Archiv für die Kategorie ‘Bildung’

Ein Mann Weltmeister im Kopfrechnen

Freitag, 28. August 2009

Gert Mittring wieder Weltmeister im Kopfrechnen

Der Zahlenkünstler Gert Mittring (43) aus Bonn hat seinen Weltmeister-Titel im Kopfrechnen verteidigt. Er gewann bei der Geistessport-Olympiade in London zum sechsten Mal nacheinander die Goldmedaille.

Könner aus aller Welt mussten 123 Aufgaben wie Währungsumrechnungen, Wurzelberechnungen, Multiplikationen, Wochentagsberechnungen oder Potenzen lösen. Mittring habe den Wettbewerb mit deutlichem Vorsprung gewonnen, teilte seine Sprecherin Ida Fleiß am Donnerstag (27. August) mit.

Der Diplom-Informatiker und promovierte Psychologe war von der Bundes­regierung auch zum Mathe-Botschafter im Jahr der Mathematik 2008 ernannt worden [hier]

Da aus den Bundesministerien selten positive Nachrichten explizit für Männer eingehen, muss ich diese Meldung doch glatt bringen ;-)

Andere Medien haben über diese Weltmeisterschaft ebenfalls berichtet, bei Spiegel Online sucht man vergebens nach einem entsprechenden Beitrag. Das es Bereiche gibt, in denen Männer einfach besser sind, kann ja auch nicht sein, gelle…

Natürlich habe ich bei Google zu ähnlichen Leistungen von Frauen gesucht, aber nichts gefunden. Sollte ich etwas übersehen haben, bin ich für Meldungen dankbar. Nachfolgend noch ein Link zu “Weltrekorde für Gedächtnis und Kopfrechnen”, bei der ich nur eine Frau gefunden habe [hier]

Da es in diesem Jahr die “Erste Deutsche Kopfrechenmeisterschaft für Kinder und Jugendliche” gibt und zwar vom 30. Oktober - 03. November, mache ich doch gerne Werbung dafür [hier]

Verbesserungen im Bildungssystem

Dienstag, 25. August 2009

port_schavan0150Schavan: “Ermutigende Analyse und Auftrag für die nächsten Jahre”

Bildungsmonitor attestiert kontinuierliche Verbesserungen im Bildungssystem

Zu den Ergebnissen des am Donnerstag vorgestellten Bildungsmonitors der INSM erklärt Bundesbildungsministerin Annette Schavan:
“Die Ergebnisse der Studie sind gleichermaßen ermutigende Analyse und Auftrag für die nächsten Jahre.” Es habe sich gezeigt, dass mehr Konsens aller Akteure in der Bildungspolitik der Bildung gut tue. Die Qualifizierungsinitiative von Bund und Ländern zeige sich als Motor für Verbesserungen.
Bildung wird Schavan zufolge in der nächsten Legislaturperiode ein Megathema sein. Dabei würden zwei zentrale Punkte eine herausragende Rolle spielen. Erstens sei das Süd-Nord-Gefälle nicht akzeptabel. Vergleichbarkeit und konsequente Umsetzung der Bildungsstandards seien dringend nötig, so Schavan. “Eltern und ihre Kinder müssen sich darauf verlassen können, dass überall vergleichbare Bildung gewährleistet ist.”
Zweitens muss Schavan zufolge die Entkoppelung von sozialen Herkunft und schulischem Erfolg weiter abgebaut werden. Dazu bedürfe es Initiativen zur frühkindlichen Bildung und zu mehr Durchlässigkeit: “Der Zugang zu guter Bildung in allen Phasen und in jedem Alter muss unabhängig der Herkunft gewährleistet sein.” [hier]

Ich habe nur die Kurzfassung der Studie quer gelesen und daraus ist klar ersichtlich, das überwiegend in den Bundesländern kontinuierliche Erfolge vorzuweisen sind, welche mehr finanzielle Mittel in die Bildung gesteckt haben. Des weiteren stach hervor, das jene Länder, die mit einem kleineren Klassenverbund aufwarten, größere Fortschritte hervor brachten und das geschah überwiegend in den neuen Bundesländern. Fraglich finde ich die Tatsache, das auf Geschlechtsunterschiede nicht eingegangen wurde. Zu diesem Thema gibt es zum einen im MANNdat-Forum gerade eine interessante Diskussion, die ich ebenfalls als Link einstelle. Zum anderen findet man auf WikiMANNia jede Menge Informationen zum Thema Jungenbildung und Bildungsmisserfolg der Jungen.

