggression und antisozialem Verhalten auffällig waren. Aus dem Umstand, dass der Schweregrad der Handlungen weiblicher Täterinnen im Durchschnitt geringer ausfällt, als das bei männlichen Tätern zu beobachten ist, sollte nach Auffassung von Moffitt und Kollegen nicht gefolgert werden, dass die von Frauen ausgehende Gewalt irrelevant für Forschung und Praxis wäre. Zum einen trägt ein gewaltförmiges Verhalten von Frauen in Partnerbeziehungen seinerseits zum Risiko einer Eskalationsdynamik bei, die schließlich für die Frauen selbst fatale Folgen haben kann. Zum anderen sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass auch im Falle geringer Verletzungsintensitäten gleichwohl Auswirkungen auf die als Beobachter mitbetroffenen Kinder zu befürchten sind.

3.1.5.3.2 Befunde einer deutschen Pilotstudie

Parallel zu der repräsentativen Befragung von Frauen zu ihren Gewalterfahrungen wurde 2003 eine Pilotstudie zu Gewalterfahrungen von Männern durchgeführt.211 Neben ausführlichen Literaturrecherchen und Expertenbefragungen wurde auch eine qualitative Befragung von 32 Männern sowie eine standardisierte Befragung von 266 Männern realisiert, von denen 190 auch zu häuslicher Gewalt befragt wurden. Die Befragungen bezogen sich auf “Gewaltwiderfahrnisse” in unterschiedlichen sozialräumlichen Kontexten.

Etwa zwei Drittel der Gewalt, die Männer in ihrem Erwachsenenleben widerfährt, ereignet sich danach im öffentlichen Raum. In Bezug auf diese Vorfälle sind die Täter weit überwiegend ebenfalls männlich. Etwa jedem vierten Mann sind in seinem bisherigen Leben Akte körperlicher Gewalt in Beziehungen zu Frauen widerfahren, wobei diese allerdings überwiegend in Schubsen oder Ohrfeigen bestanden. Die Polizei wurde von keinem der nach eigenen Angaben von Partnerinnengewalt betroffenen Männer verständigt. Etwa die Hälfte berichtet, nicht selbst die Gewalthandlungen begonnen zu haben, und eine weitere Hälfte erklärte, sich nicht gewehrt zu haben. Sexualisierte Gewalt wurde von den befragten Männern kaum berichtet. Nur einer von 196 Männern berichtet darüber, zu sexuellen Handlungen gezwungen worden zu sein, die er nicht wollte. Hier ist unklar, ob dies auf Schwierigkeiten der Selbsteröffnung zu diesem Thema oder die tatsächliche Seltenheit solcher Vorkommnisse zurückzuführen ist.

Bezogen auf die gesamte Lebenszeit berichteten 23 % der Männer über körperliche oder sexuelle Gewalt in ihrer Partnerbeziehung. Bezogen auf die letzten fünf Jahre handelt es sich um 12 % und für das letzte Jahr um 7 % selbst deklarierte Opfer. Bei einer solchen nicht nach Intensitätsgraden differenzierten Betrachtung wiederholt sich also das aus der Literatur bekannte Muster, dass Männer in etwa so hohe Prävalenzraten der Viktimisierung durch Gewalt in Partnerbeziehungen aufweisen wie Frauen. Offenbar unterscheiden sich aber sowohl die Frequenz des Auftretens als auch die Verletzungsintensität der Handlungen.

Angesichts der sehr kleinen Stichprobe sind allerdings Verallgemeinerungen aus dieser Studie nicht möglich, worauf die Autoren auch hinweisen. Was allerdings festgestellt werden kann, ist, dass das Phänomen der Gewalt gegen Männer in Partnerbeziehungen existiert, woraus gefolgert werden kann, dass es durchaus berechtigt ist, sich diesem Bereich in der Forschung weiter zuzuwenden. Die Studie konnte zeigen, dass es durchaus möglich ist, einen Zugang zu diesem teilweise sensiblen und tabuisierten Bereich männlicher Erfahrungswelten zu finden. Weitere praktische Folgerungen aus der Studie sind allerdings aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausreichend abgesichert.

