Mit ‘Erzieher’ getaggte Artikel

Video der Grünen zum Männer-Manifest

Sonntag, 25. April 2010

Männer-Manifest - Erklärung und Reaktionen

Dieses Video ist echt der Brüller, vor allen Dingen die Aussagen von Renate Künast.

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Zitat (keine wortwörtliche Wiedergabe):
Schön das die Männer an ihrer Rolle arbeiten wollen. Ich habe gleich gesagt, ich will von diesen Autoren des Männermanifestes auch den nächsten Schritt sehen. Sie sollen sich mal engagieren ganz zentral in den Fragen, die Frauen auf den Nägeln brennen. Das Beispiel wäre, ich möchte das jetzt diese Männer dafür kämpfen, das wir mehr Kindergartenplätze haben, qualitativ bessere Kindergartenplätze und vor allem die Erzieherinnen dort besser bezahlt werden. Also, im praktischen beweisst sich, ob man Feminist ist und nicht im verfassen von Papieren allein.

Nachdem die Grünen sich in der Vergangenheit beim Thema Feminismus/Gender-Mainstreaming nur um Frauen gekümmert haben, sollen die Männer das nun fortführen. Familie blieb bisher außen vor und wenn, dann ging es auch hier stets nur um die angebliche Benachteiligung der Frauen. Nachdem die aktive Frauenbewegung nun seit ungefähr 40 Jahren tätig ist, stellen sie nun ganz überraschend fest, das sie die Familie vergessen haben und das sollen politisch mal wieder die Männer richten. Hat jemand schon mal von den grünen Frauen gehört, das die sich aktiv um das Thema Familie und Kinder gekümmert haben? Wenn Renate Künast also die Männer auffordert, sich aktiv um die Fragen der Frauen zu kümmern, die diesen auf den Nägeln brennt, dann kann man sich ohne weiteres vorstellen, was dabei heraus kommen wird.

Mein Dank geht an Tom, der mich auf dieses Video aufmerksam gemacht hat.

Links
Blog der Grünen zum Männer-Manifest
Blog der Grünen zum Männer-Manifest: Kommentare

Gleichstellungspolitik für Jungen

Donnerstag, 04. März 2010

kristina-koehlerKristina Schröder äußert sich im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) über die geplante gesetzliche Familienpflegezeit und den Kampf gegen Kinderpornographie. Zudem spricht sie über die Themen Zukunft des Zivildienstes und Gleichstellungspolitik für Jungen.

FAZ: Wie gehen Sie mit der Zivildienstverkürzung um, die der Wehrdienstverkürzung folgen muss?

Kristina Schröder: Wir arbeiten gerade an einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes. Das wäre für rund ein Drittel der Zivildienstleistenden interessant - zum Beispiel für die, deren Dienstzeit im Frühjahr endet, die aber erst im Herbst eine Ausbildung oder ein Studium beginnen können. Da gibt es aber noch Diskussionen mit unserem Koalitionspartner. Wir wollen auch die Freiwilligendienste noch einmal deutlich stärken und dabei auch bildungsferne Schichten oder Migrantenfamilien besser einbinden. Freiwilliges Engagement kann schließlich eine interessante Berufsperspektive bieten. Auch die wenigen männlichen Erzieher in Kindertagesstätten kommen meist über den Zivildienst oder Freiwilligendienste dort hin. Die jungen Männer haben sich das vielleicht vorher gar nicht vorstellen können und dann gemerkt, dass sie der Star in der Kita sind.

FAZ: Sie haben sich auch eine Gleichstellungspolitik für Jungen vorgenommen und dafür ein eigenes Jungen-Referat im Ministerium eingerichtet. Was soll das tun?

Kristina Schröder: Jungen im Kindergarten oder in der Schule schneiden in vielen Bereichen schlechter ab als Mädchen. Sie schreiben schlechtere Noten, sie verlassen öfter ohne Abschluss die Schule, sie werden öfter kriminell. Offenbar haben wir die Jungen vernachlässigt. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich will jetzt auf keinen Fall irgendetwas an der Förderung der Mädchen ändern - wir sind ja froh, dass es da so gut läuft. Aber wir haben die Pflicht, genau hinzuschauen, ob wir die Jungen nicht auch deutlich besser fördern können. Entwicklungspsychologen sprechen von einem Mangel an männlichen Vorbildern - in den Kitas, in den Grundschulen, vielleicht auch zu Hause. Sie sagen aber auch, dass die Pädagogik sehr weiblich geprägt ist und einseitig das belohnt, wo die Mädchen Vorteile haben.