Link
Die Pressemitteilung zum Bildungsmonitor 2009
Die Kurzfassung der Studie
Der vollständige Studienbericht
MANNdat-Forum: Koedukation schadet Jungen
Jungenbildung
Bildungsmisserfolge der Jungen

Milliarden-Programme für Hochschulen und Forschung

Freitag, 05. Juni 2009

[..]Pakt für Forschung und Innovation: Der Pakt garantiert den Forschungsorganisationen bis 2015 eine jährliche Steigerung ihrer Etats um fünf Prozent - auch, um Tariferhöhungen und gestiegene Energiekosten auszugleichen. Einige Länder möchten den Aufwuchs allerdings auf drei Prozent begrenzen. Die Grundförderung der fünf großen Forschungsorganisationen - darunter die Max-Planck- Gesellschaft und die DFG - betrug 2008 rund 5,7 Milliarden Euro [mehr]

In einem rohstoffarmen Land wie Deutschland ist Forschung wichtig, daran gibt es auch von mir nichts auszusetzen. Wieso aber eine Steigerung von jährlich fünf Prozent garantiert wird, erschließt sich mir nicht ganz. Transferleistungen sind Nettozahlungen und ich kenne kaum ein Gebiet, wo es derzeit jährliche Wachstumssteigerungen von 5% netto gibt. Im Gegenteil, viele Betriebe kämpfen um ihre Existenz und ich kenne etliche Leute, die wegen enorm gestiegener Energiekosten um ihren Lebensunterhalt fürchten. Nun ja, wir werden sehen, was nach der Bundestagswahl auf uns zukommt, besser wird es vermutlich nicht werden.

Bundesforschungsministerin Annette Schavan zur Fortsetzung der drei großen Initiativen Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Pakt für Forschung und Innovation:

“Ein guter Tag für die Wissenschaft!

Heute haben die Bundesregierung und die Länder ein starkes Signal für die Bildung und Forschung in Deutschland gesetzt. Mit dem jetzt beschlossenen Paket zum Hochschulpakt, der Exzellenzinitiative und dem Pakt für Forschung und Innovation stärken wir ganz entscheidend die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wissenschaft und Forschung. Wir haben in der Krise die richtigen Prioritäten gesetzt und Weichen gestellt für die Quellen künftigen Wohlstands [mehr]

Humboldt-Professuren verliehen

Samstag, 09. Mai 2009

Acht Spitzenforscher wurden am Donnerstag in Berlin mit dem höchstdotierten internationalen Forschungspreis ausgezeichnet

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung Helmut Schwarz haben am Donnerstagabend in Berlin die ersten acht Alexander von Humboldt-Professuren an die Preisträger überreicht. Die Auszeichnung ist mit fünf Millionen Euro der höchstdotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland. Er wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und von der Alexander von Humboldt-Stiftung verliehen. Mit der Alexander von Humboldt-Professur werden führende und im Ausland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Disziplinen ausgezeichnet. Der Preis soll den herausragenden Forschern ermöglichen, als Humboldt-Professoren langfristig an deutschen Hochschulen zu forschen. Das Preisgeld ist für die Finanzierung der ersten fünf Jahre in Deutschland bestimmt [mehr]

Die Preisträger in Deutschland sind:

Oliver Brock, Informatiker
Piet Wibertus Brouwer, Theoretischer Festkörperphysiker
Georgi Dvali, Astrophysiker
Ulrike Gaul, Molekularbiologin
Tamas L. Horvath, Neurobiologe
Norbert Langer, Astrophysiker
Martin Bodo Plenio, Quantenoptiker
Burkhard Rost, Bioinformatiker

Soweit, sogut. Wenn man aber bedenkt, das gerade das Bildungsministerium für mehr Professorinnen Millionenförderung betreibt, dann stimmt es doch bedenklich, wenn nur eine Frau den internationalen Forschungspreis erhalten hat.