Eigenartigerweise liest man davon nichts(!) in den Medien und aus vielerlei Gründen wird das Thema auch nicht an die Öffentlichkeit gebracht. Zu viel steht wohl auf dem Spiel für eine Ideologie, die seit Jahrzehnten Frauen zum Opfer macht und Männer qua Geburt zu Tätern. Man erinnere sich an die unsäglichen Slogans, wie “Väter sind Täter” oder die allgegenwärtige Bilderflut von verprügelten Frauen und Kindern. Diese dienen dazu, Emotionen zu schüren und ein zementiertes Weltbild gewisser Gutmenschen, die bestens an diesem Modell verdienen, weiter in den Köpfen einzubetonieren. Würde der Blog genauso propagandistisch agieren, wie es Medien, der Staat (Politiker) und die an seinen Futtertrögen hängender postulieren, dann wäre die (un)passende Antwort wohl:

Frauen hauen!

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, das die Gewalt gegen Kinder zwar benannt und auch ein wenig aufgeschlüsselt wurde (ab Seite 110), es aber keine Ergebnisse darüber gibt, wie sich diese Gewalt geschlechtermässig verteilt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ;-)

Leute, helft bitte mit, diese Fakten zu verbreiten. Wichtig ist der Hinweis, das der Ausschnitt aus dem Sicherheitsbericht des Bundesministerium des Inneren (BMI) und des Bundesministerium der Justiz (BMJ) stammt.

Wer sich den kompletten Bericht nicht herunterladen mag oder kann, für den biete ich einen 2-seitigen PDF-Bericht an, der auf WikiMANNia eingestellt wurde [hier]

Zweiter Periodischer Sicherheitsbericht November 2006 830 Seiten - 12MB
WikiMANNia: Häusliche GewaltFeministische Thesen

Bügeln für Deutschland!

Montag, 23. August 2010

junge-buegelnd-tag-der-offenen-tuer-bmfsfj3Zahlreiche Menschen folgten am 21. und 22. August bei strahlendem Sonnenschein der Einladung zum “Staatsbesuch”. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend präsentierte seine Arbeit im neu bezogenen Gebäude in der Glinkastraße in Berlin-Mitte [mehr]

Aus diesem Anlass gibt es auf der Homepage des Frauenministeriums ein Video, wo unter anderem der Girls’ Day und das Projekt “Neue Wege für Jungs” vorgestellt wurden. In diesem Film wurde ein kleiner Stepke gezeigt, der ein Bügeleisen bediente. Vermutlich können sich einige gut vorstellen, das unser Frauenministerium nichts Gutes für Jungen übrig hat. Dabei fällt mir noch ein, das ein Partner von “Neue Wege für Jungs” Dissens e.V. ist. Darüber habe ich in diesem Blog bereits einen längere Artikel verfasst, in dem weitere wichtige Links stehen und meine Ablehnung zum Jungenprojekt begründet wurde [hier]

Des weiteren erklärte in dem Video Staatssekretär Josef Hecken bei einem Besuch im Büro der Ministerin u.a., dass es hier (im Büro) noch viel interessanter wäre, denn ein Staatssekretär spräche aus dem Leben. Anscheinend wissen Staatsminister sehr genau, das deren Chefs und Chefinnen von der Wirklichkeit kaum Ahnung haben. Wer sich das Video anschauen möchte [hier]

Somit ist eins klar: “Neue Wege für Jungs”, die sowieso schon die Bildungs- verlierer der Nation sind, enden am Bügelbrett und lassen damit Raum für Soziologinnen, Politologinnen, Germanistinnen, Juristinnen und so weiter und so fort.

Nur eines passiert nicht: Menschen zu helfen, die aktuellen und anstehenden Probleme der nächsten Generation zu überwinden. Dazu braucht es vor allem Mathematiker, Maschinenbauer, Informatiker, Ingenieure  sowie die (er- und be-) schaffenden bzw. praktizierenden Naturwissenschaftler und Techniker, die später helfen, andere Studiengänge mitzufinanzieren - eben die  MINT-Berufe, die dieses Land zum wirtschaftlichen und damit auch gesellschaftlichen Überleben, mehr als dringend benötigt.