FAZ: Sie werden aber schwerlich verordnen können, dass mehr Männer Grundschullehrer werden sollen.

Kristina Schröder: Ich gehöre nicht zu denen, die fordern, dass alle Berufe fünfzig-fünfzig besetzt sind. Männer und Frauen haben im Schnitt unterschiedliche Vorlieben und Fähigkeiten. Ich glaube nicht, dass wir irgendwann fünfzig Prozent E-Technik-Studentinnen haben werden, und ich will sie auch nicht umerziehen, das ist nicht meine Aufgabe. Aber gerade deshalb müssen wir sehen, ob in der Gesellschaft nicht das, was Frauen leisten, niedriger bewertet wird, als das, was Männer leisten. Als der Grundschullehrer früher ein männlich dominierter Beruf war, da war der Lehrer im Ort hoch angesehen - neben dem Arzt, dem Apotheker und dem Pfarrer. Das ist heute nicht mehr so, und man muss sich eben genau fragen, warum [mehr]

Im Großen und Ganzen hören sich die Argumente gut an und persönlich kann ich einigen Vorstellungen von Frau Schröder zustimmen. Ich frage mich aber trotzdem, wann das Jungenreferat mit seiner Arbeit beginnt. Bisher ist ja erst in einer Pressemitteilung des BMFSFJ über Jungen geschrieben worden. Eine weich gespülte Politik für Jungen ala “Neue Wege für Jungs” brauchen wir nun wirklich nicht.
Ein bekanntes Zitat sagt: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen und das ist wohl das Einzige, was man letztendlich zu diesem Interview sagen kann.

Jungs – verweichlicht und verweiblicht

Mittwoch, 24. Februar 2010
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©by I.Friedrich/Pixelio.de

Kleine Männer wollen laut sein, raufen, sich beweisen und trotzdem geliebt werden. Doch dafür ist in der pädagogisch korrekten Frauenwelt von heute kaum noch Platz. Jungs werden mehr und mehr mit weiblichen Verständnis in Watte gepackt, harmonisiert und verweichlicht. Warum eigentlich?

Die Welt ist für Jungen zu eng geworden. Viel zu normiert. Und langweilig. Was ihnen Spaß macht, ist meistens verboten. Was sie besonders gut können, wird nirgends verlangt – im Kindergarten nicht und in der Schule auch nicht. In der pädagogischen Welt hat sich scheinbar alles verschworen, ihnen ihre „männlichen“ Eigenschaften abzugewöhnen. Jungen werden unruhig dabei, fahrig und eine immer größere Zahl sogar seelisch krank, hyperaktiv oder depressiv [Welt Online]

Ein empfehlenswerter Artikel von Welt Online über (kleine) Jungen, deren Kreativität und Entdeckerdrang. Wolfgang Bergmann schreibt über die Welt - nicht nur - aus Sicht eines 3-jährigen Jungen im Kindergarten und zu Hause. Wie so oft sind die Kommentare zum Teil sehr interessant.

Nachtrag
Zur Jungenthematik gibt es einen interessanten Leserbrief auf Welt Online, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Dort schreibt eine Lehrerin, die sich der Problematik durchaus bewusst ist, das sich anscheinend an einigen Schulen etwas bewegt.

Lasst die Jungs doch länger spielen

[..]Als Lehrerin kann ich bestätigen, dass wir inzwischen in einer Zeit leben, in der die Jungen gestärkt werden müssen. Nicht umsonst gibt es inzwischen an vielen Schulen sogenannte “Jungen-AGs” (unter Leitung von Männern!), die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die Jungen zu stärken und ihnen ein Selbstbewusstsein zu geben, damit sie sich in der von der Gesellschaft ihnen aufgedrängten und zum Teil “unmännlichen” Rolle zurechtfinden können [mehr]