Girls’ Day 2009 in den Ministerien

Freitag, 24. April 2009

Girls’Day 2009 im Bundesjustizministerium

49 Mädchen auf Erkundungstour im Bundesjustizministerium: Heute hat der Parlamentarische Staatsekretär Alfred Hartenbach Schülerinnen der Freiherr-​vom-​Stein-​Schule aus Immenhausen zum mittlerweile traditionel­len “Girls’Day” empfangen. Die Mädchen konnten einen Eindruck von den unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Ministeriums gewinnen und sich über berufliche Perspektiven informieren [mehr]

Bundesministerin Schavan zum Girls’ Day im Bundeskanzleramt

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan empfängt am 22. April in Vertretung für Bundeskanzlerin Angela Merkel Schülerinnen der 7. und 9. Klasse zum Girls’ Day im Bundeskanzleramt. Die Veranstaltung bildet den Auftakt für den bundesweiten Aktionstag, bei dem am 23. April Unternehmen, Forschungszentren, Hochschulen, Behörden und weitere Einrichtungen in ganz Deutschland zum 9. Mal ihre Labors, Büros und Werkstätten für Mädchen öffnen [mehr]

Forscherin für einen Tag: Girls entdecken Berufe mit Zukunft

BMBF-Staatssekretärin Quennet-Thielen: “Rollenklischees überwinden - Mädchen für Technik und Forschung begeistern” / Aktion zum Girls´ Day in Bonn

“Wir müssen die Rollenklischees überwinden. Berufe in Naturwissenschaften und Technik bieten spannende Aufgaben und gute Chancen auf dem Berufsmarkt”, sagte die Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, am Mittwoch in Berlin, “Mädchen müssen diese Berufe für sich entdecken, denn dort gibt es auch für Frauen echte Karrierechancen.” [mehr]

Ursula von der Leyen beim Girls’ Day 2009

[..]Insgesamt finden am Girls’ Day 2009 über 9000 Veranstaltungen statt und nehmen mehr als 126.000 Schülerinnen teil. Sie erproben sich in technischen und handwerklichen Berufen oder lernen weibliche Vorbilder in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik kennen

“Neue Wege für Jungs”: Gleichstellung ist auch Männersache

Zu diesem notwendigen Wandel in der Berufsauswahl trägt auch das Projekt “Neue Wege für Jungs” bei. Mehr als die Hälfte der Jungen entscheiden sich nach der Schule für eine von 20 meist handwerklich-technischen Ausbildungen. In der frauendominierten Dienstleistungs- oder Pflegebranche wird im Gegenzug das Fehlen von männlichem Fachpersonal beklagt [mehr]

Ursula von der Leyen: “Breite Orientierung bei der Berufswahl nützt Mädchen und Jungen gleichermaßen”

[..]“Neue Wege für Jungs” stellt neben der Überwindung von Geschlechterstereotypen in der Berufs- und Studienwahl auch die Erweiterung sozialer Kompetenzen und die Reflektion männlicher Rollenbilder in den Mittelpunkt. Noch immer entscheiden sich mehr als die Hälfte der Jungen für eine von 20 meist handwerklich-technischen Ausbildungen [mehr]

Bundeswehr präsentiert sich als zukunftsorientierter und innovativer Arbeitgeber

Seit Beginn 2001 können Frauen in allen Verwendungsreihen der Streitkräfte freiwillig als Berufssoldatin oder Soldatin auf Zeit Dienst leisten. Derzeit sind ca. 16.300 Frauen als Soldatin bei der Bundeswehr. Dies entspricht einem Anteil von 8,6% aller Berufssoldatinnen und -soldaten sowie Soldatinnen und Soldaten auf Zeit. Die Anzahl der Soldatinnen steigt in allen Laufbahnen kontinuierlich an [mehr]

Bundesministerin Schavan zum Girls’ Day im Bundeskanzleramt

[..]Ein Großteil junger Frauen entscheidet sich aber noch immer für “typisch weibliche” Berufe: Mehr als die Hälfte beschränkt ihre Auswahl auf nur zehn verschiedene Ausbildungsberufe im dualen System – kein einziger mit naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung. Auch in den Ingenieurwissenschaften oder der Informatik sind Frauen weiterhin deutlich unterrepräsentiert.