Bis heute hat der Girls-Day nichts davon hervorgebracht! Ganz und gar nicht - sondern im Gegenteil,  “Prinzessin Lillifee” hat Hochkonjunktur. Eine wahrhaft “tolle” Glanzleistung unserer Politker, Lobbyisten und NGOs.

Bügeln wir also fleißig für die Zukunft dieses Landes - bis wir alle platt sind.

Arne Hoffmann: “Rettet unsere Söhne”
WikiMannia:
Zukunftstag

Petition zur Netzneutralität und was Frauen dazu meinen

Freitag, 20. August 2010

netzneutralitaet-logo2Ohne Frauen bleibt die Netzpolitik blass

Veröffentlicht 20. August 2010, 09:10 von Violandra Temeritia von Ávila

[..]In der vergangenen Woche gründete sich die Initiative Pro Netzneutralität, auf deren Kampagnenseite über das Eintragen des Namens in ein Webformular Unterstützung für die Initiative ausgesprochen werden kann. Sie spricht sich für eine gesetzliche Verankerung der Netzneutralität aus. Politiker aus den Oppositionsparteien, Wissenschaftler, Netzaktivisten und Blogger bildeten als Erstunterzeichner die Vorhut. Jedoch gesellte sich in die ruhigen Wogen des Sommers keine Überraschung; wie bei so vielen Aktionen, Konferenzen und Binnenbeschreibungen der “Netzszene” finden sich auf der Liste der Gründungsmitglieder, die für die Initiative bürgen, lediglich die Namen derer, die sich als Gesandte des deutschen Internets begreifen. Der Frauenanteil dieses Clans ist kläglich.

[..]In Diskussionen über die Präsenz und Teilhabe von Frauen in Sachfragen, die unmittelbar mit dem Internet verknüpft sind, betritt meist viel zu schnell das Argument die Bühne, Frauen interessierten sich selten für Technik, wenig für Computer, wenig für Politik. Das ist nicht nur zu simpel gedacht. Entgegenhalten muss man dieser Aussage zudem, dass sie versucht Geschlechterklischees zu erhalten und somit kaum in das Argumentationsrepertoire einer progressiven Netzszene gehören sollte, und außerdem, dass wenn die Sprecher dieser Szene passionierte Evangelisten ihres Glaubens sein und somit andere für ihre Haltungen und Ideen gewinnen möchten, es eine schwache Leistung ist, lediglich ein einmütiges, vorrangig gleichgeschlechtliches Umfeld mit dieser Begeisterung anstecken zu können [mehr]

Manchmal begreife ich nicht, warum ich immer wieder sprachlos bin. Im fast tagtäglichen Rhythmus hören und lesen wir, das Frauen in fast allem besser sind. Sie haben die besseren Schulnoten, Universität- und Berufsabschlüsse und dgl. mehr. Wenn es aber darauf ankommt, scheinen sie hilflos wie kleine Kinder zu sein und müssen auch noch zusätzlich gepampert äh.. beworben werden.

Als Frankziska Heine voriges Jahr die Petition gegen das vom Bundestag eingebrachte Gesetz zu Netzsperren einstellte, da hat niemand gefragt, ob es sinnvoll ist, diese Petition zu unterstützen, weil eine Frau diese initiiert hat. Man war dafür oder dagegen. Eine Diskussion darüber, das eine Frau diese Petition eingebracht hat, fand nirgends statt. Vielleicht sollten Politiker für diese Petition Fördergelder bereit stellen, damit Frauen sich überwinden können, auch etwas für die Allgemeinheit zu tun.

Kein Wunder, wenn solche Frauen von vielen (Männern) nicht ernst genommen werden ;-)

Gleiches Recht für beide Geschlechter?

Mittwoch, 18. August 2010
©by meltis/Pixelio.de

©by meltis/Pixelio.de

Zum Sorgerecht bei nichtehelichen Kindern
Von Astrid von Friesen

Bisher durften ledige Mütter das gemeinsame Sorgerecht mit den Vätern durch eigenmächtige, selbstherrliche Entscheidungen bestimmen. Hier wurde das Recht auf Selbstbestimmung der Frau über die fundamentalen Rechte der Kinder und der Väter gestellt

[..]Doch kann es nicht angehen, dass nur die Mütter ein Vetorecht gegen die gemeinsame Sorge bekommen. Warum eigentlich nicht die Väter? Wo ist hier der Gleichheitsgrundsatz?