[..]Im Bundeskanzleramt können die Mädchen in einem Unternehmens-Parcours technische Berufe von ihrer praktischen Seite kennenlernen. Unternehmen der Initiative D21 bieten “IT zum Anfassen” [mehr]

Staatsministerin Maria Böhmer zum Girls` Day 2009: „Neue Wege bei der Berufswahl können für junge Migrantinnen hervorragende Chancen eröffnen“

“Besonders in Migrantenfamilien wird oft noch an bekannten Rollenmustern festgehalten. Umso wichtiger ist es, Vorurteile abzubauen und den jungen Frauen somit neue Chancen zu eröffnen”, betonte die Integrationsbeaufragte der Bundesregierung. “Mittlerweile erreichen junge Frauen bessere Bildungsabschlüsse als junge Männer- das gilt für Einheimische als auch für Migranten. Ein weiterer wichtiger Baustein ist, die Eltern der jungen Frauen für neue Wege bei der Berufswahl zu gewinnen”, erklärte Böhmer. “Kein Talent darf in Deutschland verloren gehen unabhängig von Herkunft und Geschlecht. Die Türen stehen jungen Migrantinnen in vielen Berufszweigen offen.” Zunehmend würden in Deutschland die Potenziale von Migrantinnen wie Mehrsprachigkeit und kulturelles Wissen anerkannt [mehr]

Girls’ Day in der Nachrichtenzentrale der Bundesregierung

Begleitet von einer Fotografin des Bundespresseamtes, die sonst bei öffentlichen Terminen der Bundeskanzlerin fotografiert, stiegen die Mädchen sogar dem Amt aufs Dach. Große Satellitenantennen empfangen hier Nachrichten aus der ganzen Welt. Das fand Leonie genauso interessant wie Josefine.

In der Nachrichtentechnik lernten die Mädchen die imposante Sprachdokumentationsanlage kennen, die rund um die Uhr das Programm von 80 in- und ausländischen Rundfunk- und Fernsehsendern aufzeichnet. Natürlich digital.

Techniker Elmar Ukena führte vor, wie eine Sequenz geschnitten wird und wie der Ton anschließend per E-Mail direkt zu den Kunden des Amtes kommt: zu Onlineredakteuren, Ministerialbeamten, Bundestagsabgeordneten und Journalisten.

Einen Blick hinter die Kulissen der Informationstechnik konnten die Mädchen im Rechenzentrum werfen. Sie erlebten mit, welche Mühe es macht, eine möglichst ausfallsichere Technik zu betreiben.

Besonders toll fand Katrin das Druckzentrum, in dem die Mädchen einen Flyer mit Fotos vom eigenen Girls’ Day herstellten. Josefine schwärmte mehr für die Bibliothek mit ihren vielen geschichtlichen und nicht nur politischen Büchern [mehr]

Obiges war nur ein Ausschnitt der Meldungen, die ich erhalten habe. Da ich aber nicht aus allen Bundesministerien und -ämtern Mitteilungen bekomme, wird die Auswahl noch viel größer sein. Äußerst deprimierend bei der Aufstellung fand ich die Tatsache, das Jungen im Grunde genommen die Berufe vorenthalten werden, die ihnen seit je her lagen und wofür auch stets ein Interesse vorhanden war. Mit dem Girls’ Day wird diese Chance den Jungen genommen und die Verantwortlichen kommen sich dabei vermutlich auch noch cool vor. Ich schreibe jetzt besser nicht auf, was mir dazu so alles durch den Kopf geht - arme Jungs.

Als wenn ich es geahnt hätte: während eines Telefonates wurde ich auf folgenden Beitrag hingewiesen Frauen wollen kaum technische Berufe lernen

Nachtrag

Das Bundesministerium für alle ausser Männer stellt unregelmäßig ein Thema in ihren Focus und diesen Monat war es der Girls’ Day [hier]

Nachtrag (Feed am 27.04.2009 erhalten)

Girls’Day im  Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

[..]In Gesprächsrunden mit Mitarbeiterinnen und Mit- arbeitern des Ministeriums konnten sie sich über deren Aufgaben sowie über die Möglichkeit eines Prakti- kums oder einer Berufs- ausbildung im BMZ informieren. Von einer Rückkehrerin wurden die Schülerinnen ausführlich über den neuen entwick- lungspolitischen Frei- willigendienst “weltwärts” informiert [mehr]

Link

MANNdat-Forum: Diskussion zum Girls’ Day

WDR: Girls’ day ist auch Boys’ day

Die Freie Welt Blog: Heut’ ist girls day…..

Schavan: Bildung muss weltweit Priorität haben

Dienstag, 31. März 2009

Ministerin fordert auf UNESCO-Weltkonferenz internationales Netzwerk / “Bildung für nachhaltige Entwicklung globale Anerkennung verschaffen”

Bildung für Nachhaltigkeit muss eine viel stärkere Rolle spielen als bisher, wenn es Fortschritte in Richtung einer dauerhaft lebenswerten Zukunft und einer gerechten Weltgesellschaft geben soll.” Das forderte Bildungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Bonn bei der Eröffnung der dreitätigen Halbzeitkonferenz der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” [mehr]

Viele Worte um nichts oder wie man eine Pressemitteilung ohne Substanz erstellt.

Neue Wege für Jungs - Newsletter 3

Donnerstag, 26. März 2009

Coole Jungs sind fit im Haushalt! Anleitung zur Durchführung eines Haushaltsparcours’

Mit dem neuen Haushaltsparcours von NEUE WEGE FÜR JUNGS - bestehend aus verschiedenen, leicht einsetzbaren Aufgaben aus dem Haushaltsbereich - sollen Jungen „den Haushalt“ aktiv kennenlernen und dabei zusammen mit anderen Jungen entdecken, dass „Bügeln und Kochen“ auch Spaß machen kann – obwohl vieles nicht ganz so einfach ist, wie sie vielleicht dachten. Der Haushaltsparcours ist eine schöne Idee für einen Projekttag in Schule oder Jugendzentrum [mehr]

Materialien des NEUE WEGE FÜR JUNGS-MedienSets im kostenlosen Download

Speziell für den Einsatz in der Schule und in der Jugendarbeit hat NEUE WEGE FÜR JUNGS ein didaktisches MedienSet konzipiert. Es enthält leicht einsetzbare Arbeitsblätter, Folien und Broschüren für eine geschlechterbezogene Berufs- und Lebensplanung von Jungen der Klassen 5 bis 10. Die Materialien können Sie ab sofort auch kostenlos herunterladen [mehr]

NEUE WEGE FÜR JUNGS auf dem WoMenPower Kongress 2009 in Hannover

Der Fachkongress WoMenPower findet in diesem Jahr zum 6. Mal im Rahmen der Hannovermesse statt. Am 24. April geht es um das Thema “Karrieren in Zeiten der Globalisierung”. NEUE WEGE FÜR JUNGS ist mit einem Stand im Eingangsfoyer vertreten. Der wissenschaftliche Fachreferent des Projekts, Miguel Diaz, nimmt an einer Podiumsdiskussion teil zum Thema “Vollzeitjob und Karriere - Wie wollen Männer morgen leben und arbeiten?”