Untersuchungen in der westlichen Welt zeigen etwa, dass häusliche Gewalt zu 50 Prozent von Frauen ausgeübt wird, dass auch Frauen Kinder schlagen und malträtieren, sie missbrauchen und schädigen. Warum darf ein Vater dagegen kein Veto einreichen? Frauen sind nicht seltener als Männer süchtig oder psychotisch, neurotisch oder beziehungsunfähig. Das wissen wir von all den Menschen, die von Müttern aufgezogen und auch von ihnen negativ geprägt wurden.

Wir Frauen haben dafür gekämpft, gleichberechtigt zu sein. Warum wollen wir “gleicher” behandelt werden, wir sind keineswegs per Se die besseren Menschen?

Es wäre weise, bei der Neuformulierung des Sorgerechtsgesetzes nicht wieder ein Geschlecht zu bevorzugen und eines zu demütigen!
[mehr] oder [MP3]

Gut geschrieben Frau von Friesen, dem braucht man eigentlich nichts mehr hinzufügen ;-)

FemokratieBlog: Text und Video zu Astrid von Friesen im SWR-Nachtcafé

Petition gegen Kostenübernahme bei Abtreibung

Sonntag, 15. August 2010

petition_digital_signieren1Petition: Gesetzliche Krankenversicherung - Leistungen - Keine Finanzierung von Abtreibungen ohne notfallmedizinische Indikation vom 14.07.2010

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …
dass die Finanzierung der Abtreibung ohne notfallmedizinische Indikation aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gestrichen wird.

Begründung

Eine normalverlaufende Schwangerschaft ist ein natürlicher Vorgang ohne krankenhaften Bezug. Der Abruch einer Schwangerschaft darf nicht weiterhin durch die Solidargemeinschaft der Versicherten finanziert werden, während wichtige medizinische Leistungen aus dem Katalog gestrichen werden.
Außerdem soll die Regierung endlich ihrem verfassungsgerichtlichem Auftrag folgen und eine Überprüfung der Abtreibungspraxis vornehmen.
Die bis jetzt vorgenommenen halbherzigen Korrekturen haben keinen Schutz für die lebensfähig abgetriebenen Kinder bewirkt.
29795 abgetriebene Kinder im ersten Quartal 2010 sind ein Scandal für unser Land und ein nicht mehr gut zu machendes Verbrechen.
Wenn Politiker gemäß ihrem Amtseid Schaden vom deutschen Volk abwenden wollen muß jetzt endlich was gegen den Kindermord im Mutterleib geschehen.
Auch ein Ungeborenes fällt unter den Schutz der Menschenrechte [hier]

Bei dieser Petition ist mir aufgefallen, das es mehr Forenbeiträge als Mitzeichner gibt (Aktueller Stand 15.08.2010: Mitzeichner 136, Forenbeiträge 372). Aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht, ob ich diese Petition unterstützen soll. Aus meiner Sicht gäbe es jede Menge andere Maßnahmen, um die hohen Abtreibungszahlen niedriger werden zu lassen. In der Schule müsste m.E.besser aufgeklärt werden, damit etliche Mädchen und Frauen eine Abtreibung nicht als etwas selbstverständliches betrachten. Solange aber Mitarbeiterinnen von Organisationen wie z.B. Pro Familia nicht neutral beraten, tragen auch sie zu einem Desaster vieler Männer und Frauen bei. Für mich persönlich wäre eine Abtreibung niemals in Frage gekommen, denn das wäre in meinen Augen Mord an einem Baby gewesen. Ich kann aber nicht für andere Frauen sprechen, die wirklich in einer Notsituation sind.