Podium: Barbara David (Commerzbank), Walter Lochmann (ver.di), Volker Baisch (VÄTER e.V.), Marc Gärtner (genderWerk Organisations- und Männlichkeitsforschung) Miguel Díaz (NEUE WEGE FÜR JUNGS), Isabelle Krok (DJI)

Moderation: Kathrin Mahler Walther, Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin e.V. [mehr]

NEUE WEGE FÜR JUNGS sammelt Berichte von Jungen zu Jungen-Aktionen am Girls’Day

Schnupperpraktika in sozialen Einrichtungen, Workshops zu den Themen Rollenbilder und Sozialkompetenzen, Haushaltsaktionen oder Betriebsbesichtigungen – die Angebote für Jungen am Girls`Day – Mädchenzukunftstag sind vielfältig. In diesem Jahr können die Jungen zum ersten Mal auf der Internetseite www.respekt-jungs.de von ihren Erlebnissen berichten. Für die Jungen, die die schönsten Berichte einreichen, gibt es hochwertige Preise! [mehr]

Artikel über NEUE WEGE FÜR JUNGS im Magazin “deutsche jugend”

Die Autoren (Anm.: Jürgen Budde und Michael Cremers) geben zunächst einen Einblick in das Projekt “Neue Wege für Jungs”, stellen dann die wichtigsten Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung dieses Pilotprojekts dar und erörtern anschließend die Situation von Jungen und Mädchen beim Übergang in Ausbildung und Beruf unter Gender-Aspekten. Anschließend wird Jungenarbeit als ein Baustein von geschlechtsbezogener Pädagogik vorgestellt, die den Übergang zwischen Schule und Beruf mit dem Know-how der Jugendarbeit gestalten hilft.

Im Auftrag von Neue Wege für Jungs hat das Forschungsinstitut Dissens e.V. im Jahr 2006 und 2007 unterschiedliche Jungenangebote evaluiert. Dabei wurden ca. 4.000 Jungen, die an Förderangeboten teilnahmen und ca. 550 daran beteiligter Frauen und Männer aus unterschiedlichen Institutionen, wie Schule, Verwaltung, Jungentreffs, mittels standardisierter Fragebögen befragt. Die Ergebnisse können Sie hier (s.u.)  kostenlos herunterladen [mehr]

Wie bewerten Kinder ihre Lehrerinnen und Lehrer?

Der Kriminologe Christian Pfeiffer hat die Studie “Lehrer im Urteil ihrer Schüler:Ergebnisse einer neuen repräsentativen Schülerbefragung” vorgelegt. Dabei wurde auch nach geschlechtsspezifischen Unterschieden gefragt [mehr]

Amoklauf in Winnenden: Positionspapier des Deutschen Jugendinstituts

Ein 17-Jähriger erschießt mit der Waffe seines Vaters 15 Menschen und zum Schluss sich selbst. Nicht zum ersten Mal läuft ein bislang unauffälliger, junger Mann aus gut situiertem Umfeld in Deutschland Amok. Zu Amokläufen an Schulen, Opfern und Tätern, der Bedeutung von Computerspielen, Problemlösungsansätzen sowie gesetzgeberischem Bedarf hat die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am DJI (Deutsches Jugendinstitut) ein Positionspapier zusammengestellt [mehr]

Ich habe aus der Email des Newsletter die Projekte heraus gesucht, die aus meiner Sicht entweder fragwürdig oder aber mit Studien verbunden sind. Letztere habe ich selber noch nicht gelesen, aber alleine die Namen Christian Pfeiffer vom KFN und das Deutsche Jugendinstitut (Anita Heiliger) stehen wohl eher für Jungenfeindlichkeit. Zu Dissens e.V. habe ich unten einen Link aus dem gelben Forum eingestellt, damit sich Jene, die in der Thematik noch nicht so bewandert sind, eine Meinung bilden können. In den hier genannten Artikel geht es natürlich um Gender und ihre Perspektiven. Ein neues Wort wurde auch kreiert: WoMenPower. Ob Jungs tatsächlich das “Men” auf sich beziehen und nicht doch eher Women lesen, sei dahin gestellt. Ich glaube, das sind dann für heute erst einmal genug Informationen.

Link

Neue Wege für Jungs startet Netzwerk zur Berufs- und Lebensplanung.pdf
Veranstaltungen von “Neue Wege für Jungs” im April 2009
Grafiken zu den wichtigsten Erkenntnissen der Studie
Gender in der Pflege - Expertise der Friedrich-Ebert-Stiftung.pdf
Deutsches Jugendinstitut - Der Amoklauf von Winnenden - Argumente
Gelbes Forum: Strafanzeige gegen Dissens e.V.

Förderung durch Lehrer mit Migrationshintergrund wirkt

Mittwoch, 25. März 2009

Schülerinnen und Schüler aus Zuwandererfamilien, die von Förderlehrern mit Migrationshintergrund unterrichtet werden, steigern ihr Leistungsvermögen deutlich. Das belegt eine Studie des “europäischen forums für migrationsstudien” (efms) der Universität Bamberg.

Das emfs hatte im Auftrag der Stiftung Mercator deren Projekt “Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund” untersucht. Dabei zeigte sich, dass 70 Prozent der Förderschüler mit anfänglich mangelhaften Noten in Deutsch und Mathematik ihre Leistungen um mindestens eine Note steigerten. Die Schülerinnen und Schüler profitierten insbesondere dann von dem Förderunterricht, wenn sie von Lehrerinnen und Lehrern gleicher ethnischer Herkunft unterrichtet wurden [mehr]

Mädchen werden gefördert, Migranten werden gefördert - hierbei ist von Mädchenfokussierung noch  keine Rede - und wo bleibt die Förderung unsere Jungs? Sind diese dafür nicht würdig genug? Sogar zum Abitur gibt es Extra-Förderung für Migranten, damit diese es einmal leichter in ihrem Leben haben. Leider ist es kein Trost, zu wissen, das sich die Vernachläsigung unserer Jungs irgendwann bitter rächen wird.
Da möchte ich am liebsten vor lauter Wut
knueppel

Link
Pressemitteilung der Stiftung Mercator zur o.g. Studie
Kurzfassung der Studie
Pressemitteilung der Stiftung Mercator - Mit Förderunterricht zum Abitur

Wie Frauen die Jungs dumm machen

Samstag, 14. März 2009

Auch das hängt mit dem Fall Winnenden zusammen: Jungen sind nach einer aktuellen Studie des “Aktionsrates Bildung” die großen Verlierer des deutschen Bildungssystems. Die Forscher stellen fest, dass die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen in der Bildungsbeteiligung und in den Leistungen teilweise eklatant sind, von allen Schulabgängern ohne Abschluss seien 62 Prozent Jungen. Junge Männer sind deutlich häufiger arbeitslos als junge Frauen.

Eine der Haupt-Ursachen: Kitas und Grundschulen sind fest in Frauenhänden.

[..]Aber dass jetzt das deutsche Bildungssystem an der bleibenden Verdummung des männlichen Geschlechts mitwirkt, das ist neu und hat mit Liebe nichts zu tun; außerdem ist es nicht nur für die Männer schädlich und skandalös.

Obwohl nicht nur seriöse Wissenschaftler seit Jahren(zehnten) über die Bildungsbenachteiligung der Jungen an Schulen berichten und vor den Konsequenzen warnen, muss leider erst ein tragisches Ereignis passieren, damit Medien und Politiker wach werden. Ich befürchte, nur aus diesem Grunde wurde die Studie des “Aktionsrates Bildung” überhaupt wahr genommen, denn die letzte Studie des Institutes ist aus dem Jahre 2008. So gravierend wird sich in dieser Zeit nichts geändert haben, so das es trotz allem verwundert, das die Bildungsdefizite erst jetzt wahrgenommen und als skandalös bezeichnet werden.

Wenn Jungen zu Losern, zu Verlierern erzogen und ausgebildet werden, wenn sie deutlich weniger Abschlüsse und weniger Arbeit haben als die Mädels ihrer Generation, dann produzieren wir für teuer Geld ein explosives und sichtbar aggressives Potential.