WikiMANNia: AbtreibungJuristische AbtreibungPassive Vergewaltigung

EU-Rechner zur Entgeltungleichheit online

Freitag, 13. August 2010
©by Viktor Stolarski/Pixelio.de

©by Viktor Stolarski/Pixelio.de

EU schaltet Online-Rechner zur Entgeltungleichheit frei

Seit 2006 gehört die Überwindung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede in der Europäischen Union (EU) zu den wichtigsten Handlungsschwerpunkten. Nun wurde von der EU-Kommission das Instrument “Rechner für das geschlechtsspezifische Lohngefälle” entwickelt, das einen unkomplizierten ersten Einstieg in das Thema Entgeltgleichheit bietet und europaweite Vergleiche aufzeigt.

Der neue EU-Rechner kann Arbeitgebern und Arbeitnehmern einen ersten Überblick verschaffen und das Interesse an der Thematik wecken. Eine detaillierte Analyse der Vergütungsstruktur und der Ursachefaktoren im Unternehmen liefert das Projekt “Logib-D” (Lohngleichheit im Betrieb - Deutschland). Logib-D ist ein Online-Selbsttest für Unternehmen, der seit 2009 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Als komplementäres Angebot bietet Logib-D Arbeitgebern die Möglichkeit, sich schnell, anonym und umfassend ein Bild von ihren Entgelt- und Personalstrukturen zu machen [mehr]

Nun bin ich aber gespannt, ob sich die 23%-Differenz endgültig verringern wird oder ob wir noch weitere Jahrzehnte damit belästigt werden, das Frauen für “gleiche Leistung” weniger Gehalt bekommen ;-)

Monika Dittmer “Ist der Feminismus tot?”

Dienstag, 10. August 2010

feminismus-schlaegt-mit-hammer-auf-menschenrechte1Nachfolgend Auszüge eines guten Beitrages der Gleichstellungsbeauftragten Monika Dittmer auf Vorwärts.de, die bereits von MANNdat interviewt wurde [hier]

[..]Will auch die SPD eine gesetzliche Frauenquote, weil Frauen die “gläserne Decke” einfach nicht überwinden können? Diese gläserne Decke kommt mir eher vor wie ein gläserner Sarg, aus dem das Schneewittchen gern auf flotte Art und Weise an Macht und Geld gelangen möchte.

[..]Darf an den heiligen Kühen des Feminismus nicht gerüttelt werden? Wird ein parteiinterner Diskurs zur Gleichstellung auch auf diese Weise gepflegt? Dann darf ja niemand mal eine Gegenposition zum feministischen mainstream einnehmen, oder sehe ich das falsch? Wo bleiben dann Meinungsfreiheit und Demokratie in der SPD?

Da ist z.B. auch eine Unterschriftenaktion der dt. Juristinnen. Ich hatte eigentlich immer die Idee, vor dem Gesetz seien alle gleich und Jurstinnen sollten ohne Ansehen der Person ihr Amt ausüben. Nun wundere ich mich über die Parteilichkeit dieser Akademikerinnen.

[..]Seit Jahren wird gemault, daß wir zu wenig Kinderbetreuungsmöglichkeiten haben. Langsam habe ich den Verdacht, dass Frauen hier gar nicht wirklich ran wollen. Es ist so bequem im Sessel sitzen zu bleiben, weil das Kind ja keine Betreuung hat. Es würde Arbeit bedeuten, Kinderbetreuungsplätze zu er streiten oder zu erstreiken. Kann keine/r rechnen? Wenn Elterngeld nur 12 oder 14 Monate gezahlt wird, dann ist doch klar, dass Kinder zwischen dem 12./14. Lebensmonat und dem 36. Lebensmonat irgendwie in der Luft hängen und Mama und Papa mit ihnen. Ich kenne junge Familien, in denen ein Elternteil gekündigt hat, weil es mit der Kinderbetreuung nicht klappte. Nun fordern feministische Frauen ein “weibliches Arbeitszeitmodell” und verdammen die Vollzeit mit dem Titel “männliches Arbeitszeitmodell”. Nun kommt also auch schon ein Arbeitszeitmodell “Brüste oder Penis”.

[..]Es drängt sich mir der Eindruck auf, dass der Feminismus zur Ideologie versteinert ist, sich in keinster Weise mehr bewegt, man könnte auch sagen: “er ist tot”, oder soll ich in Gendersprech sagen, “sie ist tot?”