Die Ausgrenzung der Jungen war der Kardinalfehler schlechthin. Vermutliche ist man davon ausgegangen, das bei fehlender Förderung der Jungen und/oder Einnahme von Amphetaminen (Ritalin) - welche im übrigen aufgrund der Suchtgefahr dem Betäubungsmittelgesetz unterstellt sind - diese auch ruhig bleiben werden.

[..]Man kann auf Deuvel heraus versuchen, die Geschlechter durch Erziehung umzudrehen, es wird kaum gelingen, auch wenn Verrückte unter dem amerikanischen Wort “Gender” (für Geschlecht) darüber den haarsträubendsten Unsinn verbreiten und sich dafür über Steuergeld aus dem Hause Ursula von der Leyen freuen dürfen.

Das ausgerechnet der WDR, der als feministisch verseuchter Sender bekannt ist, solche harten Worte zuläßt, ist schon erstaunlich. Da Politiker aller Fraktionen “Gendermainstreaming” als adäquates Mittel gegen “Frauendiskriminierung” in ihren Programmen aufgenommen haben, mache ich mir ernsthafte Sorgen um den Autor des Beitrages.

Aber ist mit dem natürlichen Unterschied der Geschlechter zu erklären, dass die Jungs Bildungsverlierer sind? Wollen wir doch nicht annehmen, vor kurzem waren sie ja noch die Herren der Welt, die Krone der Schöpfung und das Maß aller Dinge.

Genauso wenig, wie Mädchen früher nicht grundsätzlich dümmer als Jungen waren, nur weil sie für ihr “Hausfrauendasein” keine schulischen und beruflichen Abschlüsse brauchten, trifft dieses ebenso wenig auf die Jungen zu.

Als Ursache ist erkannt, dass die Jungs in Kita und Grundschule hilflos Frauen ausgeliefert sind. Im Kindergarten sind nur zwischen 3 und 10 Prozent des Personals Männer, auch in den Grundschulen regieren die Frauen. Die Folge: Jungs haben nur geringe Chancen, dort ihre Geschlechtsidentität reifen zu lassen und zu leben, sie werden früh gebrochen. Das weibliche Element hat die Übermacht und setzt sich auch unbewusst durch: bei gleicher Leistung und Kompetenz bekommen Jungen die schlechteren Noten.

Frauen hilflos ausgeliefert… sie werden früh gebrochen…  Das weibliche Element hat die Übermacht… das sind ja ganz neue Töne. Ich frage mich allerdings, wie lange solche Worte wohl geduldet werden, bis die erste Frau oder noch besser Gleichstellungsbeauftragte von Diskriminierung spricht.

Die Konsequenz ist klar und dringend. Es müssen mehr Männer in die Bildung, und wenn ich Männer sage, dann meine ich Männer. Und Lehrerinnen müssen nachsitzen: Man muss ihnen beibringen, dass mit Gleichberechtigung nicht die Unterdrückung des Mannes gemeint war.

Ich befürchte auch hier, das gerade die betreffenden Frauen eine Diskriminierung mitnichten sehen werden. Weiter mag ich mir noch gar nicht vorstellen, wie die ganzen Opferinnen reagieren, wenn es plötzlich eine neue “Opfergruppe” gibt und die auch noch männlichen Geschlechts sind. Ich höre schon ihre Worte: ja sollen wir denn in Zukunft die Mädchen vernachlässigen, nur damit die Jungen sich nicht mehr diskriminiert fühlen? Wetten…?
Dieser drastisch formulierten Bericht ist beinahe schon ein Unikum, so das er auch hier veröffentlicht gehört.
Die Studie des “Aktionsrates Bildung” habe ich unter Link eingestellt. Die erste Studie besteht aus 188 Seiten - 1,4MB. Der zweite Link ist eine Zusammenfassung der Ländervergleiche. Oben genannten Bericht kann man komplett lesen oder sich anhören
[hier]

Nachtrag
WDR - Wie Frauen die Jungs dumm machen.mp3

Link
Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem
Geschlechterdifferenzen im Bildungssystem - die Bundesländer im Vergleich
Alles rund um die Bildungsstudie des BMBF