Diese Versteinerungen sind für ein gleichberechtigtes Miteinander von Mann und Frau in einer sozial-demokratischen Gesellschaft, wie ich sie mir wünsche, nicht förderlich, sondern sogar deutlich hinderlich. Gesellschaftlicher Wandel, die Prozesshaftigkeit von Entwicklungen und das Persönliche und Private werden von feministischer Frauenpolitik vereinnahmt und kalt gestellt. Das nimmt langsam Züge an, die ich als Genossin nicht nur für verwerflich halte, mir drängt sich der Verdacht auf, dieses könnte gar antidemokratisch und antisozial sein, das ist schlimmer als antifeministisch, wie ich finde.

[..]Frau Ferner und Frau Schwesig orientieren sich an einer Frauenpolitik, die es längst nicht mehr gibt. Die SPD braucht keine feministischen DinosaurierInnen [mehr]

Anscheinend bewegt sich so langsam, aber sicher etwas Richtung Männer. Eine Frau schrieb in einem Kommentar des Artikels sinngemäß, das Frauen ohne Männer heute nicht da wären, wo sie sind und deshalb wäre es legitim, wenn Frauen ebenso für Jungen und Männer kämpfen, wenn das Pendel in die Gegenrichtung schlägt. Das ist der richtige Standpunkt, denn auch mein Engagement als Frau wurde auf Grund der Ungerechtigkeiten Jungen und Männer gegenüber ausgelöst.

Rot-Grün und Jungenförderung bleiben in NRW ein Widerspruch

Dienstag, 10. August 2010

jungen-brauchen-maennliche-vorbilderMANNdat: Rot-Grün und Jungenförderung passen einfach nicht zusammen. Dies bestätigt der Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen Regierung in NRW.

Während dem Thema „Frauen und Mädchen“ ausreichend Raum in Koalitionsvertrag der neuen rot-grünen NRW-Regierung eingeräumt wird, bleiben Jungen wieder einmal außen vor.

Dabei werden nicht nur die zunehmenden Bildungsprobleme der Jungen, wie sie im nationalen Bildungsbericht wieder bestätigt wurden, erneut ignoriert. Auch Themen wie z.B. Gewalt gegen Jungen bleiben weiterhin tabu. Auf dem Plan der rot-grünen Regierung stehen spezielle Gewaltschutzeinrichtungen lediglich für Mädchen, sog. „Mädchenhäuser“. Der bewusste Ausschluss von Gewalt betroffener Jungen aus den neuen Hilfseinrichtungen ist eine Brüskierung derjenigen, die erwartet hatten, die Diskussion über die Misshandlungen von Jungen in kirchlichen Einrichtungen habe endlich zu einer Enttabuisierung von Gewalt gegen Jungen geführt. Es überrascht, wie gerade Rot-Grün immer noch in alten Rollenstereotypen verhaftet ist, in denen kein Platz für männliche Opfer ist.

Die von einer weiblichen Doppelspitze geführte Landesregierung setzt damit die unheilvolle Praxis der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung fort, die mit der Ausgrenzung von Jungen aus dem Zukunftstag eine geschlechterspezifische Jugendpolitik implementierte, deren Charakteristika das bloße Weglassen von Jungen war.

Weiterhin steht die Einrichtung von speziellen Arbeitsagenturen für Frauen auf dem Plan. Dass die männliche Jugendarbeitslosigkeit in NRW um fast 60% höher ist, als die weibliche, und das mit steigender Tendenz, interessiert die neue Regierung offenbar nicht.

„Die rot-grüne Geschlechterpolitik beschränkt sich auch heute noch ausschließlich auf die Frauenquote. Und rein pragmatisch gesehen, ist natürlich jeder Junge, der in der Bildung scheitert und jeder Mann, der arbeitslos wird, ein Gewinn für die Frauenquote“, so Dr. Bruno Köhler vom Verein MANNdat.

http://manndat.abplesk01.de/index.php?id=281&tx_ttnews[tt_news]=263&tx_ttnews[backPid]=22&cHash=7d4ec446a7

Wenn ich das lese, dann mag ich mir gar nicht vorstellen, was laufen wird, wenn Rot-Grün mal wieder die Bundesregierung stellen sollte. Von Geschlechtergerechtigkeit ist auf jeden Fall keine Spur zu sehen. Letztendlich bestätigt dieser Koalitionsvertrag, was Männerrechtler schon lange wissen: Gender-Mainstreaming ist reine Frauenförderung.

Koalitionsvertrag der rot/grünen NRW-Regierung

Projekt Häusliche Gewalt “Rosenstraße 76″

Sonntag, 08. August 2010

haeusliche-gewalt-kinder-domestic-violence-childrenHäusliche Gewalt zum Thema machen

Gewalt ist so alt wie die Menschheit selber. Alle Erfahrungen mit ihr zeigen, dass sie vor allem dort zerstörend wirkt, wo sie nicht mehr erkannt, unter „den Teppich gekehrt“ oder als normal und natürlich hingenommen wird.

Auch häusliche Gewalt fällt nicht einfach vom Himmel und ist plötzlich da; sie hat immer eine Geschichte, die man kennen lernen muss, um der Gewalt wirksam entgegentreten und um sie beenden zu können.

Gewalt hat eine lange Geschichte. Sie beginnt mit der Ambivalenz und Deutung des Begriffes Gewalt. So wird in der Regel Gewalt negativ als verletzend und schädigend beschrieben; aber eben auch häufig positiv dort, wo sie selber die Gewalt beenden und der Wiederherstellung von Menschlichkeit dienen soll [mehr]

Viele werden sich vielleicht noch daran erinnern, das genanntes Projekt von Sozialministerin Dr. Monika Stolz aus Baden-Württemberg dazu missbraucht wurde, um alleine Gewalt von Männer gegen Frauen und Kinder zu thematisieren. Ich selber hatte einen entsprechenden Beitrag von dem Journalisten Jo Schwarz verkürzt in meinem Blog eingestellt [hier]

Durch diverse Verlinkungen bin ich nun zum Original Projekt gestoßen und musste feststellen, das auf der Homepage ganz wertneutral über häusliche Gewalt berichtet wurde. Es lag also einzig und alleine am Baden-Württembergischen Sozialministerium, das die Wanderausstellung in Stuttgart nur Gewalt gegen Frauen (und Kindern) zum Objekt machte.

Die Kinder habe ich absichtlich in Klammern gestellt, denn um diese geht es mitnichten bei diesem Thema. Wäre dem anders, dann würde zumindest die Gewalt von Mütter gegen Kinder thematisiert. Hierzu gehört nicht nur die physische Gewalt, sondern auch die psychische Gewalt, z.B. in Form von Umgangsboykott.

Auf der Homepage “Umgangsboykott” habe ich einen Briefwechsel zwischen einer Frau und dem Sozialministerium gefunden. Die Anfrage ist sehr fundiert und ausführlich geschrieben und daher aus meiner Sicht lesenswert [hier]
Die Antwort vom Sozialministerium ist ebenfalls dort zu finden [hier]

Sucht man bei Google nach häuslicher Gewalt, findet man fast nur Beiträge zu Gewalt gegen Frauen. Nun - darüber wird sich keiner wundern, das aber die Polizeiberatung ebenfalls schreibt, das häusliche Gewalt fast nur von Männern ausgeht, empfinde ich als Frechheit. Allerdings wurde auf der Homepage in Klammern folgendes geschrieben: “so die polizeiliche Hellfeldstatistik” [hier]

Das ist zwar immer noch nicht befriedigend, anscheinend wird aber zumindest wahrgenommen, das Statistik nicht alles ist. Es ist nun mal bekannt, das Männer aus diversen Gründen selten Anzeige erstatten. Der Grund liegt u.a. auch darin, wie Polizisten geschlagene Männer bei Anzeigenerstattung “behandeln”.

Wozu Frauen imstande sind, erzählt ein Opfer von Kindesmisshandlung in einem 3-seitigen Bericht mit dem Titel “Sie war der Teufel”. Vorsicht, der Bericht ist nichts für schwache Nerven [hier]

WikiMANNia: Häusliche GewaltFeministische Thesen